Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Gunther G. am 19. November 2013
4730 Leser · 8 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

"Ja oder nein" - Daumen hoch oder Daumen runter!

Sehr geehrte Frau Merkel,

es ist schon erschreckend, wie Ihr Presse- und Informationsamt mit den Fragen der Bürger umgeht.
Die Antworten sind teilweise ungenügend, oberflächlich und ausweichend.

Eine Kommentierung auf die Antwort des Presse- und Informationsamtes ist ausgeschlossen. Warum? Es muss doch erlaubt sein, die Antworten zu kritisieren oder für schlecht zu befinden.

Wolfgang Wetke fragt am 17.10.2013 nach einer Senkung der Stromsteuer und wie sollen wir diese Kosten noch schultern? Darauf gibt es keine ausreichende Antwort.
Wolf Bertelsdorf fragt am 28.10.2013: Bitte erklären Sie mir, warum die USA Ihre Kommunikation überwachen lässt? Was macht Sie so gefährlich? Auf diese zwei Fragen gab es keine Antwort.

Das Interesse an "Direkt zur Kanzlerin" ist rapid gesunken. Im Jahre 2009 gab es noch Tausende Aufrufe zu einer Frage. Sind die Beiträge unwichtig geworden oder sind die Antworten des Presse-und Informationsamtes unzureichend, so das dieses Desinteresse entstanden ist?

Warum können die beantworteten Beiträge durch das Presse- und Informationsamt nicht abschließend mit der Frage "War diese Antwort hilfreich- ja oder nein" bewertet werden? Soviel Demokratie muss doch möglich sein!

Das Interesse würde größer und die Antworten präziser. Der Verdacht wäre ausgeräumt, nur eine Nähe zum Volk demonstrieren zu wollen.

Mit freundlichen Grüßen

Gunther Gräfe

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 20. Dezember 2013
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Gräfe,

vielen Dank für Ihre Anmerkungen zur Internet-Plattform „Direktzurkanzlerin“.

Wir nehmen zur Kenntnis, dass Sie einige Antworten unzureichend finden. Wir haben allerdings nicht die Erfahrung gemacht, dass die Fragesteller diesen Eindruck teilen. Allgemein gilt, dass unsere Antworten dem aktuellen Stand der Regierungspolitik entsprechen. In manchen Fällen müssen wir allerdings um Verständnis bitten, dass wir nicht auf Einzelfälle eingehen oder Rechts- beratung leisten können und dürfen.

Darüber hinaus möchten wir betonen, dass die Internetplattform nicht durch uns oder in unserem Auftrag betrieben wird. Wir liefern seit nunmehr über sieben Jahren wöchentlich drei Antworten auf Fragen, die uns die dzk- Redaktion übermittelt. Sie und andere haben Gelegenheit, jede Frage und Antwort umfassend auf der dzk-Plattform zu kommentieren und zu diskutieren.

Ihren Vorschlag, eine Bewertungsmöglichkeit für die Antworten einzurichten, geben wir gerne an die Organisatoren von „Direktzurkanzlerin“ weiter.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (8)Schließen

  1. Autor Hermi Martens
    am 19. November 2013
    1.

    Lieber Herr Gräfe,

    Sie glauben doch nicht im Ernst, das man auf so einer Plattform "die Hosen runterlässt" und offen sowie ehrlich Rede und Antwort steht.

    Und auch glauben Sie doch nicht, das es irgend Jemanden vom Presseamt der Bundeskanzlerin interessiert, wie der Bürger die Antworten findet.

    Oder glauben Sie das doch?

  2. Autor Erhard Jakob
    am 21. November 2013
    2.

    Ich glaube zumindest, dass
    Hermi Martens Recht hat!

  3. Autor Helmut Krüger
    am 21. November 2013
    3.

    Ich möchte dem nicht grundsätzlcih widersprechen, glaube aber, dass jede Institution damit ein Eigentor schießt. Das Ausreichen von Antworten, in denen die Gesetzeslage wiedergegeben wird, sollte nicht verachtet werden, doch letztlich geht es den Einträgern ja um etwas anderes. Die Gesetzeslage ließe sich im Zweifelsfall auch selbsttätig per Internet erkunden.

    Allerdings will ich den Ball nicht einseitig im Feld der Regierung liegen lassen. Viele hier gestellte Fragen erscheinen mir rhetorisch und da will ich auch aus meinem Herzen keine Mördergrube machen. Rhetorisch, wobei dann sehr offenkundig ist, dass der Fragesteller doch schon die Antwort weiß und gar keine andere Antwort wissen wollte.

