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Abstimmungszeit beendet
Autor B. Baumgartl am 18. September 2015
5672 Leser · 19 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Kanzlerin aller Deutschen?

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

mit großem Interesse habe ich Ihre Pressekonferenz mit dem österreichischen Bundeskanzler am 15.09.2015 verfolgt, war aber über Ihre Aussage sehr irritiert: “Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land“

Es geht doch nicht darum, ob man sich für ein freundliches Gesicht entschuldigen müsse, sondern es geht um die Konsequenzen für unser Land. Man muss doch zur Kenntnis nehmen, dass keineswegs alle Menschen die staatlich verordnete Willkommenskultur gut finden, schon gar nicht die überwiegende Mehrzahl. Der schweigende Teil unserer Bevölkerung, vermutlich die Mehrheit, äußert sich nicht in der Öffentlichkeit, auch nicht in Meinungsumfragen, da sie befürchten muss, diffamiert und in die rechte Ecke gestellt oder dem Dunkeldeutschland zugeordnet zu werden.. In den Herzen dieser Menschen ist keineswegs Hass, sondern schlichtweg Angst und die Sorge um die Zukunft unseres Landes.

Wenn das dann nicht mehr Ihr Land sein soll, so bedeutet das doch auch, dass Sie nicht mehr die Bundeskanzlerin dieser Menschen sein wollen!

Was ist, wenn Flüchtlinge nach einiger Zeit feststellen, dass die Verheißungen, die ihnen durch Ihre Botschaft signalisiert wurden, nicht einhaltbar sind und es zur großen Enttäuschung kommt? Fühlen sich dann diese Menschen hintergangen und werden diese dann ihre eigenen Vorstellungen von “Willkommenskultur“ mit Nachdruck einfordern oder gar mit Gewalt?

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, was wollen Sie jetzt tun, damit auch die schweigende Mehrheit ihnen weiterhin vertrauen kann?

Mit freundlichen Grüßen

Bruno J. Baumgartl

Kommentare (19)Schließen

  1. Autor Sylvia Hemstedt
    am 18. September 2015
    1.

    Guten Tag,

    wie kommen Sie darauf dass Sie für eine schweigende Mehrheit sprechen? Ich glaube die schweigenden Mehrheit befürwortet die Aufnahme von Flüchtlingen.

  2. Autor ines schreiber
    am 18. September 2015
    2.

    Ich kenne auch viele ....die sich nicht trauen......ihre Meinung zu äußern.....

  3. Autor Erhard Jakob
    am 18. September 2015
    3.

    Sylvia,

    Sie glauben, dass die schweigende Mehrheit die
    Aufnahme von (Wirtschafts) Flüchtlingen
    befürwortet.

    Das Sie sich da
    nicht irren!?!

    Gestern wurden in der Kleinstadt Bischofswerda
    zirka 500 Asylbewerber einquartiert.

    2 Leute haben sie mit Geschenken begrüßt und
    2 Tausend Leute haben ihren Unmut
    kundgetan.

    Auch, wenn die Presse nur von den 2 Leuten
    berichtet und den Unmut von Zweitausend
    totschweigt, kann man die Wahrheit
    zwar drücken aber nicht
    erdrücken.

    Die Wahrheit bleibt Wahrheit und
    wird auch noch in Tausend
    Jahren Wahrheit sein.

    Ich gehöre zu der von >Bruno< genannten
    *schweigenden Mehrheit*.

    Selbst die meisten Politiker und gesellschaft-
    lichen Verantwortungsträgern gehören
    zu der >Schweigenden Mehrheit<.

    Das ist auch kein Wunder. Wenn sie reden
    würden, besteht die Gefahr das sie die
    Arbeit verlieren. Genauso, wie der
    >oberste Asylbeauftragte<
    Herr Schmidt seine
    Arbeit verloren
    hat.

    Natürlich hat er aus "persönlichen
    Gründen" den Rücktritt erklärt.

    Wer so skrupellos und niederträchtig lügt,
    dürfte bei der nächsten Bundestags-
    wahl >2017< nicht eine einzige
    Stimme bekommen.

  4. Autor Sylvia Hemstedt
    am 18. September 2015
    4.

    Herr Jakob,

    ich wollte damit doch nur sagen, dass persönliche Eindrücke und der „Glauben“ hier nicht weiter helfen. Mein persönlicher Eindruck sagt über die wirkliche Situation genauso wenig aus wie Ihr Eindruck. Da sollte man sich Statistiken angucken oder was meinen Sie?

    Außerdem schweigen Sie doch gar nicht. Ich lese hier jeden Tag Kommentare von Ihnen. Manchmal sagen Sie sehr wohlüberlegte und weitsichtige Sachen... und dann schleudern Sie auch manchmal mit Stammtischparolen um sich. Ich werde nicht schlau aus Ihnen.

