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Abstimmungszeit beendet
Autor Paul Borgmann am 25. November 2015
3940 Leser · 5 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Parteitag der CSU und die Flüchtlingsfrage

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

ich möchte hier kurz zum obigen Thema Stellung nehmen, Ihnen aber zuerst meine Hochachtung zu Ihrer Haltung in der Flüchtlingsfrage aussprechen.
Über den Parteitag der CSU ärgere ich mich im Hinblick auf die diskutierte Flüchtlingsproblematik und insbesondere über das unsägliche Verhalten von Herrn Seehofer fürchterlich.
Wie kann es sein, dass eine, bundesweit gesehen, lächerlich kleine Partei so einen Einfluß auf die Bundespolitik nehmen kann?
Die Frage der Ausdehnung der CDU nach Bayern stand schon einmal im Raum und sie sollte jetzt wieder gestellt werden. Bitte, bitte tun Sie es, damit wir hier in Bayern endlich die Möglichkeit haben, den Parteien die Stimme zu geben, deren Programm unseren Vorstellungen entspricht.

Jetzt nochmals zur Flüchtlingspolitik.
Bitte bleiben Sie stark und halten Sie allen Ihren Kritikern entgegen: "Das Asylrecht gehört zu den ersten 20 Artikeln des Grundgesetzes und damit zu den unveräußerlichen Grundrechten." Wer dieses Grundrecht in Frage stellt, steht meines Erachtens nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes. Sollte dies Grundrecht de Fakto ausser Kraft gesetzt werden, müsste hier mit Verfassungsklage geantwortet werden.

Hochachtungsvoll
Paul Borgmann

Kommentare (5)Schließen

  1. Autor Erhard Jakob
    am 25. November 2015
    1.

    Paul,
    lesen Sie sich erst einmal das Grundgesetz Art. 16a Abs. 2 durch.
    Dann würden Sie feststellen, dass dieses Grundrecht von der
    Koalitionsregierung >CDU/CSU/SPD< gebrochen wurde,

    Die CSU hat die Absicht den Rechtsbruch zu heilen
    und das Gesetz, welches auf dem Kopf steht
    wieder auf die Füsse, zu stellen.

    Dr. Seehofer: *Wer die Realität nicht sieht, lebt
    gefährlich.* Nicht weniger gefährlich ist,
    wenn Menschen, die nicht lesen
    können, den anderen Rat-
    schläge geben.

  2. Autor Andreas Dau
    am 25. November 2015
    2.

    Auch ich kann nicht nachvollziehen, weshalb die CDU, die sich für ganz Deutschland in der Verantwortung sieht, von ihrer kleinen Schwester (-Partei), die nahezu ausschließlich die bayrischen Anliegen auf unangenehmste Weise in die Schlagzeilen drängt, derart gängeln lässt. Wo die CDU einen Blick auf das vereinte Europa und darüber hinaus hat, scheint die CSU immer nur dem eigenen Kirchturm verhaftet. Wenn CDU und CSU beide im ganzen Land antreten, gewinnt jeder seine Wähler, und sie können ja immer noch koalieren.

    Mit bestem Gruß,

    Andreas Dau

  3. Autor Katja Hirschbeck
    am 25. November 2015
    3.

    ICH WÄRE AUCH DAFÜR DAS DIE CDU NACH
    BAYERN KOMMT. DAS WÜRDE FÜR UNS ALLE
    WAHLEN
    BEDEUTEN.

  4. Autor I. Schramm
    am 26. November 2015
    4.

    Ich mag diese direkte Art. Auch wenn sie Recht haben, dass sie manchmal schon zu sehr von sich überzeugt sind. Aber all das ist mir lieber als das ständige schönreden von Problemen oder die Sozialromantik von manchen Parteien. Bayern wurde von Flüchtlingen regelrecht überrollt. Österreich, das auch damit überfordert war hat die Massen ohne Registrierung, wie alle anderen Staaten zuvor einfach nur weitergeleitet. Andere Staaten wollen von einer gerechten Verteilung auch nichts hören, das kann nicht sein und diese Problematik muss man auch ansprechen dürfen. Die Mehrheit der Deutschen denkt mittlerweile so, nur statt gleich zu handeln wird lieber wieder ewig diskutiert. Natürlich ist es einfacher ein Gutmensch zu sein als Unangenehmes anzusprechen.

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