Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Gelöschter N. am 18. April 2015
5025 Leser · 13 Kommentare

Wirtschaft

Mehr Unterstützung und Kontrolle der Bahn

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

seit Längerem schon beobachte ich mit großer Sorge wie sich das System Bahn in ganz Deutschland zurückbildet und sich selbst zerstört. Es wird Zeit daß der Staat wieder die Kontrolle über die Bahn hat und ihr nicht mehr Narrenfreiheit zugesteht. Da werden Strecken abgebaut und Bahnhöfe geschlossen mit der Begründung es fährt keiner mehr mit dem Zug. Der richtige Ansatz wäre zu überlegen warum keiner mehr mit dem Zug fährt, nicht zu sagen es fährt keiner also bauen wir zurück. In anderen Ländern wie der Schweiz übt der Staat eine Kontrollfunktion aus, was aber dort nicht nötig ist da die SBB von selbst verstanden hat daß man nur erfolgreich sein kann wenn man beim Bürger ist. Dort ist jedes kleine Nest per Bahn mit Bedarfshalt oder Bus erreichbar und jedes Industriegebiet muß einen Schienenanschluss haben! Es muss endlich was passieren sonst stirbt Deutschland den Straßenverkehrsinfarkt! Leider fristet die Bahn ein stiefmütterliches Dasein, was auch die Schuld der Autolobby ist. Das muß aufhören und die Bahn muß wieder in die Fläche, zu den Fahrgästen und Industrieunternehmen, wenn das Angebot stimmt kommen auch wieder Fahrgäste und Industriekunden. Finanzieren kann man den Ausbau zum Beispiel über die Maut, machen die Schweizer auch. Das Bahnsystem und Bahndenken wäre doch mal was das man aus dem Ausland/Schweiz übernehmen könnte. Die Eisenbahn ist ein modernes Verkehrsmittel und umweltfreundlich. Ich könnte noch weitere Maßnahmen aufzählen leider sind alle Wörter aufgebraucht und ich kann nicht mehr schreiben.

mit freundlichen Grüßen

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 29. Mai 2015
Angela Merkel

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Die Deutsche Bahn ist seit der Bahnreform von 1994 ein eigenständiges Wirtschaftsunternehmen. Über ihr Angebot im Schienenpersonenverkehr entscheidet die Bahn in unternehmerischer Eigenverantwortung.

Die seit Jahren steigenden Fahrgastzahlen belegen, wie attraktiv das Bahnfahren ist. Flexibilität und Zuverlässigkeit des Transportangebots, Pünktlichkeit und ansprechender Service als moderner Dienstleister – das sind Daueraufgaben, deren Lösung im Grunde nie so gut sein kann, dass sich daran nichts verbessern ließe.

Die Bundesregierung weiß dabei um ihre Mitverantwortung. Dazu gehört, hinreichend hohe Investitionen für ein gut ausgebautes Schienennetz sicherzustellen. Schließlich ist die Qualität der Schieneninfrastruktur maßgebend für die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Verkehrsträgers Schiene.

Daher investiert der Bund jährlich weit über vier Milliarden Euro in die Sanierung und Modernisierung des Schienennetzes. Durch zusätzliche Mittel für Verkehrsinvestitionen steigen die Investitionen für die Schiene bis 2018 schrittweise auf rund fünf Milliarden Euro.

So ist man, um ein Beispiel zu nennen, mit den Bahnhöfen bereits ein gutes Stück weitergekommen. Mit rund 400 Millionen Euro des Bundes hat die Deutsche Bahn inzwischen über die Hälfte aller Bahnhöfe im gesamten Bundesgebiet modernisieren können: weniger Barrieren, mehr Service für die Reisenden.

Weitere Informationen: http://www.bmvi.de/DE/VerkehrUndMobilitaet/Verkehrstraege...