  5. Autor ines schreiber
    am 18. September 2015
    5.

    Stimme zu.....und frage.....wie oft wurden ....in den politischen Abstimmungen.....Abgeordnete ermahnt....zuzustimmen.....keine Meinungsfreiheit??? Und mich ärgert es, dass der Zentralrat der Juden....Gläubige dazu rät..... keine Kippa....zu tragen.....DAS darf nicht sein.....
    und das Sind unsere Mitbürger. ....wir leben nach christlichen Werten....und ich möchte das es so bleibt....

  6. Autor Erhard Jakob
    am 18. September 2015
    6.

    Ja, Sylvia, Sie haben Recht!

    Was Sie denken und fühlen und was ich denke und fühle, muss nicht richtig sein bzw. auf der Wahrheit basieren. Insbesondere, wenn sie sich unsere
    Meinungen widersprechen. Trotzdem können wir uns gegenseitig
    respektieren und achten. Und das tun wir ja auch.

    Ja, ich schweige nicht und schreibe hier meine Meinung.
    Auch wenn ich oft Widerspruch und Kretik *ernte*.
    Ja-Sager und Nachplapperer nützen
    mir sowieso nichts.

    Im Gegensatz zu einigen anderen, bemühe ich mich sachlich
    zu bleiben und niemanden zu beleidigen, zu verleumden
    oder Rufschädigung zu betreiben.

    Zu: *Umfragen und Statistiken*.
    Winston Cherchill sagte hierzu:
    "Ich glaube nur an Statistiken,
    die ich selbst gefälscht
    habe.*

    So ähnlich halte ich es auch. Trotzdem
    bewerte ich sie und denke
    mir mein Teil dazu.

    Wenn die Presse die Teilnehmer von Pegida-
    Demonstranten mit 2 Tausend und die
    Pegida-Leute mit 20 Tausend angibt.
    Dann zähle ich beides zusammen und teile
    das Ergebnis durch zwei. Dann habe
    ich annähernd die realistische Zahl.

    Sylvia, wenn Sie aus mir nicht schlau werden,
    dann können Sie mich auch gern einmal an-
    rufen. Möglich das sie dann ein genau-
    eres Bild von mir erhalten. Ich stehe
    im Telefonbuch und auch
    hier bei Facebook.

  7. Autor Gabriele Klein
    am 18. September 2015
    7.

    ... Finde das was Sie eingangs schreiben sehr gut. Ich teile zwar die Sorge von H. Baumgartl meine aber dass diese Form von Schuldzuweisung nichts mehr bringt dazu sind die Herausforderungen die wir haben einfach zu groß. Es gilt mögliche Fehler zu sehen, und daraus f. die Zukunft zu lernen. Meine Sorge gilt nur noch der inneren Sicherheit und da sehe ich dringenden Handlungsbedarf. Länder die so zusammengesetzt sind wie wir es in absehbarer Zeit bzw. jetzt ganz schnell geworden sind, haben ganz andre Sicherheitsstrukturen. Man sehe nur nach Frankreich: Die Armee zeigt nach Charly Hebdo sehr viel Präsenz in Frankreich in den Städten und Institutionen und so hat es hier auch zu sein, ehe was passiert. Dann sollten in Bussen und Bahnen die Schaffner und Lokführer bewaffnet sein. Ich muss ganz ehrlch sagen, so wie die Dinge momentan hier stehen und so naiv wie der Diskurs in Deutschland teilweise verläuft würde ich mich in Israel, wohler fühlen, Häusergruppen werden dort bewacht. Schaffner und Hotelportiers sind bewaffnet und das finde ich richtig wenn man mit Kulturen lebt deren Heldentum darin besteht, weiche Ziele wie Kinder, alte und Kranke niederzuknallen....

  8. Autor Gabriele Klein
    Kommentar zu Kommentar 5 am 18. September 2015
    8.

    ich auch (danke für den Kommentar). Ich möchte in der Bahn problemlos hebräische Vokabeln studieren können ohne Angst haben zu müssen, dass ich dafür zusammengeschlagen werde.. .....

  9. Autor Udo Behr
    am 19. September 2015
    9.

    Meinungsumfragen sind manipulativ!
    Es kommt immer auf den dargestellten Hintergrund an bei der Frage, ob Sie für die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland sind:
    Wird im Zusammenhang mit dem ertrunkenen Kind im Mittelmeer gefragt, dann sind sehr viele dafür. Ebenso nach Berichten über hunderte von ertrunkenen im Mittelmeer .
    Würde man dagegen fragen ob man unter den derzeitigen chaotischen Bedingungen für die weitere großzügige Aufnahme von Flüchtlingen ist, dann sähe das Ergebnis schon anders aus. Ebenso wird das Ergebnis sich ändern, wenn (sich die Reparatur von Autobahnbrücken um 10 Jahre verzögern, der Ausbau von KITA-Plätzen nicht bedarfsgerecht durchgeführt, die Krankenkassenbeiträge um 0,3% erhöht werden, Schäuble mal eben 10 Milliarden zusätzliche Schulden aufnehmen muss und so weiter und so weiter).

