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Abstimmungszeit beendet
Autor Erhard Jakob am 21. August 2013
8258 Leser · 7 Kommentare

Kultur, Gesellschaft und Medien

Lenin-Denkmal

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

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>>DRESDNER MORGENPOST - 21. August 2013:

*Bischofswerda: Nach 21 Jahren im Depot

CDU-Bürgermeister will Lenin
wieder aufstellen<<.
**********************

Gern möchte ich Sie fragen, wie
Sie zu der Sache stehen?

Mit freundlichen Grüßen

Erhard Jakob aus Pulsnitz
- nahe Bischofswerda

Kommentare (7)Schließen

  1. Autor Christian Adrion
    am 25. August 2013
    1.

    Es ist ein klarer fall von akuter Realitätsverweigerung. Wer ein Denkmal, eines Massenmörders das zurecht entfernt wurde, wieder aufstellen will, hat aus der Geschichte nichts gelernt. Lenin gehört auf dem Müllhaufen der Geschichte, genau so wir Hitler und Mao. Wer das nicht akzeptieren will, sollte den zivilen Ungehorsam zu spüren bekommen. Bürger aus Bischofswerd ihr seid das Volk!

  2. Autor Erhard Jakob
    am 26. August 2013
    2.

    Christian,
    .
    Leninfreunde und Leninfeinde leiden beide
    an akuter Realtitätsverweigerung.
    .
    Für die Einen ist er der schlimmste Massenmörder aller Zeiten!
    Und für die anderen ist er ein Mensch, der sehr viel Gutes für
    den Frieden, die ausgebeutete russische Arbeiterklasse
    und für die (leibeigenen) Bauern getan hat!
    .
    Das Gleiche ist doch auch bei Jeseus Christus.
    Für die Einen ist er ein Gott und ein Segen
    für die Menschheit.
    .
    Und für die Anderen ist er der größte Verbrecher
    aller Zeiten, dessen Andenken ausradiert
    werden muss.
    .
    Christian,
    Sie und auch ich wissen ganz genau, dass Verbrecher in
    seinem Namen bzw. im Namen Gottes viele Kriege
    geführt haben und so Millionen von Menschen
    in den Kreuzzügen ermordet wurden.
    .
    Christian,
    den Menschen von Bischofswerda Realitätsverlust
    vorzuwerfen, ist das gleiche, wie Ihnen Dummheit
    und Blindheit vorzuwerfen.
    .
    Ich werfe euch Beiden nichts vor!
    Ich werde mich schwer hüten.
    Schließlich kenne ich >im
    Gegensatz zu Ihnen<
    die Wahrheit
    nicht!

  3. Autor Helmut Krüger
    am 27. August 2013
    3.

    Erhard Jakob, ich sehe das Ganze eher als Tragödie.

    Da sind welche aufgestanden, für Gerechtigkeit einzutreten und haben doch nicht begriffen, dass Gerechtigkeit nicht nur eine Frage des proklamierten Ziels, sondern gleichermaßen des Weges ist. "Sei Du die Veränderung, die Du in der Welt sehen willst", hat es mal Mahatma Gandhi gesagt und angesichts der Machtlosigkeit konnte die Übermacht der Engländer nur scheitern.

    Im Panzerkreuzer Patomkin aber war schon in Form eines Selbstbildnisses das spätere Scheitern der vielbesungenen und vielbeschworenen russischen Revolution angelegt: Nicht nur Befreiung, sondern auch Niederhalten, der Tritt nur umgekehrt dem anderen ins Gesicht.

    Wenn Aufbruch war in Russland, so sage ich das aus meinem persönlichen menschlichen Verständnis, dann war es nur im Anfang und alsbald von den Tschekisten - dem erklärten Schwert und Schild der Partei - niedergewalzt. Insofern lag die Tragödie gerade im Zentralismus der Partei, dass ein elitäres Häuflein als Herr, Geburtshelfer und Sachwalter der Geschichte meinte, die Geschicke bestimmen zu können. Schon Rosa Luxemburg hat den Ultrazentralismus Lenins 1917 in den Junius-Briefen kritisiert und sprach davon, dass schließlich Claquere aufgeboten werden, den politischen Führern Beifall zu klatschen und dass jedes Leben innerhalb der Partei so erstirbt.

