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Abstimmungszeit beendet
Autor Rainer Paulsen am 06. Februar 2017
2341 Leser · 3 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Initiative "friedliche Koexistenz der Religionen"

Initiative: „Friedliche Koexistenz der Religionen“

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

Ich halte das Problem, welches sich zwischen Islam und Christentum entwickelt hat im wesentlichen für ein Problem der Religionen und nicht der Politik, wenngleich es auch in der Politik immer wieder ausgetragen werden muss. Für unsere Bevölkerung ist es m.E. von Bedeutung verlässliche Informationen darüber zu haben, dass nicht die Religion der Feind ist, sondern der Terrorismus, der vorgibt dies unter religiösen Vorgaben zu tun.
Wie wäre es, wenn es zu einem „Vertrag“ über die friedliche Koexistenz der Religionen käme, initiiert von den Großmächten USA, Russland, China, Europa. Diesem Vertrag sollten alle betroffenen Staaten beitreten, um damit zum Ausdruck zu bringen, dass alle Religionen Frieden wollen, Terror aber nur von Kriminellen und Mördern ausgeübt wird, die auch entsprechend zu behandeln sind. Auch Führer von Religionen sollten hier mitzeichnen.
Es würde sowohl auf der christlichen- als auch auf der Seite z.B. des Islam der Klarheit dienen. Dabei wäre auch die klare Kommunikation, die den meisten Bürgern bzgl. des Islam fehlt, möglich. Die „friedlichen“ Christen und die „friedlichen“ Anhänger des Islam hätten damit auch eine Plattform sich klar zu äußern. Die Terroristen wären weitestgehend isoliert. Für die Bürger der beteiligten Länder eine transparentere Botschaft. Länder mit überwiegender islamistischer Bevölkerung würden sich auch verpflichtet fühlen die gleichen Anstrengungen gegen den Terrorismus zu unternehmen, wie es derzeit vielleicht nur die Großmächte tun. M.E. würde es dem Frieden dienen.
Bürger der Nichtunterzeichnerländer können sich für die Unterzeichnung einsetzen..

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Paulsen

Kommentare (3)Schließen

  1. Autor Rainer Paulsen
    am 07. Februar 2017
    1.

    Ich stimme Ihrem Kommentar im Grundsatz zu.
    Bei meinem Beitrag ging es mir auch weniger um den Status Quo, als eben genau darum diese von Ihnen genannten Verhältnisse für die Zukunft (auch wenn das lange dauern mag) zu verbessern. Hierbei geht es mir um den Frieden unter den Religionen. Die Frage Demokratie oder nicht ist dabei auch wichtig aber m.E. zweitrangig. Gerade wenn es um den Frieden geht verhandeln unsere Politiker ja auch deswegen mit Vertretern von Ländern, die als nicht demokratisch gelten.

  2. Autor Martin G. Schultz
    am 04. März 2017
    2.

    Wenn selbst Bundespräsident Gauck, ein ehemaliger Pfarrer, dafür plädiert hat, mehr Präsenz von Bundeswehrsoldaten in Krisengebieten zu zeigen, frage ich mich, wer dann noch übrig bleibt, um für friedliche Koexistenz der Religionen zu sorgen?

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