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Abstimmungszeit beendet
Autor Thomas Krug am 23. Juni 2011
7591 Leser · 1 Kommentar

Arbeitsmarkt

Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente ohne wissenschaftliche Evaluierung?!

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

warum lassen Sie zu, dass die Öffentlichkeit von der Bundesministerin für Arbeit und Soziales und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung darüber getäuscht wird, es gäbe eine "umfangreiche wissenschaftliche Evaluierung" der arbeitsmarktpolitischen Instrumente?

Im Koalitionsvertrag von 2009 haben Sie einen "Prüfstand" für die Instrumente vereinbart. Was jetzt aber vorgelegt wird, sind alte Kamellen und Fälschungen.

Warum antworten Sie eigentlich nicht dem Arbeitskreis Leipziger Personalvermittler e.V. auf seine Gegendarstellung vom 06.06.2011? http://www.aklpv.de/iab_gegendarstellung.pdf

Meinen Sie, dass die Ministerin v.d.Leyen fachlich und charakterlich für den Posten als BMAS geeignet ist? Nach der Gegendarstellung hat sie den Bundestag offen belogen. In der Kabinettssitzung am 25.05.2011 wurden auch Sie Frau Bundeskanzlerin anläßlich der Verabschiedung des Entwurfes des "Gesetzes zur Verbesserung der Eingliederungsschancen am Arbeitsmarkt" offensichtlich von der Ministerin darüber getäuscht, es gäbe diesen aktuellen Prüfstand. Wir gehen nicht davon aus, dass dies Ihre Initiative war oder Sie gar von dem mangelnden Forschungsstand wußten, Frau Bundeskanzlerin.

Die Bundestagsfraktion der Linken hat den Forschungsstand übrigens ebenfalls gerügt: http://www.linksfraktion.de/pressemitteilungen/reform-arb...

Frau Bundeskanzlerin, können Sie mit einer Ministerin guten Gewissens und voller Hoffnung auf sachgerechte Ergebnisse vertrauensvoll arbeiten, die so offen und dreist Sie, den Bundestag und die Öffentlichkeit täuscht?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Krug
Vorsitzender des Arbeitskreises Leipziger Personalvermittler e.V.

Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Christian Stein
    am 01. Juli 2011
    1.

    Ich frage mich ohnehin seit langem, wie es sein kann (bzw. viel mehr DARF), dass Minister mal eben von einem Amt ins nächste springen können, ohne die fachliche Kompetenz dafür mit zu bringen. Hans Eichel (zum Beispiel) hat Germanistik und Geschichte aud LEHRAMT studiert. Dementsprechend war er als Finanzminister fachlich ja sehr gut geeignet (Achtung: Ironie).........
    Ich behaupte die allermeisten von "denen da oben" haben von Tuten und Blasen in ihrem Ressort nicht den Hauch einer Ahnung!!

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