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Abstimmungszeit beendet
Autor Fatih Celebican am 14. September 2015
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Die Kanzlerin direkt

Kosovaren kämpfen gegen Einbürgerungshürden in Bayern und Sachsen

Sehr geehrte Frau Merkel,

mein Name ist Fatih Celebican. Ich bin in Nürnberg im Jahr 1995 geboren. Ich werde ab diesem Wintersemester Lehramt an Realschulen mit der Fächerkombination Mathematik/Wirtschaftswissenschaften studieren. Jedoch besitze ich keine deutsche Staatsangehörigkeit. Ich habe zwar die Einbürgerung beantragt, jedoch kann ich mich von Serbien nicht ausbürgern. Bayern und Sachsen sind die einzigen Bundesländer, die trotz der staatlichen Anerkennung Kosovos durch die Bundesrepublik Deutschland darauf beharren, dass Kosovaren nicht nur ihre kosovarische, sondern auch die serbische Staatsbürgerschaft ablegen müssen. In den anderen Bundesländern wäre eine Einbürgerung dagegen weniger problematisch.

Ich möchte sehr gerne ein verbeamteter Lehrer sein. Ich lebe hier in Deutschland seit meiner Geburt. Ich habe gar keine Kriminalität begangen. Mein Vater ist selbstständig und wir zahlen auch die Steuern immer.

Seit 2008 ist der Kosovo von Serbien getrennt - neben Deutschland haben inzwischen mehr als 100 Staaten die Unabhängigkeit anerkannt. Man ist nur in Bayern und Sachsen der Auffassung, dass Kosovaren gleichzeitig auch Serben sind, also neben der kosovarischen auch die serbische Staatsangehörigkeit besitzen.

Ich bitte Sie daher sich dafür einzusetzen, die Einbürgerungshürden zu beenden. Ich verstehe gar nicht, wieso Bayern und Sachsen die Entlassung von Serbien wollen - obwohl die restlichen 14 Bundesländer diese Ausbürgerung verzichten.

Für Ihre Bemühungen bedanke ich mich im Voraus und verbleibe mit freundlichen Grüßen