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (13)Schließen

  1. Autor Gabriele Klein
    am 18. April 2015
    1.

    Ich kann Ihnen da nur beipflichten. Habe die Bahn als Langstreckenpendler so 2 Jahre vor der sogenannten "Privatisierung" genutzt und fuhr täglich circa 450 km damit. Es war kein Vergleich und ich hatte keinen Grund zur Beanstandung. Heute fahre ich auch so um die tausend km pro Woche und unter Nutzung sämtlicher Züge (vom ICE bis zur S Bahn) Dabei höre ich von vielen Reisenden dass die Infrastruktur bei uns einem Drittland mittlerweile gleicht. Bzw. dass es in einstigen Drittländern sehr viel besser ausschaut als hier. An Fahrgästen mangelt es sicherlich nicht, sie stehen teils wie die Sardinen in Hochgeschwindigkeitszügen die ob diverser Ausfälle vorherfahrender Züge restlos überfüllt sind....Sicher muss auch hier erst was Schweres passieren bis diese "Untugend" den ICE wie eine lokale Straßenbahn (sie hat wenigstens noch Haltegriffe) zu nutzen aufhört.... Der Verkauf der Fahrkarte erinnert mich ans Losprinzip. Man zahlt und wenn man Glück hat kann man ordentlich reisen.
    Ansonsten Stehplatz von München bis Berlin im ICE. Die DIN Norm dieser Stehplätze würde mich brennend interessieren sowohl in der 1. als auch 2. Klasse. Denn eine Bahncard für circa 6.000 Euro in der Ersten erlaubt zunächst einmal nur einen Stehplatz, wobei es mir ehrlich gesagt egal wäre ob ich nun in der 2. oder 1. Klasse stehen müsste, es bleibt sich nämlich gleich nur dass halt letzteres 2.000 Euro etwa extra kostet..
    Das mit dem Abbau ganzer Verbindungen mangels Nachfrage scheint mir so zu funktionnieren: Erst mal wird die Bedienung einer an und für sich gut genutzten Anbindung seitens der Verkehrsunternehmen drastisch reduziert.
    Ab da ist es dann kein Problem mehr, denn ein Bus oder eine Bahn die nur alle 14 Tage vorbeifährt dürfte uninteressant sein und man kann es dann auch komplett einstellen (mangels Nachfrage, versteht sich).....

  2. Autor Gabriele Klein
    am 18. April 2015
    2.

    PS: ich könnte mir vorstellen, dass ein staatlich geführtes Unternehmen, das die Dinge selbst macht weit weniger korruptionsanfällig ist als eines das an tausend Nahtstelle Aufgaben nach draußen auslagert. Dabei spielt keine Rolle ob es die Bahn ist, die ihr Toiletten Catering an "Privat" vergibt oder die Stadtverwaltung das mit der"Müllabfuhr" macht . Finden solche Auslagerungen statt dürfte dies nicht zur besten Dienstleistung führen, da diese Dienstleistungen auch wenn sie privat geleistet werden nicht unbedingt dem freien Wettbewerb unterliegen sondern im Dickicht einer verwobenen "Vetternwirtschaft" blühen.... Es könnte sein, dass nicht die Leistung zum Auftrag führt sondern die gute "Beziehung"....Das Ergebnis der Auswahl der Dienstleister kann den Staatsbürokraten schlußendlich wurscht sein, ist ja nicht ihr Geld mit dem da gewirtschaftet wird..... Mit andern Worten, das outsourcing staatlicher Unternehmen vereinigt die Nachteile der Privat- und der Staatswirtschaft ohne den entsprechenden Vorteil dieser beiden Varianten.... Aber vielleicht wird das so gewünscht....

  3. Autor Gelöschter N.
    Kommentar zu Kommentar 2 am 19. April 2015
    3.

    Hallo Frau Klein und alle anderen Mitleser,

    stimmt so läuft es. Eine gut gehende und nachgefragte Zugverbindung hat auf einmal einen Fahrgastrückgang. Jeder normal denkende Mensch fängt jetzt an sich zu fragen, was nicht stimmt. Die Leute fahren ja nicht aus Lust und Laune weniger Zug (außer vielleicht ein paar). Entweder passen die Fahrzeiten nicht mehr, die Züge sind überfüllt, unpünktlich, oder veraltet. Zu den Ursachen gibt es Lösungen: Fahrpläne anpassen, mehr Wagen in den Zug, auf die Pünktlichkeit achten (daß ein Zug sich verspätet kann immer mal vorkommen nix ist perfekt aber es sollte nicht über Hand nehmen), neues Rollmaterial und attraktive neue Haltepunkte statt der runtergekommenen Buden aus der Nachkriegszeit. Das erste was der Fahrgast sieht noch vor dem Zug ist der Bahnhof und das drumrum. Die Bahn hingegen sagt sich ja ok es fahren weniger Leute, also reduzier ich die Fahrten kostet ja bloß. Stimmt. Dann wenn weniger Züge fahren wird das Verkehrsmittel automatisch weniger attraktiv und die Fahrgäste gehen weiter zurück. Dann werden wieder Zugfahrten reduziert wegen den Kosten und es kommen wieder weniger Leute. Das Ende von Lied ist dann eine Strecke wo nichts oder nicht viel an Gewinn einbringt, und dann aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt und rückgebaut wird (so sagt die Bahn), und dann ist die Sache gestorben. Hätte man früher als die Leute weggeblieben sind nicht mit Rückzug sondern offensiv und mit Ursachenforschung reagiert hätte sich das ganze Schlamassel verhindern lassen. Genau wie bei den Industriegüterbahnen.

