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Abstimmungszeit beendet
Autor Kevin Albrecht am 19. März 2012
6000 Leser · 1 Kommentar

Wirtschaft

Pendler in Benzinnot

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

ich schreibe Ihnen, aus Unverständnis über die aktuellen Benzinpreise in Deutschland. Ich bin für mein duales Studium aus Kloster Lehnin, nach München gezogen und kann meine Familie nur noch alle 5 Wochen, aufgrund der stark gestiegenen Benzinpreise sehen. Besonders am Sonntagnachmittag zeigt sich, wie viele Menschen in Deutschland wöchentlich pendeln müssen, um ihren Familien über die Runden zu bringen. Sollte der Benzinpreis weiter steigen, stehen immer mehr vor der Entscheidung, Familie oder Beruf. Auch wirken sich die Benzinpreise auf die Transportkosten aus, was auf den Endpreis umgeschlagen wird. Natürlich benötigt die Bundesregierung die Steuereinnahmen aus den Kraftstoffverkäufen. Wofür werden diese genutzt? Um ein insolventes Griechenland zu retten, oder die Kassen der Banken wieder aufzufüllen? Und das auf Kosten der, ihnen anvertrauten, Bundesbürger? Ist es wirklich notwendig, dass Kraftstoff gleich dreifach versteuert ist? Können Sie, als gesamter Bundestag, nicht etwas dagegen unternehmen und den Menschen helfen? Denn der Wirtschaftsmotor, welcher unser Land vorantreibt sind nicht die Konzernnamen, es sind die Mitarbeiter! In diesem Bereich könnten Sie, Frau Bundeskanzlerin, dem deutschen Volk sehr helfen.
Ihre Antwort auf den Beitrag vom Herrn Dilthey war nicht sehr aussagekräftig. Besonders in Bezug auf ihre Vorstellungen zur Elektromobilität sehe ich starke Probleme. Sind weltweit genügend Ressourcen vorhanden um den Bedarf für Akkumulatoren zu decken? Bricht ein Preiskampf aus, wie beim Öl? 2020 = 1 Million Elektrofahrzeug? Was passiert in den verbleibenden acht Jahren und den Autofahrern? Die Bemühungen vom BMWi: Wann wird ein Beschluss verabschiedet?

Danke

hochachtungsvolle Grüße,
ein besorgter Student

Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Christian Dellmann
    am 17. April 2012
    1.

    Hallo Herr Albrecht,

    zunächst einmal kann ich Ihren Unmut über die hohen Benzinpreise verstehen. Wer würde sich nicht über billigeren Treibstoff freuen?!

    Nun aber mal die Frage: Wäre es nicht ein vollkommen falsches Signal, wenn sich der Staat einschaltete, um die Benzinpreise zu senken? Auf diese Weise sänken die Preise doch wiederum nur für einen überschaubaren Zeitraum, bis die Mineralölkonzerne erneut an der Preisschraube drehen würden. Was wollen wir dann machen? Welche Stellschrauben hätte die Politik dann noch?

    Der Staat kann hier nicht wirklich helfen - und sollte das aus meiner Sicht auch tunlichst lassen. Es kann nicht sein, dass der Staat ( = WIR ALLE!) finanzielle Mittel aufbringen muss, um der Gewinnsucht der Öl-Konzerne zu begegnen. Weder eine Erhöhung der Pendlerpauschale, noch eine Senkung der Mineralölsteuer wären dauerhaft wirkungsvolle Antworten.

    Die Öl-Multis können nur durch eine wirklich nachhaltige und IDEOLOGIE-FREIE Energiewende mit technischem Sachverstand wirkungsvoll getroffen werden!

    Und: Es gibt Alternativen zum Auto. Ich bin selbst eine ganze Zeit per Bahn gependelt - das war um Längen günstiger als per Auto!

    Viele Grüße

    Christian Dellmann

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