Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor Joerg Gelszus am 25. April 2016
2396 Leser · 0 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Kann man den Ministerrat nicht wie einen Vorstand organisieren?

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Im Prinzip fungiert die Regierung ja ähnlich einem Vorstand in grossen Unternehmen. Dort sieht man eigentlich immer eine zweigeteilte Ebene aus Vorstand (z.B.CEO,CFO,COO,etc.) und eine untergeordnete Ebene als erweitertem Vorstand wie z.B. Hauptabteilungsleiter von Einkauf,Qualität,Legal,IT,etc.

Könnte man nicht auch die Regierung entsprechend organisieren, damit man zu schnelleren Entscheidungen kommt und auch Synergieeffekte von resortübergreifenden Themen ermöglicht?

Kabinett dann aus Kanzlerin und 5 Ministern, z.B

Superminister für Innerstaatliche Angelegenheiten unter den die Ressorts Justiz, Umwelt, Gesundheit und Verkehr fallen.

Superminister für Ausserstaatliche Angelegenheiten unter den die Ressorts Verteidigung und Entwicklungshilfe fallen.

Superminister für Wirtschaft, Bildung und Soziales mit den Ressorts Bildung, Familie, Arbeit und Landwirdschaft.

Fehlt noch der Controller, das ist der Finanzminister und der Kanzleramtschef als rechte Hand der Kanzlerin?

Damit verkleinert man den Ministerrat, die darunterliegenden Ressorts würden "Unterminister/Staatssekretäre" als Mitglieder im erweiterten "Regierungsrat" verantworten und man bringt alle entsprechenden Ressorts unter einer Partei zusammen.

Damit kann man schneller agieren, hat nur noch 6 Personen im Kabinett und die Kanzlerstimme hat Entscheidungsmacht bei Stimmengleichheit. Im Moment blieben dann für die CDU 2 die SPD 2 und CSU 1 Posten plus Kanzlerin. Die Abstimmungen unter den Ressorts werden innerhalb des Ministeriums gemacht.

Dadurch hätte die Kanzlerin dann auch wieder mehr Zeit für anderes und Superminister müssten sich profilieren.

Man kann ja mal darüber nachdenken, dann hätten im Fall Böhmerman auch nur 3 Personen entschieden (Innenminister, Aussenminister und Kanzlerin) und das ganze Possenspiel mit 2 Pressekonferenzen zum gleichen Thema wäre uns erspart worden.

Freundliche Grüße,
Joerg Gelszus