  4. Autor Gelöschter N.
    Kommentar zu Kommentar 3 am 20. April 2015
    4.

    Ich nehme hier wieder mal das Beispiel Schweiz. Fast alle Strecken sind elektrifiziert, man kommt überall mit Bus und Bahn hin (so hat es sich die SBB auf die Fahnen geschrieben und es stimmt!), selbst das kleinste Nest hat eine Eisenbahnstrecke die es anbindet, und es gibt Bedarfshalte wo nir gestoppt wird wenns nötig ist. Die Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsmittel (Bus, Zug, Schiff) ist so gut getimed daß man nie lange warten muss, dem integralen Taktfahrplan sei Dank. Es hilft nichts wenn mein Zug mit 300 kmh von Frankfurt nach Köln rauscht, ich dann aber lange auf Anschlüsse warten muss oder die Anschlusszüge Bummelzüge sind. Lieber etwas langsamer (200) und dann nicht lang warten. So ist man in der Summe viel schneller. Bei der Güterseite siehts so aus daß kein Industriegebiet gebaut werden darf wenn kein Gleis vorgesehen ist. Das alles könnte sich Deutschland mal abschauen und der Bahn zur Pflicht machen. Die Narrenfreiheit der Bahn muß aufhören und sie muß an die kurze Leine! Finanziert werden könnte es wie in CH über die Maut.

  5. Autor Gabriele Klein
    am 21. April 2015
    5.

    Hab von anderen auch ähnliches gehört als was Sie schreiben, auch hörte ich dass es in Bankok bzw.asiatischen Ländern allgemein sehr viel besser funktionieren soll als hier, Habe selbst die Zuginfrastruktur der ehemaligen DDR in besserer Erinnerung als die verlotterten Bahnhöfe hier wo sehr viele Uhren auf "12:00" stille stehen.Teils erlebte ich Hinweise auf Gleise die es schon längst gar nicht mehr gibt. Gönne ehrlicher Arbeit dengerechten Lohn nur , wer diesErgebnis zeitigt der hat nicht 5% mehr sondern 10% weniger verdient. Die Forderungen dieser ganzen Mannschaft treibt mir die Schamesröte ins Gesicht.Noch mehr Geld, da, wo man erst in Ohnmacht fallen und die Staatsanwaltschaft tätig werden muß, damit nicht funktionnierende Klimaanlagen überhaupt zur Kenntnis genommen werden. Auf meiner Strecke hat sichs etwas gebessert allerdings erst nachdem ich mir hier die Finger wundschrieb und wie lange wohl hält weiß ich nicht. Meist werden jetzt die Haltestellen zwar angesagt aber, wenngleich seltener, die Bahn fährt früh morgens von Ort zu Ort wie ein Geistergefährt .... an circa 10 Haltestellen haltend, die in keinerlei Weise erkennbar sind keine einzige Durchsage, oder Anzeige. Man kann es auch nicht ausrechnen, denn es kommt ja auch zu außerplanmäßigen Stops im Dunkeln Steigt nun einer verkehrt aus steht er an einem höchst einsamen buschigen Ort alleine und wartet 1 Stunde auf die nächste Bahn.... Ich beschwerte mich erst vor ein paar Tagen im Hauptbahnhof der öfter die einzige Ansage bekommt (die am ehesten entbehrlich wäre da der HBF beleuchtet ist) Und jetzt bitte festhalten: Ein gestandener Angestellter (keine 20 Jahre sondern circa 50) meinte Duchsagen seien nicht erforderlich, ....... Mit anderen Worten, wer Bahn fährt nehme sicherheitshalber ne Taschenlampe mit um damit alle 5 Minuten die Haltestellen abzufunseln um herauszufinden wo man gerade ist....

