Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor malcom X. leary am 19. Juli 2015
4661 Leser · 16 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

persönliches engagement in der flüchtlingsproblematik

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel,

ich wohne in Schleswig-Holstein und möchte die Bewohner meiner Stadt, aber auch alle Menschen in Schleswig-Holstein und Deutschland dazu aufrufen, sich persönlich in der Flüchtlingsproblematik zu engagieren. Ich werde, sobald ich aus dem Sommerurlaub komme, Flüchtlingen kostenlos Deutsch beibringen. Außerdem helfe ich ehrenamtlich bei Behördengängen, Anträgen usw. Manchmal brauchen diese Menschen nur Empathie und eine Umarmung oder ein Lächeln. Ich mache das nicht, um Dank zu ernten, sondern weil es unsere Pflicht als Menschen und Christen sind. Wir würden uns doch auch Hilfe wünschen, wenn wir von Armut, Krieg und Terror bedroht würden und unser Land verlassen müssten.
In einem Interview vom Freitag letzter Woche sagt Prinz Asfa-Wossen Asserate, dass noch Millionen Afrikaner kommen, weil sie vor den Terrorregimen im Heimatland fliehen. Angesichts der Flüchtlingsströme möchte ich aber auch Sie als Politikerin bitten, sich im Eu- Parlament dafür einzusetzen,dass Deutschland und das restliche Europa aus ethischen Gründen keinen Handel treiben sollte mit Diktatoren, die die Menschenrechte mit Füßen treten. Er sagt weiter, Europa dürfe wegen kurzfristiger wirtschaftlicher Vorteile die eigenen Wertmaßstäbe nicht mehr verkeaufen und verraten, wir Europäer hätten schon jetzt ein Glaubwürdigkeitsdefizit.
Sie sind eine bemerkenswerte Frau und eine großartige Kanzlerin, setzen sie sich bitte ein.
Damit die Afrikaner in ihren Ländern bleiben können, dort braucht man gut ausgebildete Menschen. Deutschland darf und sollte Vorbild für andere Länder sein!

Mit freundlichen Grüßen
martina jacobi

Kommentare (16)Schließen

  1. Autor Sylvia Hemstedt
    am 20. Juli 2015
    1.

    Hallo Herr Dischinger,

    männliche Flüchtlinge vom Balken werden in Deutschland so gut wie gar nicht anerkannt. Die Erfolgsaussichten bei einem Asylantrag sind niedriger als 1%. Somit brauchen Sie sich um die 70% der Wirtschaftsasylanten vor denen Sie hier waren ja gar keine Sorgen mehr zu machen.

    Hier zur Info (und das ist SPON... also eher Ihre Linie):

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-un...

    Viele Grüße

  2. Autor Ralf Schumann
    am 21. Juli 2015
    2.

    Warum sollte Deutschland ein Glaubwürdigkeitsdefizit haben? Inwiefern?
    .
    Es ist, glaube ich, weit wichtiger, Flüchtlinge bei zu Hause aufzunehmen. Warum tun Sie das nicht? So helfen Sie ihnen wirklich, die notwendigen Deutschkenntnisse zu erwerben, sich schnell zu integrieren und ihr Trauma zu bewältigen. Umarmungen und Trösten allein reichen nicht aus und Behördengänge haben sie nicht, sofern das Asylverfahren nicht abgeschlossen ist. Wohnungen sind zudem knapp und Wohnheime werden oft als menschenunwürdig bezeichnet. Die größte Hilfe ist daher für diese Menschen eine Wohnung und soziale Nähe. Nehmen Sie jemanden auf, dann werden Sie auch Dank erfahren.

  3. Autor Erhard Jakob
    am 22. Juli 2015
    3.

    Wenn wir in Deutschlan alle armen Menschen (Wirtschaftsflüchtlinge)
    aus Asien, Afrika und dem Rest der Welt aufnehmen, werden
    wir das Problem nicht lösen können. Ganz im Gegenteil.

    Ganz im Gegenteil! Wir müssen uns dafür einsetzen, dass die Menschen
    aus ihrer Heimat nicht flüchten müssen. Egal, ob aus wirtschaftlichen
    oder anderen Gründen.

