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Abstimmungszeit beendet
Autor Manfred Schmid am 24. November 2008
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Wirtschaft

Konjunkturprogramm

Konjunkturprogramm

Sehr geehrte Bundeskanzlerin,

gegenwärtig wird von der Bundesregierung verusucht, neben der "Rettung" der Auto- und Zulieferindustrie, auch den (deutschen) Binnenmarkt mit kurzfristigen Steuererleichterungen beim Kauf von Neuwagen anzuschieben, um damit eine drohende Rezession abzuschwächen.

Derartige Massnahmen stellen aber im Gesamtsystem nur ein einzelnes Mosaiksteinchen dar, verändern das Gesamtbild nicht und werden damit ihre Wirkung verfehlen.

Wenn wir aber, wie die geplante steuerliche Entlastungsmassnahme für eine spezifische Konsumentengruppe (Autokäufer) zeigt-, in diesem Zusammenhang natürlich zunächst deutsch und nicht europäisch denken, müssen die geplanten Massnahmen -wenn sie denn wirken sollen- möglichst viele Bürger entlasten und nicht nur diejenigen, die einen ohnehin geplanten Neuwagenkauf nun evtl. zeitlich etwas vorziehen, was natürlich auch immer eine Hypothek auf die Zukunft bedeutet.

Meine Frage: Wäre es nicht sinnvoller, wenn der Staat eine oder zwei "Nullrunden" im Zuwachs des Lohn/Einkommensteuer-Aufkommens realisieren würde und den Bürgern den jährlichen trariflichen Zuwachs am Gehalt 1:1 in der Lohntüte beliesse, ohne darauf über Steuern und Sozialabgaben zuzugreifen?

Damit hätte zumindest jeder Lohn/ Einkommensteuerpflichtige Bürger die tariflich umgesetzte Lohn/ Gehaltserhöhung auch real zur Verfügung und der Konsum würde anspringen.

Solange die Lohn/ Gehalts-Nettozuwächse unterhalb der Inflationsrate liegen, wird sich die Situation der Binnenkonjunktur nicht verbessern.

Vielleicht wäre ein derartiger Ansatz eine Überlegung wert.

Mit freundlichen Grüssen

Manfred Schmid