Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor Wolf Hohwald am 22. Juni 2017
2280 Leser · 5 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Räuber in feinen Anzügen

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

es ist der größte Steuerskandal in der Geschichte der Bundesrepublik und das interessiert kaum jemand. Nicht den kleinen Mann auf der Straße, noch unseren Politikern. In den Medien jagt eine bildreiche Katastrophe die andere.

Ich greife das Thema, Cum Cum und Cum Ex, kommentiert von Herrn Fledderman am 09.06.2017, noch einmal auf. Wir Privatanleger bleiben außen vor, denn von der Steuer bekommen wir nichts zurück.

Wie ist es möglich, dass Finanzbeamte, Wirtschaftsprüfer selbst Finanzminister von den Steuerbetrügereien nichts mitbekamen. Jahrelang, Jahrzehnte, es reicht zurück bis zu Per Steinbrück von der SPD, wurde der Staat von Bankern, Anwälten und Gutachtern skrupellos und trickreich hinters Licht geführt. Sind diese Missstände keinem Schäuble, keinem in seinem klugen Ministerium, aufgefallen? Warum hat der Finanzminister keine Staatsanwaltschaft eingeschaltet? Warum dauerte es drei Jahre, bis „Cum-Ex“, unterbunden wurde?

Betrogen haben die West LB. Getrickst hat die vom Steuerzahler gerettete Commerzbank. Selbst Sparkassen prellten den Staat. Die Behörden schauten jahrzehntelang zu, wie die Geldhäuser den Fiskus um Milliarden betrogen.

CDU und SPD sehen darin keinen Skandal. Sie sprechen ihre eigene Leute von aller Schuld frei. Die Regierung, diese Koalition, Sie Frau Merkel, kaschieren das eigene Versagen. Wieder einmal!
Der Gesamtschaden wird unterschiedlich angegeben und reicht von 10 Milliarden bis 30 Milliarden Euro. Wer von den Politikern will das eigene Verschulden schon in Zahlen ausgedrückt sehen?

Es wird endlich Zeit, den Geldbeutel der Politiker ins Visier zu nehmen und nicht nur den der Bürger. Wir nennen das Gerechtigkeit!

Mit freundlichen Grüßen

Wolf Hohwald

Kommentare (5)Schließen

  1. Autor R. Gläßer
    am 23. Juni 2017
    1.

    "Verantwortung" ist offensichtlich ein Wort was in der Politik und im höheren Management immer seltener vorkommt.
    Wenn ein mittelständischer Unternehmer solche Fehler in Verträgen machen würde wie unsere Politiker könnte er zu machen. Ich denke da nur an die Rückzahlung der Brennelemente Steuer, den zugesicherten Gewinnen bei ÖPP, Vermögenssteuer, auch der Abgasskandal und natürlich die Cum Ex Geschäfte mit Wissen der Politik.
    Man sollte ein Gesetz initiieren, bei dem Politiker mit Ihrem Privatvermögen haften.

  2. Autor Wolf Hohwald
    am 25. Juni 2017
    2.

    Link Rainer Fleddermann "Wie der Fiskus Cum-Ex-Insider abblitzen ließ"

    Dass so ein Betrug im korrekten Deutschland, dem Land mit dem erhobenen gauckschen Moralfinger, passieren kann, ist die Steilvorlage für einen Politkrimi.

    Die Bafin, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, hat die Aufgabe, zusammen mit der Deutschen Bundesbank, den Polizeibehörden und der Staatsanwaltschaft unerlaubte Geschäfte zu verfolgen. Wir Bürger würden davon ausgehen, dass die Bafin die Ermittlungsergebnisse den Strafverfolgungsbehörden weiterleiten. Nein, die Bafin enttarnte den Informanten. Die vorhandenen Akten wurden von CDU und SPD als geheim eingestuft. Wieso und warum?

    Unsere gewählten Politiker, selbst die grüne Fledermauspartei, mit ihren Oberklugscheißern, verharmlosten diesen Milliardenbetrug. Diese Unterlagen wären aufschlussreich aber nicht gefährdend. Wir braven naiven Steuerzahler wurden wiederum unzureichend informiert.

    Der Vorsitzende des Cum-Ex-Untersuchungdausschuss, H. U. Ulrich, sprach voller Empörung im Bundestag und bezeichnete die Aktiendeals als Finanzbetrügereien ohne Gleichen. Gier frisst Seele und Anstand. Bei dem Unionspolitiker Christian Hirte wurde der Fiskus in die Irre geführt. Der Linke Richard Pitterle verurteilte diesen Betrug als den größten Steuerskandal der Geschichte. Für den Grünen Gerhard Schick war es nur ein dramatischer Griff in die Kassen. Es ist mir unverständlich, dass dieser Skandal fast lautlos und ohne großen Medienrummel, von der Bevölkerung kaum wahrgenommen, abgehakt werden soll.

    Den größten Steuerraub in der Geschichte der Bundesrepublik durch Banken, Börsenmaklern und Rechtsanwälten zeigt, dass in diesem Staat die Räuber in Nadelstreifanzügen durch SPD, CDU und CSU, gerade jetzt im Wahljahr 2017, nichts zu befürchten haben. Für sie ist es ein Fall von Steuerhinterziehung, von Geschäften, die schon immer rechtswidrig waren. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Unsere gewählten Volksvertreter stellen sich schützend vor Diebe, die 25 Jahre Steuergelder raubten. Kann diese politische Elite mit Schäuble, Merkel, Schulz und Gabriel noch Verantwortung tragen, einen Staat zu lenken und zu repräsentieren? Sie wollen Europa retten, gerade sie?

  3. Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.