  6. Autor Gabriele Klein
    am 21. April 2015
    6.

    PS: noch was zum Kauf: Wenn ich ne Fahrkarte kaufe erwarte ich ordentlich und vor allem sicher transportiert zu werden. Bei Pannen die grundsätzlich vorkommen können erwarte ich dass ich mich sicher aufhalten kann ohne Frostschäden zu erleiden. Dies war früher möglich heute nicht mehr.(zumindest Hierzulande) Was ich nicht wünsche ist, dass ich, wenn ich von A nach B will auch gleich einen Samsonite Koffer kaufen muß...... auch nicht über ein Bonus System.... Auch lege ich keinen Wert auf fFreiausschank von Cola und Fanta durch glückliche Lieferanten......

  7. Autor Gabriele Klein
    Kommentar zu Kommentar 6 am 23. April 2015
    7.

    ..... ich korrigiere: soll natürlich nicht heißen "durch" sondern "von" glücklichen Lieferanten.......

  8. Autor Erhard Jakob
    am 23. April 2015
    8.

    Gabriele,
    auf das *durch* oder *von* kommt
    es doch nun wirklich nicht an.
    .
    Entscheident ist doch, dass Staaat die
    Bahn an privat verkauft hat. Und nun
    nicht mehr der Staat sondern
    *Privat* den Gewinn
    einstreicht.

  9. Autor Gabriele Klein
    am 24. April 2015
    9.

    doch Herr Jakob , doch..... Es muss unbedingt "von" glücklichen Lieferanten heißen.... (ganz, ganz wichtig!!!)

    Aber hier was andres, angesichts der Angeberei der Medien mit den vielen freien Sitzplätzen trotz "Rumpfangebot" (die jene die nicht zur Arbeit konnten auch noch als "illegitime" Schwänzer hinstellte...),.. Also, da fiel mir ein, wie man für noch weniger Geld und sage und schreibe einem einzigen eingesetzten Zug ein perfektes "Rumpfangebot" schaffen könnte....So gehts: Man lasse nur die Oberweißbacher Bergbahn fahren und ich garantiere 100% freie Sitze trotz Streik !!!!! ...... Nun fragen Sie wie ist das möglich?? Ganz einfach, zur Oberschweißbacher Bergbahn müssen Sie erst mal gelangen und das dürfte während dem Streik verdammt schwierig werden und für einen perfekten Medienauftritt der DB sorgen mit einem klaren 1:0 für die DB......

  10. Autor Gabriele Klein
    am 24. April 2015
    10.

    PS: hier noch der link http://de.wikipedia.org/wiki/Oberwei%C3%9Fbacher_Bergbahn

    Täglich werden zwischen 5:30 und 20:00 Uhr dreißig Fahrten im Halbstundentakt angeboten.....

    das dürfte reichen

  11. Autor Helmut Krüger
    am 26. April 2015
    11.

    Ich stimme dem Geschriebenen selbstverständilch aus Überzeugung und eigenem Erleben zu. Auch wenn die seinerzeitige "Behördenbahn", die es ja letztlich war, nicht mit "Gold" glänzte, so war sie doch verlässlich. Die Züge waren zwar nicht sonderlich bequem, doch robust.

    Heute ist alles von technische rRaffinesse durchzogen und jeder Windhauch, jeder Frost und jede übermäßige Sonneneinstrahlung sorgt für Störungen, von Fahrgästen, die die Türen noch in allerletzter Sekunde aufdrücken und sie damit zum Ausfall bringen, ganz zu schweigen.