    Das betrachte ich dann - womöglich gegenseitig - als bloße Bestätigung der Weltbilder. An Neugier gewänne die Welt, doch für Überraschungen scheint sie nicht gut zu sein.

    Mit Verlaub, mit demokratisch-illusionistischen Grüßen
    Helmut Krüger

  4. Autor Gunther G.
    am 22. November 2013
    4.

    Warum lesen und schreiben wir auf "Direkt zur Kanzlerin", so auch Hermi Martens und Erik Jacob, wohl wissend, dass wir keine glaubhaften und ehrlichen Antworten erhalten werden.
    Natürlich lassen die Leute vom Presseamt die Hosen nicht runter. Ein Interesse an der Zufriedenheit brauchen sie nicht zu fürchten, da eine Rückkopplung über die Qualität der Antworten nicht von Interesse ist. Die Bürger können hier ihren Frust ablassen und Frau Merkel demonstriert ihre Volksverbundenheit.
    Mit den Fragen auf dieser Plattform, Sie beide demonstrieren das ja prächtig, kann man aufrütteln und auf Missstände hinweisen. Nicht mehr und nicht weniger.
    Erik Jakob schließt seine Beiträge oft mit den Worten ab Ihr "Ihr Wähler Erhard Jakob" und weiß genau, dass er mit seiner Stimme nichts bewegen kann, wenn nach der Wahl der Wählerwille missbraucht wird. Er bäumte sich vor 1990 gegen die Willkür und Diktatur eines Staates auf, stellte Fragen und forderte Gerechtigkeit. Das war damals richtig und ist es heute wieder.
    Warum sollten wir uns mit einer Basta-Politik und unformierten Antworten zufriedengeben. Der Souverän sind wir.

  5. Autor Gunther G.
    am 22. November 2013
    5.

    Marcus Daniel schreibt am 11. Januar 2011 auf direktzurkanzlerin zum selben Thema:
    Ich zitiere:
    Mit großem Schrecken musste ich feststellen, dass das von Ihnen beauftragte Bundespresseamt nur sehr unzureichende Antworten auf die Fragen der Bürger gibt.
    Es wird selbst auf konkrete Fragen so allgemein geantwortet, dass man sich ernsthaft fragt, was das für einen Sinn macht, wertvolle Steuergelder für das abgestellte Personal auszugeben.
    Wozu diese Farce der Bürgernähe?
    Wieso setzt man dieses Geld nicht sinnvoll z. B. im Ausbau der Kindergartenplätze ein?
    -------------------------------
    Die Aufgabe des Bundespresseamtes ist die Erforschung und Darstellung der öffentlichen Meinung als Entscheidungshilfe für die politische Arbeit der Bundesregierung.
    Kommen sie denn dieser Aufgabe nach, wenn wir auf eine Kommentierung zur Antwort verzichten müssen?
    Und Hermi Martens schreibt: Glauben Sie doch nicht, das es irgendjemanden vom Presseamt der Bundeskanzlerin interessiert, wie der Bürger die Antworten findet.
    Ist es da nicht endlich Zeit, etwas zu ändern?

  6. Autor Hermi Martens
    am 22. November 2013
    6.

    Lieber Herr Gräfe,

    ich finde ihre Frage und Kritik ja berechtigt, nur leben wir in einem kranken System, wo es überwiegend nur ums Geld und Macht geht.

    Es ist schon lange an der Zeit etwas zu verändern, wird aber nicht gemacht. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Steuergelder werden von je her verschwendet und so wird es auch weiterhin geschehen.

    Und Sie haben es richtig erkannt, es ist eine Farce zur Bürgernähe und das nicht nur auf Plattformen wie diese.

  7. Autor Erhard Jakob
    am 23. November 2013
    7.

    Auch wenn Vergleiche immer hinken.
    Schon deshalb, weil man mit einem
    Bein immer auf dem Teppich
    beliben muss, möchte ich
    hier zwei anbringen.

    1. Eine Frau kann nur einmal in ihrem
    Leben entjungfert werden!
    .
    2. Niemand kann heute schon einen
    Hundert-Euro-Schein ausgeben,
    der erst in zwei Jahren
    gedruckt wird.

  8. Autor Erhard Jakob
    am 24. November 2013
    8.

    Gunther,
    .
    mit unseren ´unangenehmen´ Fragen
    wollen wir ja grad das Misstände
    geändert werden.
    .
    Das dies die Angesprochenen
    nicht wollen, ist doch logisch.
    .
    Umso mehr freue ich mich, dass es
    diese Seite gibt. In der man zu-
    mindest öffentlich aus Miss-
    stände aufmerksam
    machen kann.
    .
    Aus RECHTSSPRICHWÖRTER
    .
    Keine Antwort ist auch
    eine Antwort.

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