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Abstimmungszeit beendet
Autor Martin Baumgardt am 22. November 2011
8788 Leser · 1 Kommentar

Wirtschaft

Konzerne entlasten - Hohe Kosten für den Verbraucher?

Sehr geehrte Bundeskanzlerin,

mit großer Bestürzung habe ich bei SPIEGEL-Online lesen können:

»Konzerne werden entlastet - auf Kosten der Verbraucher: Die Bundesregierung hat stromintensive Betriebe fast komplett von den Netzgebühren befreit, um sie im internationalen Wettbewerb zu schützen.«

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,798944,0...

Große und mittlere energieintensive Unternehmen werden beim Gesetz zur Neuregelung energiewirtschaftlicher Vorschriften vom 26. Juli 2011 (das die Regierung von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt zusammen mit dem Atomausstieg und anderen Energiegesetzen beschlossen hatte).

Die Bundesregierung schont die Industrie und lädt die Kosten den Verbrauchern auf. Zahlreiche Unternehmen werden weitgehend von den sogenannten Netzgebühren befreit.

Ich habe gestern die Ankündigung von meinem Stromlieferanten über die Erhöhung bekommen: Die sprechen von ungefähr 35 Euro Erhöhung pro Jahr!

Wie können Sie nur? Wie kann eine Regierung auf der einen Seite EEG beschliessen, Investitionen in Mrd.-Höhe in erneuerbaren Energien usw. und dabei die stromfressenden Industrien von dieser Erhöhung ausschliessen?

Damit ist doch schon der Weg verbaut, um diese Betriebe zu besseren Umgang mit Energie und Ressourcen zu zwingen? Und der "normale" Verbraucher zahlt für diese Unternehmen mit?

Erklären Sie mir bitte, welchen Sinn das machen soll?

Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Rainer Sanne
    am 16. Dezember 2011
    1.

    Wer mehr als 100 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr verbrauche, müsse den Bonus für die Industrie nur zu einem kleinen Teil mitfinanzieren. Den Großteil der Netzkosten tragen demnach also kleine Betriebe und Privatkunden.
    Privathaushalte werden so im kommenden Jahr über drei Prozent mehr für ihre Stromrechnung bezahlen müssen - für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 3500 bis 4000 Kilowattstunden bedeutet dies eine Erhöhung um bis zu 40 Euro. Die Industrieunternehmen und Strom-Sonderkunden dagegen werden um insgesamt 1,1 Mrd. Euro entlastet, schätzt die Bundesnetzagentur.

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