Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Constanze Dean am 29. Mai 2013
4612 Leser · 1 Kommentar

Außenpolitik

Pastors Gon Shenliang

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
auf der Webside von www.jesus.de finden Sie einen Artikel der Tochter eines in China inhaftierten Pastors. Sein Zustand ist erschreckend....Ich bitte Sie, Ihren Einfluss als Bundeskanzlerin auf China zu nutzen, und sich für die Freilassung dieses MAnnes einzusetzen.
So sehr wir auch wirtschaftliche Erfolge brauchen, so sind die menschlichen Schicksale doch wichtiger.
Wie viele Menschen in meinem Umkreis möchte ich Ihnen versichern, dass wir für Sie beten und ich wünsche Ihnen Weisheit und Zuversicht.
Mit freundlichen Grüßen, Ihre Constanze Dean

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 01. Juli 2013
Angela Merkel

Sehr geehrter Frau Dean,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Bundeskanzlerin Merkel hat immer wieder betont, dass die Menschenrechte unteilbar sind. Deshalb spricht die Kanzlerin gegenüber der chinesischen Regierung regelmäßig die Wahrung der Menschenrechte und Fragen der Rechtstaatlichkeit an. Dabei bringt sie auch Einzelfälle zur Sprache.

Der deutsch-chinesische Menschenrechtsdialog bietet zudem ein geeignetes Forum, solche Fälle aufzugreifen und mit den chinesischen Gesprächspartnern zu erörtern. Die jüngsten Menschenrechtsdialoge fanden im Oktober 2012 in Wiesbaden und im Mai 2013 in Ningxia statt. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, hat im Rahmen der Dialoge auch Fragen der Religionsfreiheit und das Vorgehen gegen Christen und andere Gruppen angesprochen. Er unterstützt den Appell von chinesischen Intellektuellen, dass China endlich den Pakt über bürgerliche und politische Rechte ratifizieren müsse.

Im Menschenrechtsdialog zwischen der EU und China ist auch der Fall von Pastor Gong Shenliang thematisiert worden. Der letzte EU-China-Menschenrechtsdialog fand am 25. Juni 2013, also vor wenigen Tagen, in China statt.

Es liegt im Interesse Deutschlands, dass China sich innenpolitisch weiterentwickelt, rechtstaatliche Strukturen schafft und grundlegende Freiheitsrechte zulässt. Die Bundesregierung tut alles, was ihr möglich ist, um sich mit ihren Vorstellungen bei den Gesprächspartnern Gehör zu verschaffen.

Weitere Informationen zur Menschenrechtspolitik der Bundesregierung: http://www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/62...

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Alexander Guckenheimer
    am 18. Juni 2013
    1.

    Unabhängig von der Situation dieses Mannes: Meinen Sie nicht, dass ein wirtschaftlicher Erfolg auch menschliche Schicksale beeinflusst?

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