    Darin widerspiegelt sich auch der Zustand der Bahn: PR-glänzend auf den Hauptverkehrsstrecken, doch zunehmend untauglich in wirklichem Alltagsbetrieb. Ein Grund, den ich schon in anderen Zusammenhängen hier erwähnte, ist die iim Zuge der Bahn-Kommerzialsierung eingeführte, beschönigend so bezeichnete "ereignisorientierte Instandhaltung".
    -
    Will sagen: Es wird nicht in aller Regelmäßigkeit VOR einem möglichen Ausfall ausgetauscht, sondern erst MIT und NACH dem Ausfall, denn das "Ereignis" ist das Ausfallereignis. Übertragen auf den PKW-Verkehr hätten wir auf Autobahnen und Landstraßen zehnmal mehr Fahrzeuge, die zum Abschlappen bereit stüjnden. Die Bahn hat Module an Bord und regelt das selbstverständlich in 20 Minuten bis zu einer halben Stunde, meistens. - Das sind dann die Anzeigen "Wegen Verzögerung im Betriebsablauf ...".
    -
    Das andere ist dann der Komplettausfalll. Ganz ohne Streik.
    -
    NIcht durch endliche Durchleuchtung der Bahn war falsch, nachdem zuvor einfach nur reingebuttert wurde ohne groß zu rechnen, die Kommerzialsierung und dass sich alles "rechnen muss" ist falsch. Und zwar deshalb, weil es die Bahn der Daseinsvorsorge beraubt.

  12. Autor Gelöschter N.
    am 15. Mai 2015
    12.

    Meiner Meinung nach ist die einzigste Lösung des Problems, daß das Schienennetz wieder in Staatsbesitz zurück muß. Der derzeitige Zustand daß das Netz in Besitz der Bahn über die DB Netz AG ist, ist einfach untragbar! Überall wird zurückgebaut, Strecken stillgelegt und Bahnhöfe geschlossen bzw. zu runtergekommenen Haltepunkten umgewandelt. Daß kein Personal mehr vor Ort ist ist auch für alte Leute eine Katastrophe da diese oft nicht mit den Automaten klarkommen oder sich ihre Fahrkarten online kaufen. Der Bereich Schienenverkehr der Bahn kann meinetwegen privat bleiben, aber durch das staatliche Schienennetz ist der Zugang für Dritte viel leichter, weil die Bahn AG keine Konkurrenz mag und den Dritten das Leben schwer macht wo sie nur kann. So würde wieder echter Wettbewerb entstehen, und die Bahn wäre gezwungen wieder zu investieren sonst bleibt sie auf dem Abstellgleis. Ist an sich auch egal ich fahr auch mit Privaten nur um die Mitarbeiter die ihre Job verlieren wärs schade. Die Bahn AG in ihrer jetzigen Form und Organisation (Rückbau an allen Ecken, Personalmangel und -abbau, zu wenig Rollmaterial, unzufriedene Mitarbeiter (Streik!-> zurück zur Beamtenbahn?) und Kunden) kann froh sein daß die Wirtschaft derzeit schwächelt, wenn die jedes Jahr um 3-5% wachsen würde wäre die Bahn hoffnungslos überfordert alles zu transportieren. Das Schienennetz ist eins der Tafelsilber der Deutschen Bevölkerung, es gehört uns und es muß aufhören daß es von der Bahn AG kaputtgespart wird! Es muß in Staatshand und dann werden auch Strecken die von der Bahn als nicht rentabel aufgegeben sind reaktiviert und auch kleine Orte per Bahn erreichbar. Es gibt genug Städte und Orte wo sich sogar ein kompletter Neubau lohnen würde! Es muß sich endlich was ändern.

  13. Autor Gabriele Klein
    am 19. Mai 2015
    13.

    ... Ist die DB noch zu retten? Ja, und zwar so:
    Also halten wir mal fest: Jeder hat die Möglichkeit die Oberweißbacher Bergbahn zu nutzen. Für ausreichend Sitzplätze ist auch beim größten streikbedingten Engpass gesorgt. Indem nun jeder die Möglichkeit hat die Oberweißbacher Bergbahn zu nutzen wäre ein Zwangsbeitrag von allen gerechtfertigt um ihren Erhalt in finanzieller Not zu gewährleisten.. Denn selbst wer sie nicht nutzt profitiert von dieser Bergbahn wenngleich vielleicht auch nur mittelbar. Durch ihren Einsatz fördert die Bahn nämlich grundsätzlich den Tourismus und sorgt somit auch für (Steuer)einnahmen welche wiederrum allen zu Gute kommt. Somit profitieren alle von dieser Bergbahn ob sie diese nutzen oder nicht.. und jeder sollte hierfür einen Service Beitrag leisten ganz egal ob er nur bergauf, bergab oder überhaupt nicht fährt....

  14. Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.