Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Andreas J. am 17. März 2015
4248 Leser · 5 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Reperationszahlungen an Griechenland

Wie ich in den Nachrichten heute hörte, sind nun auch einige Politiker der Meinung, das Deutschland an Griechenland eine art Repertationszahlungen leisten sollte.
Dies ist für mich mehr als unverständlich, da spätestens mit dem 4+2 Vertrag, alle ansprüche abgegolten sein sollten.
Wie können diese Politiker nun entgehend bestehender Verträge auf eine sogenannte Entschädigungszahlung bestehen.
Es ist an der Zeit, das man hier dem deutschen Volk gegenüber eine klare Aussage treffen sollte und die m.E. nur ein klares NEIN zu diesen schwindelerhöhenden sogenannten Ansprüchen Griechenland haben sollte.
Wir als deutsche Steuerzahler haben in den vergangenen Jahren genügend Geld and Staaten zurückgezahlt und nach 60 Jahren Kriegsende sollten diese Themen endgültig abgeklärt sein.
Für eine umfassende und definitive Antwort und Aussage ihrer Seits zu diesem Thema würde ich mich sehr freuen.
Wie wollen sie dem deutschen Steuerzahler hierauf antworten?
Dabei sollte nicht verschwiegen werden, das Deutschland in der europäischen Union den höhsten finanziellen Beitrag in allen Bereichen bestreitet.
Vielen Dank, das Sie sich die Zeit zum lesen dieser Nachricht genommen haben.
Hochachtungsvoll
A. Jänisch

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 10. April 2015
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Jänisch ,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Der Umgang mit der eigenen Vergangenheit war nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine Herausforderung, der sich ganz Deutschland zu stellen hatte. Die Bundesregierung war sich dessen stets bewusst und hat alle Anstrengungen unternommen, um das wegen der Gräueltaten der Naziherrschaft verloren gegangene Vertrauen zurückzugewinnen. Diese Aufgabe bleibt bestehen und die Bundesregierung ist sich ihrer Verantwortung bewusst.

In der Frage der Reparationsforderungen vertritt die Bundesregierung indessen klar den Standpunkt, dass nach Abschluss des Zwei-plus-Vier-Vertrags vom September 1990 und der Unterzeichnung der „Charta von Paris“ vom November 1990 alle Forderungen rechtlich und politisch abschließend geregelt sind.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (5)Schließen

  1. Autor Erhard Jakob
    am 31. März 2015
    1.

    Andreas,
    einerseits stimme ich Ihnen zu.
    .
    Andererseits besteht der deutsche, griechische
    bzw. globale Kapitalismus auf Wachstum.
    .
    Änlich einem Schneeballsystem.
    .
    Jeder weiß, dass dieses System
    einmal zusammen brechen wird.
    .
    Eine Kette (System) ist immer
    so stark, wie sein schwäch-
    stes Glied.

  2. Autor Erhard Jakob
    am 31. März 2015
    2.

    Wir allen wissen, dass gegenwärtig
    Griechenland das schwächste Glied
    ist. Das weiß auch die BKin und
    alle anderen Mitglieder des
    Bundestages.
    .
    Deshalb haben auch die einen für
    und die anderen gegen die
    Griechenlang-Kredite
    gestimmt.

  3. Autor Erhard Jakob
    am 31. März 2015
    3.

    Einem >toten Gaul< wird man noch soviel
    Blut in den Körper pumpen können.
    Er wird nicht mehr zum Leben
    erwachen und ziehen
    können.

  4. Autor Erhard Jakob
    am 04. April 2015
    4.

    Griechenland ist ein welkes Blatt am Baum.
    Es bringt nichts das Blatt grün anzumalen
    und so zu tun als wenn das Blatt
    wieder gesund ist.
    .
    Es geht wohl eher darum, dass der gesamte
    Baum alt und am Absterben ist. So ge-
    sehen wird auch ein Wurzelbehand-
    lung nicht bringe. Es ist das
    beste man läßt den Baum
    sterben und pflanzt
    einen neuen.

  5. Autor Chris Stamitz
    am 05. April 2015
    5.

    Es heisst "Reparation". Man sieht, es lohnt sich Latein zu lernen. ;)

    Der Grund warum Griechen jetzt das Thema hervorkramen ist der strukturelle Antisemitismus der griechischen Populisten, der sich gegen den Gläubigerstaat Deutschland richtet.

    Die Sache mit Griechenland ist besonders peinlich, da der griechische Krieg nicht mit dem Ende des 2. Weltkriegs vorbei war, und die Westallierten dort gleich im Anschluss die Kommunisten niederkämpften. Der Krieg war ein Krieg von Italien gegen Griechenland. Auch die griechische "deutsche Besatzung" wurde von Griechen ausgeübt. Fordert Deutschland Entschädigung für Partisanenkrieg?

  6. Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.