    Wer kennt sie nicht, die Reden, wo einem nach 2 Minuten schon die Füße eingeschlafen sind, jede eurokratische Regelung dagegen sprachliches Leben bedeutet ...

    ... Persil, wenn es nach 40 oder 70 Jahren mit den immergleichen Werbeparolen daherkäme, nur noch verdientermaßen auf Halde läge? Lenin? Ich sehe ihn als politischen Raufbold an, der die zweifellose Demütigung seiner Mitmenschen für seine Zwecke instrumentalisierte.

  4. Autor Helmut Krüger
    am 27. August 2013
    4.

    Die Analogie zwischen Lenin und Jesus Christus trifft es schon in gewisser Weise. Bibeltreue Christen, die alles in der Bibel für die Wahrheit, die Wahrheit und die reinste Wahrheit halten, sind mir ebenso ein Graus wie Marxisten und Leninisten und "Sonstwas-Isten" es mir sind, gegen die die Urheber - auf jeden Fall Jesus und Karl Marx - geschützt werden müssen.

    Schützt Marx vor den Marxisten und schützt Jesus vor denjenigen, die in seinem und mehr noch in Gottes Namen all zu selbstherrlich auftreten. Bei Lenin, einem Taktierer vor dem Herrn, verhält es sich schon gewiss anders. Wenn da einer was gesagt hat und es empfindsam bereichert, macht nicht so viel Aufhebens davon, lasst Euch beflügeln und findet eigene, persönliche Worte. Ein Buch ist nicht zum Festhalten da und dazu, es anderen links und rechts um die Ohren zu schlagen, sondern zum persönlichen Drüber-Hinaus-Wachsen.

    Entgeht der geistigen Quarantäne, wer immer sie auferlegen will!

  5. Autor Erhard Jakob
    am 11. September 2013
    5.

    Das ist nun mal das Los von großen Staatsmännern, wenn
    sie von Menschen auf einem Sockel gehoben werden.
    .
    Spätere Generationen sehen ihre Leistung
    oft aus einer ganz anderen Perspektive.
    .
    Wenn morgen ein Denkmal für Dr. Helmut Kohl errichtet wird.
    Kann es sein, dass er in 50 Jahren als ein schlimmer
    Verbrecher bewertet und das Denkmal
    wieder weg gerissen wird.
    .
    Wir wissen nicht, wie verlogene Meinungsmacher (Journalisten)
    die Menschen in 50 Jahren beeinflussen?

  6. Autor Helmut Krüger
    am 11. September 2013
    6.

    Soweit das stimmt, dass spätere Generationen SELBSTVERSTÄNDLICH mit anderer Perspektive auf die heutige Zeit schauen, so lässt sich doch feststellen, dass es ein Unterschied ausmacht, für die heutige Zeit zu regieren oder den vermessenen Anspruch zu erheben, mit Allgewalt in geschichtlcher Mission unterwegs zu sein.

    Am dieser Vermessenheit ist das Ding mit Lenin eben schon früh an die Wand gelaufen.

  7. Autor Erhard Jakob
    am 21. September 2013
    7.

    Seit ewigen Zeiten ist es so, dass bei einem Regierungs-
    bzw. Regime-Wechsel die betreffenden Dankmale
    und auch Bauwerke zerstört wurden.
    .
    Ich denke hier nur nach dem Zusammenbruch der DDR
    an den Abriß des *Palastes der Republik*. Als Grund
    wurde "Asbest" genannt.
    .
    Es ist erstaunlich, dass sie beim *Berliner Fernsehturm*
    kein Asbest gefunden und diesen weggerissen haben.

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