  4. Autor Sylvia Hemstedt
    am 25. Juli 2015
    4.

    Meine Herren,

    ich bitte Sie inständig, sich genau zu überlegen was Sie hier tun. Es gibt eine gesellschaftliche Herausforderung mit den vielen Flüchtlingen die ihr Leben riskieren um nach Europa zu kommen. Das stellt keiner in Frage.
    Sie suggerieren hier, dass alle Flüchtlinge der Welt auf dem Weg zu uns sind. Davon kann keine Rede sein. Das ist aber auch nur zweitrangig. Ich bitte Sie sich in den Kopf zu rufen was in den 1990er Jahren passiert ist. Die Stimmung im Land war eine recht ähnliche. Der Mehrheitsgesellschaft waren die vielen Flüchtlinge zu viel. Die Politik greift das Thema auf. Es entsteht eine rassistische Grundstimmung. Der Spiegel schreibt: Das Boot ist voll (oder so ähnlich), die CSU ätzt: Wir brauchen keine Wirtschaftsschmarotzer und dann verbrennen in ganz Deutschland Menschen. Getrieben von der Stimmung fühlen sich Nazis berufen das deutsche Volk zu befreien in dem sie zum Beispiel Molotowcocktails in Kinderzimmer werfen. Dabei sterben Kinder. Und wir reden hier nicht von einem Vorfall!
    Ich sage nicht, dass Sie mit den Tätern sympathisieren. Ich sage nicht, dass Sie an solchen Vorfällen eine direkte Schuld haben. Aber mit Ihren Kommentaren und Beiträgen tragen Sie zu einer rassistischen Grundstimmung in Deutschland bei, die solche Vorfälle ermöglicht. Denken Sie über Ihre Verantwortung nach! Und jammern Sie nicht rum, dass Sie von anderen in die rechte Ecke gestellt werden! Tun Sie was dagegen, dass man Sie dort verortet!
    In der Dokumentation (bitte, bitte schauen Sie sich diese Dokumentation an) die Neuen Nazis (2) sagt ein empörter Bürger der an den Protesten in Rostock Lichtenhagen teilnimmt: „Hier ist ganz bestimmt keiner ausländerfeindlich... aber Rumänen, das sind für uns einfach Drecksschweine“. Widersprüchlich oder?

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2084106/Die...

  5. Autor Erhard Jakob
    am 28. Juli 2015
    5.

    *Es ist nun mal das Los der Könige, dass
    sie die Wahrheit nicht hören wollen!*

    Wenn Menschen >Mitmenschen als
    Dreckschweine bezeichnen< dis-
    qualfizeren sie sich doch selbst.

    Wir sollten die Augen weit aufmachen
    und das Problem dort sehen
    wo es wirklich ist.

    Früher waren angeblich die Juden an allem Schuld.
    Heute sind angeblich die Ausländer
    an allem Schuld.

    Tatsächlich waren früher die Juden nicht an allem
    Schuld und tatsächlich sind heute die
    Ausländer nicht an allem Schuld.

    Tatsächlich schuld an dieser Misere sind die reichen
    und mächtigen Menschen, welche in ihrer Gier
    nach Reichtum und Macht nicht genug
    kriegen können.

  6. Autor Sylvia Hemstedt
    am 28. Juli 2015
    6.

    Ach Herr Dischinger,

    einfach zu sagen, dass hier keine rassistische Grundstimmung geschürt wird... halten Sie das für ausreichend? Ich sage Ihnen das es doch so ist! Wieso kennen Sie eigentlich die Wahrheit während der Großteil der Gesellschaft anerkennt, dass das Problem unglaublich komplex und nicht einfach zu lösen ist? Sie machen es sich zu einfach!

  7. Autor Erhard Jakob
    am 28. Juli 2015
    7.

    Sylvia fühlt das Eine und
    Thomas fühlt das Andere!
    Gefühle sind frei!

    Wenn der Verstand und das Gefühl sich streiten,
    gewinnt meistens der Verstand. Aber das
    Gefühl macht trotzdem was es will.

