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Abstimmungszeit beendet
Autor Konrad Borkowitz am 15. Oktober 2013
4820 Leser · 7 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Retten Sie Deutschland, wir haben nur ein Vaterland

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
in den Verhandlungen in Berlin geht es um Steuererhöhungen. Das Geld fehlt an allen Ecken und Kanten.
Seit Jahrzehnten sehe ich, dass es das deutsche Volk wütend macht, dass einerseits Steuern immer weiter erhöht werden. Andererseits gehen jährlich Hunderte Milliarden ins Ausland. An die EU alleine 30 Milliarden.
Diese Situation erinnert mich an die Zeit vor 1933, nur, dass diesmal die deutschen Politiker das Geld freiwillig ins Ausland transferieren. Geld, das unseren Kindern und den wirklich Hilfebedürftigen fehlt.
Stoppen Sie sofort alle freiwilligen Auslandszahlungen, auch die an die EU. Sonst wird sich 1933 bald wiederholen. Denn das deutsche Volk ist alles andere als blöd.
Helfen Sie Deutschland zu retten.
Ich schreibe diese Mail aus Liebe zu meinem Volk und meinem Vaterland.
Gruß
Konrad Borkowitz

Kommentare (7)Schließen

  1. Autor Frank Ittermann
    am 17. Oktober 2013
    1.

    Schön guten Tag,

    hier meldet sich einer aus dem deutschen Volke, ach vergesst diesen nationalen Quatsch. Hier meldet sich ein Mensch.

    "Sonst wird sich 1933 bald wiederholen. Denn das deutsche Volk ist alles andere als blöd". Diesen Satz hätte ich nicht besser formulieren können er beinhaltet doch den grundsätzlichen Widerspruch wenn das deutsche Volk so intelligent wäre wie es hier dargestellt wird dann hätte es 1933 nicht gegeben. Wobei natürlich ein gewisser Zeitgeist herrschte. Vielleicht ist es allgemeiner formuliert verständlicher wenn der Mensch intelligenter wäre dann hätte es die Zeit des National Sozialistischen Europas nicht gegeben.

    Dieser Satz beinhaltet aber desweiteren eine gewisse Wahrheit wenn sich in der aktuellen Situation und das europaweit beziehungsweise weltweit nicht dramatisch was ändert dann könnte sich 1933 in der Tat wiederholen. Denn das so gerühmte deutsche Volk (auch andere Völker von Europa) werden systematisch durch eine Verteilungspolitik in die einfachen National Sozialistischen Ideologien geradezu getrieben. Wobei diese Verteilungspolitik nicht national zu betrachten ist sondern so einfach wie eh und jeh die Reichen in Europa werden reicher und die Armen immer ärmer.

  2. Autor Frank Ittermann
    am 17. Oktober 2013
    2.

    Wenn nicht bald eine Hinwendung von Seiten der Politik zu den Menschen anstatt weg von Ihnen statt findet dann um es mit den Worten von Adorno zu sagen es ist systemimanent das der Kapitalismus zum Nationalismus führen muss. Menschen die sich einer immer größer werdenden Allmacht (Finanzwelt, Leiharbeit, Leistungsgesellschaft) gegen übersehen kann nicht vorgeworfen werden das sie sich nach einfachen Ideologien sehnen und anfällig dafür sind. Das aktuelle Europa entfremdet die Menschen welches in Ihm leben immer mehr von einander und ebenfalls noch mehr zu den Menschen welche außerhalb leben. Da gibt es leider gewisse Parallelen zur Weimarerzeit, die Idee von Europa ist definitiv erstrebbenswert aber nicht das Europa zu dem es sich gerade entwickelt. Es wäre auch nicht das erstemal in der Geschichte der Menschheit das eine Gute Idee sich komplett ins schlechte verkehrt.

    Deshalb sollte die aktuelle Politik von Europa mal kurz inne halten und sich überlegen was Europa eigentlich ist. Es ist nicht nur eine Freihandelszone, Finanzplatz, Währungsunion es ist ein Zusammenschluß von Menschen und nicht von Ihren Regierungen. Währungsunion, Freihandelszonen sind alles nur Werkzeug auf dem Weg zu einem Europa der Menschen aber aktuell ist es ein Europa der Konzerne (vor allem aktuell der Finanzkonzerne), Bürokraten, Lobbyisten und kein Europa für die Menschen. Es entbehrt auch nicht einer gewissen Ironie dass das Europa welches nationalistische Tendenzen ja beseitigen sollte aktuell diese um so mehr schürt. Also beenden sie diesen falsch eingeschlagenen Weg und hören sie wieder auf die Menschen. Eine Politik welche anfängt mit Notstandsverordnungen (Rettungspakete, ESM, .....) an den Menschen vorbei oder über sie hinweg entscheidet führt unweigerlich in die Katastrophe. Der Weg in einen Unrechtstaat ist nicht gepflastert mit mehr Demokratie sondern mit eben demokratischen Beschränkungen. Eine Europa für die Menschen und nicht gegen Sie.