    Denn irgendwo muss das Geld ja eingespart oder beschafft werden. Und das dürften eher 20 als 10 Milliarden bei den angepeilten Zahlen sein. Von der Politik erfährt ja derzeit nichts zusammenfassendes, entweder können „die“ nicht addieren, oder „sie“ haben angst, dass es das Wahlvolk erfährt und sich bei der nächsten Wahl entsprechend verhält.

  10. Autor Gisbert Bastek
    am 19. September 2015
    10.

    CDU / SPD machen sich als Schleuser strafbar!Auszugsweise nach § 96 Abs. 1 AufenthG… Unter Begriff des „Einschleusens" versteht man bewusste Fördern der unerlaubten Einreise eines Ausländers in die Bundesrepublik. Der Helfer …(ANGELA MERKEL)… wird hier als Schleuser bezeichnet. Strafbar ist Schleusen nach § 96 Abs. 1 AufenthG nur dann, wenn sich Täter die Schleusung entweder gegen Entgelt vornimmt, oder wiederholt bzw. zugunsten mehrerer …(HUNDERT TAUSEND) … Ausländer handelt. Der klassische Fall des Einschleusens ist der Transport von nicht einreiseberechtigten Personen über die Grenze; in den meisten Fällen über die Grenzen im Süden oder Osten Deutschlands (also über die Grenzübergänge Deutschland/Österreich, Deutschland/Tschechische Republik oder Deutschland/Polen).

  11. Autor Erhard Jakob
    am 21. September 2015
    11.

    Gisbert,

    wir dürfen aber nicht vergessen, dass nur die Reichen und Mächtigen
    bestimmen was Recht und was Unrecht ist! Wenn es nach Justitia
    GÖTTIN DER GERECHTIGKEIT bzw. nach dem Gesetzbuch gehen
    würde, würden wir in einem Rechtsstaat (Paradies) leben.

  12. Autor Wolfgang Mücke
    Kommentar zu Kommentar 4 am 21. September 2015
    12.

    An Sylvia Hemstedt
    Zu dem Thema gibt es nur Umfragen und keine Statistiken. Die Umfrageinstitute sprachen beispielsweise von einem Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Griechenlandwahl. Syriza bekam 35%, Nea Dimokratia 28%. Umfragen müssen nicht einmal in der Tendenz stimmen. Ich glaube den Umfragen zu der Zustimmung zu Merkels Asylpolitik nicht.

  13. Autor Albert Ostermeier
    Kommentar zu Kommentar 1 am 21. September 2015
    13.

    Schaun Sie auf das +xx, d.h. mehr Zustimmung als Ablehnung...

  14. Autor Carola Schöngut
    am 05. Oktober 2015
    14.

    Danke für den Beitrag (13), Frau Steffens. "..denn wir alle gehören unter einen Himmel und teilen uns ein Zuhause, die Erde". Wenn dies unsere tiefgefühlte, nicht nur gedachte Lebensanschauung ist, dann können wir das Problem auch jenseits von parteipolitischen und wahltaktischen Störungen konstruktiv angehen. Ich bin kein Merkel Fan, aber Frau Merkel hat hier meine volle Unterstützung.
    Deutschland ist nicht unschuldig an den Kriegen, die fern von uns toben und nicht unschuldig an der wirtschaftlichen Not, die in den armen Ländern erlitten wird. Auch ich verstehe die Flüchtlingsproblematik als eine Krise, die - wie jede Krise - eine große Chance bietet zum Umdenken und anders handeln.
    Es werden hier auf dieser Seite viele Ängste geschürt, Feindbilder erzeugt. Das wird bei der Bewältigung der Krise aber leider so garnicht helfen.

  15. Autor ines schreiber
    am 13. Oktober 2015
    15.

    Carola, zu 16....was meinen sie mit ....umdenken und anders handeln?

  16. Autor Carola Schöngut
    am 14. Oktober 2015
    16.

    Liebe Ines, mit umdenken und anders handeln meine ich z.B: Deutschland hat ein großes wirtschaftliches Interesse an Afrika und Asien und denkt dabei sehr eigennützig. Die wirtschaftliche Not in Ländern dieser Kontinente bereitet m.E. den fruchtbaren Boden für Extremismus. Afrika ist der rohstoffreichste Kontinent, aber wer schöpft die Gewinne aus diesem Rohstoffreichtum ab? Natürlich herrscht dort auch Korruption, aber ist es nicht so, dass die reichen Industriestaaten die Korruption zugunsten ihrer eigenen Interessen in Kauf nehmen? Die "Flüchtlingsproblematik" ist m.E. also hausgemacht - natürlich nicht nur von Deutschland, aber Deutschland übernimmt hier jetzt Verantwortung und das finde ich gut.
    Mit "umdenken" meine ich eine weltweite solidarische Wirtschaft und das ist radikal umgedacht. Das "anders denken" hat dann auch automatisch das "anders handeln" zur Folge.

  17. Autor ines schreiber
    am 14. Oktober 2015
    17.

    Carola, Spekulanten, Lobbyisten, Eigennutz der Staaten,......TTIP u.s.w....muss weg....sag ich auch......Das Ist aber ein weltweites Problem....betrifft nicht nur Deutschland.....

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