Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Sven Wagner am 25. April 2013
8033 Leser · 5 Kommentare

Arbeitsmarkt

Mindestlohn in Sachsen für Köche

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Meine Frage über den Mindestlohn für Köche

Ich arbeite als Koch in Chemnitz (Sachsen) für 806euro netto, meine Frage dazu ist wieso es nicht Möglich ist den Mindestlohn für Köche in Sachen auch durchzuseten, wie es auch in allen andern Bundesländern außer Bayern bereits der Fall ist. Ich bin traurig das ich für meine harte Arbeit nicht ordenlich Endlohnt werde. Mit dem Mindestlohn müßte ich keine Zuschüße mehr von Amt beantragen um alle meine Kosten decken zukönnen. Man geht Arbeiten und muß trozdem zum Amt gehen das finde ich sehr bedrückent wie viele meiner kollegen in Chemnitz. Es würde mich sehr frauen von Ihnen zuerfahren warum das in Sachsen nicht möglich sein kann wie überall in
Deutschland.

Mit freundlichen Gruß

Sven Wagner

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 27. Mai 2013
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Wagner,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Die Löhne handeln in Deutschland die Tarifpartner aus, also Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände. Auch für Köche gibt es Tarifvereinbarungen – allerdings gelten sie nicht deutschlandweit einheitlich. Die Hans-Böckler-Stiftung hat die Löhne für Köche untersucht und große Unterschiede festgestellt: www.boeckler.de/28607_39938.htm

Derzeit gelten in zwölf Berufsgruppen Mindestlöhne. Für die zwölf Branchen hat die Bundesregierung den Mindestlohn, den die Tarifpartner vereinbart haben, durch Rechtsverordnung für verbindlich erklärt. Damit gilt der jeweilige Mindestlohn für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in diesen Branchen beschäftigt sind.

Die Bundesregierung bekennt sich zur Tarifautonomie. Das heißt, die Tarifpartner verhandeln Löhne und Arbeitsbedingungen miteinander ohne politischen Einfluss der Regierung.

In Ihrer Branche müssten also ebenfalls Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Mindestlohn für Köche aushandeln. Erst dann kann die Bundesregierung ihn für allgemeinverbindlich erklären, womit er dann überall in Deutschland gültig wäre.

Viele Restaurants und Hotels suchen gute Köche. Die Bezahlung und die Arbeitsbedingungen sind regional und von Haus zu Haus verschieden. Vielleicht finden Sie einen anderen Arbeitgeber mit besseren Bedingungen. Die Arbeitsagentur kann Ihnen bei der Suche behilflich sein. Über die Jobbörse können Sie direkt nach einer passenderen Stelle suchen: http://jobboerse.arbeitsagentur.de

Sie können sich aber auch vor Ort persönlich beraten lassen: http://www.arbeitsagentur.de/nn_17566/Navigation/Dienstst...

Mit freundlichen Grüßen Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (5)Schließen

  1. Autor Erhard Jakob
    am 09. Mai 2013
    1.

    Die Einführung des Mindestlohnes darf nicht nur für Köche in Sachsen begrenzt sein. Auch in anderen Berufen und Ländern arbeiten die Arbeiter und Arbeiterinnen hart und fleißig. Und oft für weniger als 806 Euro im Monat.

    Diese Ungerechtigkeit muss ein Ende haben und nicht nur für die Köche in Sachsen.

  2. Autor upnea upnea
    am 13. Mai 2013
    2.

    das ist doch schlimm, man geht arbeiten, malorcht den ganzen tag und dann muss man trotzdem noch aufs amt, warum sind wir, nach der wende immernoch im osten die angeschmierten, wir machen die selbe arbeit wie drüben, generell alle handwerksberufe schau dir den friseur oder die altenpflege an , ist doch klar das für diese berufe die lehrlinge fehlen, wer stellt sich für diesen lohn noch hin......

  3. Autor Erhard Jakob
    am 13. Mai 2013
    3.

    Wir sollten zumindest so viel Zivilcourage
    haben und offen Gesicht zeigen!

    Mit Feiglingen und Duckmäusern wird
    doch alles nur noch schlimmer!

  4. Autor Ralf Schumann
    am 13. Mai 2013
    4.

    Es ist wohl eher eine Frage für ganz Deutschland, denn auch in Teilen Westdeutschlands sind die Löhne teilweise sehr gering.
    Mir ist ein Rätsel, weshalb in der Politik über einen Stundenlohn von 8,50 € diskutiert wird, wenn ein alleinstehender Hartz4-Empfänger bereits 9 € pro Stunde verdienen müsste um ganz knapp über dem Satz sein zu können.

  5. Autor Erhard Jakob
    am 16. Mai 2013
    5.

    Es geht im Leben weniger um 8,50 € oder 9 Euro bzw. um Zahlen.
    Es geht darum, dass der Staat dafür Sorge tragen sollte, dass
    jeder Mensch Arbeit bekommt und er von seinem Lohn
    auch in Ehre und Würde leben und sterben kann.

    Arbeit = Ehre und Würde!

    Kein Mensch sollte in seinem Leben nur
    einen einzigen Tag ohne Ehre
    und Würde sein!

  6. Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.