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Abstimmungszeit beendet
Autor Günter Kutschan am 17. März 2009
7783 Leser · 0 Kommentare

Wirtschaft

Jobs für den Bau zentraler Waffen-Keller zum Schutze der Bevölkerung

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,

sollte der Gesetzgeber die Waffenindustrie als Nutzniesser und die Sponsoren etlicher Schützenvereine und deren finanzkräftigere Mitglieder (anstelle alle Steuerzahler!) nicht endlich in die Pflicht nehmen, sich für die Finanzierung einer sichereren Aufbewahrung von Privatwaffen zum Schutze der Bevölkerung mit zu engagieren? Dies könnte sich in Synergie mit folgendem Job-Programm vollziehen. Was halten Sie davon?

Liebe Mitbürgerinnen, Mitbürger, Eltern, SchülerInnen, LehrerInnen und SportfreundeInnen*,

kommt es nicht darauf an, erst das zu tun, was sofort umsetzbar ist,
ohne dabei die schwierigen Aufgaben aus dem Auge zu verlieren ?,

womit ich die bereits über viele Jahre sich hinziehenden Diskussionen über psycho-soziale Ursachen (Gewaltspiele, Zunahme von Depressionen, Warnsignalerkennung u.s.w.) meine. Diese sollten nicht benutzt werden, um mögliche Sofortmaßnahmen auszuspielen. Beides ist wichtig! Aber die Reihenfolge der Maßnahmen eben auch! Das Machbare zuerst!

Fogendermaßen könnte ein kleines aber funktionierendes Job-Programm aussehen:
(Konjunkturimpuls)

1) 15.000 Waffenkammern = 15.000 Aufträge fürs Baugewerbe (wegen ca. 15.000 Schützenvereinen)

2) 30.000 Alarmanlagen (je eine für Waffen bzw. Munition wegen echter Getrenntlagerung (Tresor im Tresor), damit doppelte Sicherheit oder technisch: 1.Redundanz)

3) Deutschland hat die Technologie und Mentalität, hier sehr hohe Sicherheitsstandards zu gewährleisten, (redundante Alarmserver, Alarmkanäle per Funk+Draht, gestaffelte Einbruchsicherung für Waffen und Munition schafft ausreichende Reaktionszeit für Einsatzkräfte im Notfall, Soft- und Hardware für zeitsparende Dokumentation und Protokollierung inkl. Datenfernübertragung zur nächsten Polizeistation, (2.Redundanz).

4) Aufwertung der Schützenvereinsleiter durch Übertragung höherer Verantwortung für die Umsetzung der Sicherheitsvorschriften im Verein, dadurch effektivere Einbindung der Vereinsmitglieder (3.Redundanz).

5) 15.000 Langzeit-Jobs, für den Fall, dass immer noch Wachpersonal notwendig sein sollte oder besser: Ausbau polizeilicher Waffenkammern und dortige Aufbewahrung aller Waffen (4.Redundanz!).

6) 15.000 Zentral-Waffenkeller sind effektiver zu kontrollieren als 1.500.000 Privat-Tresore (Faktor 100!)

7) Exportschlager infolge Vorbildwirkung, Nach Beschluss in Brüssel europaweit-einheitliche Realisierung, ggf. in wirtschaftlicher Fertigmodulbauweise aus Stahlbeton.

Damit hoffe ich, die Gegenargumente der letzten Tage entkräftet zu haben, wie sie immer noch zu hören sind:

- „Große Waffenlager seien verlockend für Terroristen.“
- „Wir können nicht überall Wachmänner vor die Schützenvereine stellen“,
- „Aufbewahrungseinrichtungen für ca. 15.000 Schützenvereine sind nicht überschaubar.“
- „Freiheit der Privatwaffenbesitzer würde unverhältnismäßig eingeschränkt“
- „Ehrenkodex, Selbstverpflichtungen, schärfere Kontrollen.“ (à la ISO 9001?, ha-ha-ha)

Doch leider versuchen immer wieder Lobbyisten dem gesunden Menschenverstand "reflexartige populistische Ablenkmanöver" zu unterstellen, die nicht weiter helfen würden, um im Namen der Freiheit die Aufbewahrung von Privatwaffen in der Privatsphäre zu rechtfertigen.

Siehe auch „Fragen zum privaten Waffenrecht (priWaffR)“ http://direktzu.de/kanzlerin/messages/20003

Links dürfen an Freunde u. Bekannte weitergeleitet werden (Etikette des direktzu-Tools)!

Und nun (angstfrei) Registrieren und Abstimmen :-)
Eine friedliche und besonnene Zeit wünscht Ihnen: Günter Kutschan

* Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass bei den SportfreundenInnen in der Anrede auch all die Schützen gemeint sind, die ebenfalls an einer Verbesserung der gegebenen Lage interessiert sind.