  3. Autor Frank Ittermann
    am 17. Oktober 2013
    3.

    Jeden den es interessiert die aktuellen Ereignisse sind nicht neu ich erinnere an den schwarzen Freitag (Börsencrash in den USA 1929) und die in jedem Geschichtsbuch nachlesbare Folgen bis 1945. Bitte lasst uns die Geschichte nicht noch einmal wiederholen. Lieber Geldverbrennung statt Bücherverbrennung. Die Menschen können auch ohne Hedgefonds, Investmentbänker, Finanzwahnsinn gut leben aber kann ein Investmentbanker ohne uns leben? Kehrt ab von diesem Weg.

    hoffentlich noch auf ein besseres morgen

  4. Autor Helmut Krüger
    am 27. Oktober 2013
    4.

    "Deshalb sollte die aktuelle Politik von Europa mal kurz inne halten und sich überlegen was Europa eigentlich ist. Es ist nicht nur eine Freihandelszone, Finanzplatz, Währungsunion es ist ein Zusammenschluß von Menschen und nicht von Ihren Regierungen. Währungsunion, Freihandelszonen sind alles nur Werkzeug auf dem Weg zu einem Europa der Menschen aber aktuell ist es ein Europa der Konzerne (vor allem aktuell der Finanzkonzerne), Bürokraten, Lobbyisten und kein Europa für die Menschen. Es entbehrt auch nicht einer gewissen Ironie dass das Europa welches nationalistische Tendenzen ja beseitigen sollte aktuell diese um so mehr schürt."

    Erlauben Sie und auch die Moderation dieses Zitat von Ihnen, es ist nahezu alles drin, was ich selber in Bezug auf Europa auch für wichtig empfinde.

    In den letzten Jahrhunderten gab es keine grandiosere Idee bezüglich dieses Kontinents, nach den nationalistischen Hasstiraden und Abschnürungen, nach den zahllosen Grenzkonflikten wegen roter Linien auf irgendwelchen Landkarten. Die Idee der Europäischen Union ist letztlich aus Schutt und Asche des 2. Weltkrieges geboren worden. Und keine derartige Idee ist bislang so jämmerlich verkauft worden.

    Verkauft, im wahrsten Wortsinne.

    Anstelle eines Demokratiegewinns, ein Verlust an Demokratie durch Verlagerung der Entscheidung hinein in Gremien der Gewählten der Gewählten der Gewählten, denn jede Delegation beruht auf Absprache und Kalkül, keineswegs aber auf abgesicherter demokratischer Legitimation.

    Für ein demokratisches, subsidäres Europa! Für eines, in dem Menschen an den bisherigen Grenzen vor Freude über die neuen Brücken tanzen. Sei es zwischen Kehl und Straßburg oder zwischen Görlitz und Zgorzlelec!

  5. Autor Christian Adrion
    Kommentar zu Kommentar 1 am 29. Oktober 2013
    5.

    Sehr geehrter Herr Ittermann,
    ich bin im Jahr 1951 geboren. Aufgewachsen in der DDR. Ich habe die Kriegsschuld Deutschlands 40 Jahre abgezahlt. JETZT IST SCHLUSS!!!
    Wenn ich mich da mal so umschaue in Europa was andere gezahlt haben, z.B. die Sowjetunion, die ja bekanntlich auch in Polen einmarschierte, nachdem sie Estland, Lettland, Litauen und Teile Finnlands okkupiert hatte. Ist Ihnen da etwas von Zahlungen bekannt???
    Es ist jetzt Schluss! Ich und meine Kinder zahlen nichts mehr für andere. Ich glaube Ihnen das Märchen von der Erbschuld einfach nicht.
    Was zahlte die Türkei bis heute an die Kurden oder Armenier??? NICHTS!!! Und sie ist trotzdem Aufnahmekandidat für Europa.
    Wenn Sie so zahlungswütig sind, dann richten Sie sich ein Konto ein und zahlen Sie was sie wollen. Ich nicht mehr!!!

    PS. Dass die Nazis je an die Macht kamen, war wohl in erster Linie Schuld der Kapitals und nicht des Volkes.
    Genau diese Kapital hat uns jetzt in die größte Krise seit dem 2. Weltkrieg gerissen. Wenn Sie wollen zahlen sie fürs Kapital? ICH NICHT!!!

    Mit freundlichem Gruß
    Christian Adrion

  6. Autor Helmut Krüger
    am 31. Oktober 2013
    6.

    Es steht zwar geschrieben "Dem deutschen Volke", das aber war immer nur eine bloße Aufaddition innerhalb mehr oder minder künstlichen Grenzen und eines ungefähren, nicht aber hemetisch abtrennbaren Kulturraums.

    Die Berufung auf DAS VOLK, was es in seiner Gesamtheit will und was es nicht will, hat daher immer etwas Schillerndes. Festmachen lässt es sich allenfalls in kurzen Perioden (bspw. der Veränderung 1989, als Menschen in ihrer Mehrheit es satt hatten, sich von den Herren der Geschichte auf der Nase rumtanzen zu lassen), ansonsten kann m. E. von jeglicher Berufung nur abgeraten werden.

    Nicht "Vom Ich zum Wir" oder "Das Wir entscheidet", vielmehr "Vom isolierten Ich zum Ich im Wir", d. h. einem selbstbewussten Ich, das von dieser Warte der Eigenheit die Gemeinschaft sucht. Dann ist das so bezeichnete Vaterland auch nicht eines mit einem Zaun oder einer Festungsmauer umstanden, sondern kann offen mit allen umgehen und insofern beispielgebend sein.

    Herzliche Grüße!

  7. Autor Erhard Jakob
    am 06. November 2013
    7.

    Konrad,
    .
    das kapitalistische Finanzsystem in sich ist so verwoben,
    dass der Zusammenbruch des Euros gleichzeitig den
    Zusammenbruch des Dollars >und umgekehrt<
    nach sich zieht.
    .
    Da kann die Bundeskanzlerin Deutschlands
    allein auch nichts machen!
    .
    Auch die *AfD* kann nur als Ziel
    den 30. Januar 2033 haben.
    Enden wird die Sache
    am 8. Mai 2045.
    .
    Nochmals:
    Das ist ein globales Problem
    - kein deutsches.

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