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Abstimmungszeit beendet
Autor Heinz Hilgert am 17. März 2011
7640 Leser · 5 Kommentare

Außenpolitik

Militärische Intervention in Libyen

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

die mangelnde Unterstuetzung der Befreiungsbewegung in Libyen ist ein auf dem Hintergrund unserer eigenen Geschichte weder moralisch noch politisch vertretbarer Vorgang. Zudem wird diese fehlende Unterstuetzung mittelfristig die islamistischen Fundamentalkraeften - die in den westlichen Werten nur moralische Dekadenz erkennen - massiven Auftrieb geben. Warum fehlt ausgerechnet unserer politischen Fuehrung die moralische Ueberzeugung, kraftvoll fuer westliche Werte einzustehen und damit Fuehrung auch in Europa zu uebernehmen? Ein Europa, das nicht nur auf der Basis wirtschaftlicher Potenz definiert werden kann, sondern im Globalen Wettbewerb der Systeme auch mit philosophischen und moralischen Prinzipien überzeugen muss.

Ich und mit mir viele meiner Freunde vermissen Ihre Fuehrung, nicht im Sinne der kleinteiligen und sequentiellen Abarbeitung einer Vielzahl frustrierender kleiner und großer Probleme. Sondern eine glaubwürdige, von Überzeugungen und Werten getragene politische Haltung, die sich nicht an der Optimierung von Waehlerumfragen und Wahlterminen orientiert.

Bitte machen Sie uns deutlich, warum trotz der politischen Aufforderung durch die Arabische Liga und der Bereitschaft europäischer Nachbarn, die Bundespolitik sich einer militärischen Intervention in Libyen widersetzt.

Sehr geeherte Frau Bundeskanzlerin, ich bedanke mich im Voraus fuer Ihre Antwort,

Mit den besten Gruessen,

Heinz Hilgert

Kommentare (5)Schließen

  1. Autor Bastian R.
    am 18. März 2011
    1.

    Lieber Herr Hilgert,

    ich kann schlecht glauben, dass immer noch jemand für eine kriegerische Auseinandersetzung ist nachdem es nun offiziell ist, dass Krieg gar niemandem nützt ausser der Waffenlobby!
    Schauen sie sich die Länder an in denen die NATO bislang eingegriffen hat. Auch Afghanistan "fleht auf Knien", dass die NATO doch bitte, bitte wieder abreisen möge! Ich finde das spricht Bände, wenn sich jemand lieber ein Taliban-Regiem wünscht, als von der NATO "beschützt" zu werden! Denken Sie noch einmal über Ihre Frage an Fr. Merkel nach!

    Und Frau Merkel selbst will ich hiermit auffordern, sich für uns einer kriegerischen Intervention in Afrika zu widersetzen!
    Eine Enthaltung ist nicht genug: Wir müssen Farbe bekennen oder wir werden Mittäter! Denn dieser Krieg wird nicht nur Herrn Gaddafi treffen, sondern auch die zivile Bevölkerung, und ausserdem wird eine vergrößerung des Krieges den Flüchlingsstrom verstärken! Können Sie mit den Konsequenzen umgehen oder wollen Sie Ihren Unrat uns und unseren Kindern überlassen? Sie sind schon jetzt die Kanzlerin der Kriege! Bitte lassen sie es nicht zu weit kommen!

    B. Rosenthal

  2. Autor Hans Sauer
    am 23. März 2011
    2.

    An den sehr geehrten Herrn Rosenthal:

    Den Einsatz der westlichen Allianz in Libyen mit dem Krieg in Afghanistan zu vergleichen ist absolut unangebracht. In Afghanistan hatte niemand um die Hilfe des Westens gerufen und in Afghanistan waren auch nicht die Bewohner einer größeren Stadt von einem Massaker bedroht. Es handelt sich um eine Bewegung die es fast aus eigener Kraft geschafft hätte Gadaffi zu beseitigen. Selten war die Lage so klar, selten war es so offensichtlich, dass man handeln muss und dennoch war es bereits fast zu spät, als man Hilfe geschickt hat. Die Haltung der Bundesregierung bezüglich dieses Themas, womöglich beeinflusst durch die anstehenden Landtagswahlen, ist menschenverachtend und widerlich. Frau Merkel wünscht sich einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat für Deutschland und gleichzeitig verhält sich die Bundesregierung unglaublich unverantwortlich gegenüber der Welt und unseren Verbündeten. Glauben Frau Merkel und Herr Westerwelle ernsthaft, dass ihre lächerlichen Forderungen Gadaffi davon abgehalten hättten in Bengasi ein Blutbad anzurichten?! Selbst wenn sie für die Resolution gestimmt hätten, hätten sie sich nicht unbedingt an den militärischen Einsätzen beteiligen müssen. Ich aber bitte Sie, beteiligen Sie sich, helfen sie den Menschen in Lybien. Frau Merkel, Herr Westerwelle, bitte ändern Sie ihre Meinung und helfen Sie beim durchsetzen der UNO-Resolution 1973. Die Mission, die die UNO allen verantwortungsvollen Mitgliedern der Staatengemeinschaft aufgetragen hat, ist klar und die Sache gerecht.

  3. Autor Karl Eduard Schmidt
    am 03. April 2011
    3.

    Hallo, noch vor Jahren lehnten viele Jugendliche aus Nordafrika die Demokratie ab durch deutliche Unterdrückung wissenschaftlicher Begründung.
    Innerhalb von etwa fünf Jahren soll sich das starre Weltbild und religiöser Fundamentalismus geändert haben gegen krankhafte Tradition. Nein, das geht nicht und ist klarer Beweis das weniger die demokratische Idee angesprochen wird, eher neue Geschäftswege mit sehr harten Regeln. Weltweite Terrorbanden und Gangs verändern Verkaufsstrukturen um ländliche Familienstrukturen zu zersetzen für mehr Illusionen. Davon lebt die moderne Politik, Medien und Ideologien.
    Eigentlich raubt man den Leute die Bewegungsfreiheit durch geistige Grenzen in der Psyche. Unsere Pseudo Demokratie baut Instinkte ab aufgrund geregelte Versorgung. Hinter unserer Fassade gibt es eine systematische Unterdrückung der Menschenrechte in Deutschland. Auch in Deutschland leben Menschen im Schatten der Gesellschaft aber auch im Widerstandsrecht nach Grundgesetz. Keiner solidarisiert sich mit den Unterdrückten in Deutschland.
    Resultat, in Lybien entsteht eine PseudoDemokratie
    Viel Spass noch hier im Portal

  4. Autor Erhard Jakob
    am 07. April 2011
    4.

    Wenn in einem Land ein Bürgerkrieg ausbricht,
    dann sollten sich die anderen Länder und
    vorallem Deutschland aus diesem
    Krieg heraus halten.
    .
    Wir sollten lieber Sorge dafür tragen, dass es hier
    gerecht zu geht und es nicht zu Unruhen kommt.

  5. Autor Werner Scherfer
    am 11. April 2011
    5.

    Wir können nicht in der ganzen Welt als militärischer Friedensstifter
    auftreten, dafür ist die Bundeswehr nicht ausgebildet und nicht
    ausgerüstet,
    Humanitäre Hilfe und Friedensvermittlung ,ja.
    Üben wir Zurückhaltung ,denn unser Gesellschaftssystem ist nicht in
    allen Dingen nachahmenswert .
    Unsere christliche ,westliche Welt ist ziemlich dekadent !

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