Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Hucky Fin am 02. April 2013
6912 Leser · 4 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Nationales ROSENKRANZGEBET

Sehr jeehrte Frau Bundeskanzlerin,

nun sind Sie ja in Konrad Adenauers Fußstapfen getreten und Sie wissen ja wie streng katholisch dieser Mann war.

Hoffentlich sind Ihnen dessen Schuhe nicht zu groß und dessen Glaube nicht zu mächtig als das Sie diesem Manne nicht nacheifern könnten.

Gewaltige Probleme stehen wie Berge vor uns und damit steht unsere Nation zum Glück nicht alleine da. Noch größere Dimensionen kommen auf uns zu, für die weder die Zeit noch die Zeilen ausreichen diese hier zu beschreiben.

Unser hochherrschaftliches Nachbarland Österreich hatte vor annähernd 67 Jahren ähnlich gewaltige Probleme, nämlich die Knute des Bolschewismus ertragen zu müssen, bevor es von der kommunistischen Herrschaft befreit und in ein blockfreies Land entlassen worden ist.

Das ging jedoch nicht so ohne weiteres, sondern mit dem

NATIONAL ERFOLGREICHEN GEBET DES ROSENKRANZES

eingeführt durch einen Sieg in den Türkenkriegen nennt Papst Pius V. (Papst 1566–1572) die heilige Maria Obsiegerin gegen die Türken, und im Besonderen nach der Schlacht von Lepanto 1571 über den seinerzeitigen „Erbfeind der Christenheit“, die Osmanen.

Und das hat nicht nur Symbolcharakter sondern ist wahr, sprichwörtlich, angesichts der Verfolgung der Christenheit in vielen islamisch dominierten Ländern.

Wie erfolgreich Österreich mit dem Gebet des Rosenkranzes war, erlaube ich mir Ihnen hier aufzuzeigen.

http://www.liebesiegt.com/tagesheiliger/Petrus_Pavlicek.html

a) sind Sie bereit da mitzutun, also mitzubeten ?

b) werden Sie das Gebet des Rosenkranzes öffentlich unterstützen und das Gebet in der Öffentlichkeit erlauben ?

c) gibt es Bestrebungen auch die evangelischen Cristen mit einzubeziehen ?

Mit freundlichen Grüßen und Gottes Segen

Hucky Fin

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 03. Mai 2013
Angela Merkel

Sehr geehrte, sehr geehrter Hucky Fin,

vielen Dank für Ihre Mail, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Artikel 4 des Grundgesetzes schützt die Religionsfreiheit ausdrücklich: „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.“

Die Bundeskanzlerin tritt uneingeschränkt für die Werte des Grundgesetzes ein. Sie hat sich auch mehrfach sehr deutlich zu ihrem christlichen Glauben bekannt – sehr ausführlich zum Beispiel in ihrem Video-Podcast vom 3. November 2012 (http://www.bundeskanzlerin.de/SiteGlobals/Forms/Webs/BKin...).

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (4)Schließen

  1. Autor Erhard Jakob
    am 16. April 2013
    1.

    Ich freue mich über das Konzept von *Direktzu.de*.
    Es ist gut, dass Bürger (Wähler) hier Politiker, bzw
    Würdenträger der Kirche, auch brisante Fragen
    stellen können. Allerdings finde ich es befrem-
    lich, dass einige User sich feige hinter
    einer Maske verstecken dürfen.

    Auch finde ich es befremdlich, wenn bei Demonstratione
    *Vermummte* mitlaufen dürfen. Was die vor haben
    ist doch allen schon im Vorfeld klar.

  2. Autor Erhard Jakob
    am 17. April 2013
    2.

    Unsere Kanzlerin will doch nicht Dr Konrad Adenauer
    *Was geht mich mein Geschwätz von gesterns an*
    nacheifern. Es geht doch auch nicht um seinen
    katholischen Glauben. Auch mit einem evan-
    gelischen Glauben an Gott kann
    man ein guter Mensch sein.

