Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor Elke Karcher am 23. November 2007
5991 Leser · 4 Kommentare

Familienpolitik

Kindergeld eine Farce

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

seit kurzer Zeit habe ich ein 13 jähriges Mädchen mit Verwahrlosungstendenz in Vollzeitpflege aufgenommen. Bis dahin unterschätzte ich den erheblichen Aufwand, den diese Arbeit mit sich bringt.

Die 800,- Euro für Vollpension mit Erziehungsauftrag und Dingen wie Fahrgeld, Taschengled, Schulmaterial, Freizeitaktivitäten empfinde ich als eine Zumutung. Aber, dass das Kindergeld in diesem Betrag noch enthalten ist, bzw. als Einkommen angerechnet wird, das muss ich erst noch verstehen lernen.

Die Diskussion um die Erhöhung des Kindergeldes erlebe ich als Scheingefecht, weil bei den Bedürftigen nichts davon ankommt.

Wieso wird das Kindergeld bei sozial Schwachen, die auf Transferleistungen angewiesen sind, als Einkommen behandelt und abgezogen?

Und wie würde die Rechnung aussehen, wenn so ein Kind in ein Heim käme?

Freundliche Grüße Elke Karcher

Kommentare (4)Schließen

  1. Autor Alexander Heuer
    am 23. November 2007
    1.

    kindergeld sollte einfach ne finanzielle unterstützung sein die nichts mit irgendeinen einkommen zu tun hat....

  2. Autor Anna Paula
    am 25. November 2007
    2.

    "Es könnten ja die Bürger, die von Haus aus nicht arbeiten wollen, dadurch belohnt werden und von diesem Kindergeld ihr Leben mit bestreiten"
    selbst diese Befürchtung wäre unberündet, wenn man einen Teil des Kindergeldes in Sach- und Dienstleistungen zukommen ließe. Die Sache ist einfach so traurig und brutal: Es wird an den Kindern gespart, so sehr, dass man in Kauf nimmt, dass ein Teil unserer Nachkommen dadurch sozial absteigen. Ich wünsche mir eine weitsichtigere Politik.

  3. Autor Melanie Huber
    am 07. Dezember 2007
    3.

    Kindergeld als Einkommen? Der Zweck dieses Geldes steckt doch bereits im Wort!!!
    Es ist für die Kinder da!!!
    Pflegeeltern bekommen Geld um die Kinder erziehen zu können. 800 Euro hört sich natürlich erstmal nach einer Menge Geld an, aber dass viele Kinder/Eltern dieses Geld benötigen weil gerade Kinder aus einem verwahrlostem Haushalt oft Therapien, Hilfsmittel oder ähnliches benötigen rechnet ja keiner an!
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das komplette Geld und noch mehr für die Kinder ausgegeben wird! Dafür ist es ja da - und zwar nur für das Kind!!!
    Das hat mit Einkommen wirklich nichts zu tun!!!

  4. Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.