  8. Autor Gabriele Klein
    Kommentar zu Kommentar 6 am 06. August 2015
    8.

    So komplex ist das Problem sicherlich nicht. Warum kein Abkommen mit Arabischen Staaten dahingehend, dass sie Menschen ihres Glaubens aufnehmen während wir die christlichen aufnehmen und ggf. Kleinkinder und alte Menschen von denen keine Gefahr ausgeht? Auch Frauen haben nicht diesen Aggressionspegel......Dieser Personenkreis der tatsächlich schwachen hat ohnehin die höchste Priorität vor jungen Kriegern die jenen Kulturen entstammen die Christen verfolgen und den heiligen Krieg predigen........ Es gibt überall Abkommen nur hier komischer weise nicht...... Wer die Praxis fremden Glaubens im Lande nicht zulässt bzw gar verfolgt hat doch kein Recht dann woanders seine Glaubenshütte zu errichten... Also wenn das kein typischer Fall für ein Abkommen ist, was dann?, Dass es keines gibt und auch keine Bemühung in diese Richtung wirft für mich die Frage nach Schmiergeldern auf um das Errichten der eigenen Glaubenshütte auch ohne Abkommen zu ermöglichen....

  9. Autor Gabriele Klein
    Kommentar zu Kommentar 4 am 06. August 2015
    9.

    Auch von Ihrer Retorik geht Gefahr aus. Die Ethik lehrt Hilfsbereitschaft ja aber nur solange als die eigene Sicherheit nicht gefährdet wird. Wer eine Guillotine unterm Gehrock trägt hat hier nichts verloren und wer sich eine goldene Nase verdient indem er sowas reinlässt indem er alle Augen zudrückt auch nicht....
    Jeder Soziologe weiß, dass das zulassen einer nicht integrierbaren Mehrheit hochgefährlich ist für ein Land, Man wußte das bereits vor über hundert Jahren und bediente sich deshalb eines Quotensystems. .. Warum sind viele die da kommen nicht integrierbar? Weil die Kulturen aus denen diese Menschen stammen jenes internationale Recht das den Schwachen schützt (und das bei Ihren Worten Pate stand) nicht anerkennen,und zwar explizit...... Die Mehrheit derer die fliehen sind Kinder ihrer Väter...es treibt sie nicht die Sehnsucht nach dem internationalen Recht....dessen Augapfel der wirklich Schwache ist. Sonst würden sie diesem Personenkreis Vorrang lassen und nicht dessen Resourcen für sich beanspruchen....In Schweden, so las ich gibt es zahlreiche Kinderflüchtlinge ohne Pass die ganz offenkundig älter als 18 sein dürften und wer hätts gedacht natürlich männlich

  10. Autor Gabriele Klein
    Kommentar zu Kommentar 2 am 07. August 2015
    10.

    Also Glaubwürdigkeitsdefizite für Europa und Deutschland sehe ich zu Hauf.
    1. Ich würde mir wünschen dass man sich erst mal darüber im Klaren wird wo man sich eigentlich positioniert z.B. wertemäßig. (Bereits das kann ich nicht erkennen)
    2. Sollte man eine klare Zielhierarchie haben wohin man eigentlich will. Auch das erkenne ich nicht weder hier noch in Europa.
    Zu 1: Ein Beispiel ist die Haltung vieler gegenüber den USA. Ich gebe zu die USA sind nicht unfehlbar aber dass die Kritik an den USA bzw Israel jene an Nordkorea, dem Iran Syrien und Co. erstickt stimmt schon nachdenklich und lässt nach den Mechanismen einer Hysterie fragen. Zur Recht die Frage: Wollen diese Schreihälse eigentlich tatsächlich das was sie so von sich geben? Ich meine in letzter Konsequenz? Soll die USA von der Bildfläche verschwindet ....... falls ja wie sehen die Alternativen aus? Selbst der eher linke Sozialphilosoph B. Russell meinte dass in Punkto Weltpolizei das kleinste Übel die USA wären.(mit gutem Grund! Was oder Wer den sonst?)
    Das Verhalten vieler Intellektueller hinsichtlich der USA ähnelt einem pubertären Jugendlichen der sich ständig an seinen Eltern reibt und nicht aufhört diese verbal bei jeder Gelegenheit zu verprügeln dabei sich sicher wähnend , dass diese ihn dennoch hinterher lieben und nicht vor die Türe setzen.....In der Politik kann man sich leider nicht so verhalten, tut man es dennoch sollte man sich nicht wundern wenn man tatsächlich eines Tages vor der Türe landet ....... Und hier wäre ich wieder bei Punkt 2: Hand aufs Herz, wollen unsere "Klugen" das tatsächlich...?

  11. Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.