    Auch Menschen, die religiös nicht gebunden sind,
    können einen ganz festen Glauben an Gott
    haben und vom Wesen her gut sein.

    a. Eine Bundeskanzlerin muss selbst tun und nicht beten
    und die Geschicke anderen überlassen. Wenn sie
    als gläubige Christin mit Gott spricht (betet)
    ist das aus meiner Sicht eine gute Sache.

    b. Jeder kann doch jetzt schon ohne Unterstützung
    der Bundeskanzlerin den Rosenkranz öffentlich
    beten. So gesehen, verstehe ich
    die Frage nicht.

    c. Welche Bestrebungen? Natürlich können die Katholiken
    die Protestanten in ihr Gebet mit einbeziehen. Umgekehrt
    natürlich auch. Jeder ist in seinen Gedanken
    und in seinem Gebet frei.

    Grüß Gott!

    Erhard Jakob

  3. Autor Helmut Krüger
    am 20. April 2013
    3.

    Geehrter Herr Jacob,

    ich finde das Pseudonym, was es ganz offensichtlich zu sein scheint, gleichfalls befremdlich. Möglicherweise erfolgt keine Abprüfung in Bezug auf einen realen Namen und möglicherweise wäre das auch zu aufwendig. Allerdings wird durch gewählte Pseudonyme der Sinn dieser Eingabemöglichkeit m. E. infragegestellt und zwar fast schon in annähernder Weise, als wenn sonstige Eingabemöglichkeiten als Bürger auch per Pseudonym statthaft wären.

    Bei einer tatsächlichen Lösung bin ich auch etwas ratlos, soll hier nicht ein unvergleichlich hoher Aufwand getrieben werden, angesichts eines bislang einzigen Einträgers.

    Zur Angelegenheit selber: So weit die hiesige Kultur unverkennbar von christlichen Grundzügen geprägt ist, so sehr ist sie wiederum auch davon geprägt, die Religionsfreiheit im doppelten Sinne zu verstehen: Frei zur Religion in dem Sinne, dass Religion grundsätzlich ausgeübt werden dürfen und unter Schutz stehen, frei von der Religion in dem Sinne, dass niemand zu irgendeiner gezwungen werden darf.

    Das betrifft nach meiner Empfindung selbstverständlich auch den höchsten Repräsentanten bzw. den höchsten politischen Maßgeblichen. Angela Merkel, die einen Gottesdienst besucht aus persönlichem Glauben heraus ist ein pure Selbstverständlichkeit, auch als Amtsträgerin aus dem Grunde, weil ein großer Teil der Staatsbürger christlich ist, ein öffentlich vorgenommenes Gebet in einschlägiger Art und Weise, ein in der Tagesschau täglich eingebettetes Vater Unser, gesprochen von ihr als Kanzlerin, ist es nicht.

    Christliche Kirchen sind seit Jahrhunderten, ja, seit gut einem Jahrtausend prägend für unsere Orte und für unsere Städte und nur ein atheistisch geprägtes System war eine Zeitlang drauf und dran, diese kulturellen und identitätsstiftenden Einträge vergangen zu machen. Heute neu aufgestellte riesige Christus-Kreuze an den wichtigsten Verkehrskreuzungen der Stadt wären hingegen Zeichen eines Fundamentalismus, der Überhebung und schlicht eines Unfriedens.

  4. Autor Erhard Jakob
    am 22. April 2013
    4.

    Hallo Helmut,

    ganz so kompliziert, sehe ich das mit der
    korrekten Namensnennung nicht.

    In jeder seriösen Zeitung werden Leserbriefe nur unter dem richtigen Namen veröffentlicht. In Ausnamefällen steht drunter: *Der Name
    des Autors ist der Redaktion bekannt*. Es wäre ein Leichtes,
    dies auch hier so zu handhaben.

    Zum Glauben:

    Jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden. Wenn die Gemeinde-
    vertreter beschließen, dass an einer ganz bestimmten Stelle ein
    Kreuz aufgestellt werden soll, dann ist aus meiner Sicht dann
    auch nichts einzuwenden. Auch, wenn vereinzelte
    Gemeindemitglieder dagegen sind. In einer
    Demokratie geht es schließlich nach
    der Mehrheit und nicht nach
    der Minderheit..

    Ich wohne in einer sorbischen Gegend und dort stehen
    an sehr vielen Gemeindestraßen ein Kreuz. Mich
    stören sie nicht. Ganz im Gegenteil.

    Allerdings möchte ich hier auch nicht verschweigen,
    dass es Vereinzelte gibt, die es stört.

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