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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor Alois Jehle am 15. September 2017
1320 Leser · 3 Kommentare

Soziales

Rentnerarmut

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
in Ihrem gestrigen Fernsehaufritt (ZDF, Klartext-Frau Merkel) hat eine Rentnerin, "nach 40 Jahren harter Arbeit" eine Rente von 650 € beklagt. Warum haben Sie diese Frau nicht nach ihrer Arbeits-/Lebensbiografie gefragt ? So etwas daf man doch nicht als repräsentatives Beispiel für das Rentenniveau stehen lassen. Es gibt zum Glück viele Rentner, "die nicht zuhause bleiben müssen". Sie verreisen, sie können sich Kaffee und Kuchen und, und....Der Frau mußten Sie sagen, dass es bei guter Beitragszahlung ("aufgrund harter Arbeit nach 40 Jahren") auch eine relativ gute Rente gibt. Sooo war das Wasser auf die Mühlen viel unqualifiziertem Gerede in der Bevölkerung, und das schadet Ihnen, Frau Bundeskanzlerin.
So 'nem Blödsinn muss man, ohne frech oder unhöflich zu werden, mit deutlichen Worten entgegentreten, damit eben nicht ein so total schiefes Bild stehen bleibt !!
Ich bin wahrlich kein Freund von Martin Schulz, aber vermutlich hätte er sich dieser Rentnerin gegenüber besser "aus der Atmosphäre" gezogen.
Nochmals konkrete Frage: Warum haben Sie diese viel zu allgemein, und unqualifiziert formulierte Frage, nur mit einem Bedauern beantwortet ?
Frdl. Grüße Alois Jehle

Kommentare (3)Schließen

  1. Autor Erhard Jakob
    am 15. September 2017
    1.

    Ja,
    warum wurde die Frau nicht nach ihrer Biografie gefragt?
    Sie hat ein Leben lang gearbeitet und muss jetzt
    mit 650 Euro Rente auskommen.

    Das ist sehr beschämend! Nicht für die
    Betroffene sondern für den Staat!

    Wir wissen nicht, ob sie im Rahmen des Beitritts der DDR
    zur BRD ihre Arbeit verloren hat und einige Jahre
    als Ein-Euro-Joberin arbeiten mußte?
    Wir wissen so vieles nicht?

    Wir wissen nur, dass sie nicht zwei Häuser besitzt und aufgrund
    der Miete plus der Rente ein gutes Ein- und Auskommen hat!

  2. Autor Petra Lippmann
    am 17. September 2017
    2.

    Die Frau hat Recht. Unser Rentensystem ist veraltet. Zu Bismarcks Zeiten wurden die Rentner nicht so alt wie heute. Unsere Nachbarländer bekommen das viel besser hin, wo ALLE in einen Rententopf einzahlen, auch Beamte und Selbstständige. Die Österreicher bekommen im Schnitt 700-800€ mehr Rente als wir. Wir sollten uns so etwas nicht bieten lassen, zumal unsere Minirenten auch noch besteuert werden, also doppelt versteuertes Geld. Selbst vorsorgen geht bei der Null Zins Politik auch schlecht.

  3. Autor Erhard Jakob
    am 21. September 2017
    3.

    Petra,
    welche Frau hat Recht?

    Alois, schreibt zumindest, dass Sie selbst schuld
    sind, wenn Sie so eine kleine Rente kriegen.

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