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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor Sabine Schwarz am 20. März 2014
3245 Leser · 0 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Krankenkassen und MDK

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

die Beantwortung folgender Frage liegt mir sehr am Herzen.

Wann wird die Politik einsehen, dass der MDK als Erfüllungsgehilfe der Krankenkassen in der jetzigen Form abgeschafft werden muß?

Ich bin seit vielen Jahren chronisch erkrankt, nachweislich seit Jahren und nach unzähligen Versuchen bestätigt therapieresistent und somit seit Jahren schulmedizinisch austherapiert.
Alternative Behandlungsformen bezahle ich unter hohen finanziellem Aufwand selbst.

Es gibt jedoch eine Therapie aus dem alternativen Bereich, die mir einzig hilft und die im Rahmen von Vorsorgeleistungen von den Krankenkassen bezahlt werden.

Diese Therapie wird abgelehnt, ohne die nachgewiesene Therapieresistenz zu berücksichtigen.
Sämtliche vorliegenden Gutachten und Erklärungen werden vom MDK und von den Krankenkassen komplett ignoriert mit dem jeweiligen Verweis auf die Klagemöglichkeit.Welcher schwer kranke Patient hat die Kraft für ein aufwendiges Klageverfahren?
Die Krankheit wird auf menschenverachtende Art und Weise verharmlost, die Würde des Menschen in der Art der Begutachtung von den Ärzten und Sachbearbeitern mit Füssen getreten.

Dies ist, so wie meine Recherchen ergeben haben, kein Einzelfall.
Tausendfach wird kranken Menschen auf diese Art und Weise Hilfe verwehrt nur unter dem Aspekt, Kosten zu sparen.
Bei mir geht es "nur" um Lebensqualität, bei anderen um das
Leben.

Die so gepriesenen Rückerstattungen der Krankenkassen sind ein Schlag ins Gesicht derer, denen man dringend benötigte Leistungen versagt.

Die Auswirkungen des gewollten Konkurrenzdenkens im Gesundheitswesen sorgen dafür, dass Menschen unnötig leiden müssen.

Bitte, unternehmen Sie etwas, damit Menschen nicht unter Ignoranz und Arroganz unnötig leiden müssen.

Mit freundlichem Gruß
Sabine Schwarz