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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor Adrian Hofmann am 10. September 2013
2554 Leser · 1 Kommentar

Die Kanzlerin direkt

Neue Wege in der Politik

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Ich möchte mich mit folgender Frage an Sie richten:
Warum wenden Sie im Bundestag zur Lösungsfindung keine aus der Wirtschaft etablierten Strategien an?
Ich bin seit ca. 6 Jahren Entwicklungsingenieur für Medizintechnik und muss jeden Tag Probleme lösen, das Vorgehen wie es in DIN ISO 2220 beschrieben ist führt unweigerlich immer zur besten Lösung, lässt sich auf alle Bereiche anwenden und ist stets nachvollziehbar. Was wir jedoch aus dem Bundestag sehen, sind in der Regel nur Schuldzuweisungen und kein effektives Gestallten unserer Zukunft. Fallen dann doch mal irgendwann Entscheidungen, sind Sie für den kleinen Bürger nicht nachvollziehbar wie z. B. Betreuungsgeld, oder Sie sind klar geprägt von Lobbyisten wie z.B. die Subventionierung der Energiekosten bei Großabnehmern. Warum geht die Politik nicht mit der Zeit und Arbeitet konstruktiv, an statt zu debattieren, das führt doch unweigerlich zu Politikverdrossenheit?
Über eine ehrliche und genaue Antwort würde ich mich sehr freuen
Mit freundlichem Gruß
Adrian Hofmann

Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Helmut Krüger
    am 23. September 2013
    1.

    Ich denke mal, neue Wege wären erst einmal,

    a) Dinge und Verhältnisse abseits so behaupteter Sachzwänge zu sehen und erst im nächsten Schritt dann zu schauen, welche Art der Änderung mit welchen benennbaren und unbezifferbaren Kosten verbunden ist, die keiner ggf. absehen kann,

    b) Dinge und Verhältnisse nicht nur als neutrale Sache zu begreifen, sondern selbstverständlich vom PERSÖNLICHEN Gewissen beeinflusst und damit selbstverständlich interpretiert. So auch dem anderen zugestanden.

    An beiden Vorgehensweisen haben wir m. E. einen eklatanten Mangel. Bevor überhaupt die besagten Kosten im materiellen und nichtmateriellen, also unbezifferbaren Sinne auf die Spur gekommen wird, diese also untersucht werden, wird von Sachzwängen geredet, so, als wäre auch nur eine einzige Sache aus sich heraus imstande, Menschen zu zwingen.

    Auch beim Zweiten haben wir einen erkennbaren Mangel. Da unterscheidet sich Gestaltung in der Politik vom Gehandhabten in der Wirtschaft, wo es vorwiegend oder gar ausschließlich um finanzielle Einträglichkeit geht. weshalb also das Wirtschaftliche nur Teil der Gesellschaft sein kann, nicht aber dass die Gesellschaft bloßer Teil der Wirtschaft wäre.

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