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Abstimmungszeit beendet
Autor Werner Buhne am 25. April 2016
2906 Leser · 5 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Riester-Renten-Fehler endlich beheben!!!

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
es ist sonnenklar: das 'Riester-Renten-System' ist miserabel.

Ohne Zweifel - so auch meine Überzeugung - ist 'kapitalgedeckte' Rente ein richtiger, notwendiger Schritt: Das klassische Rentensystem basiert auf dem Prinzip, dass die jeweils noch arbeitende Generation die Generation ihrer ruhestaendigen Eltern vollständig finanziert. Wenn aber eine Generation sich den Aufwand zum Aufbau einer hinreichenden Nachfolge-Generation aus Bequemlichkeit einfach spart, dann muss sie diese unterlassene Vorsorgemaßnahme eben durch andere Aufwendungen kompensieren. Die einzige Alternative zu solchem 'Humankapital' ist reales Produktionskapital, welches allerdings weitgehend nur durch Finanzinvestitionen wie Aktien zu erwerben ist.

Aber warum bringt denn dieser Schritt zur 'kapitalgedeckten Rente' mittels der "Riester-Rente" solch katastrophal ernüchternden Ergebnisse?? -- Während gleichzeitig die Reichen und Superreichen mit Hilfe ihrer Finanzanlagen immer stärker wachsen!!! --

Hier zeigt sich der unglaubliche Fehler dieses Riester-Systems. Die Kapitalmärkte verteilen die Erträge der gesamten Volkswirtschaft leider nicht 'gerecht' gleichmäßig an alle. Sondern - das istfür diese Märkte ja geradezu charakteristisch - sie machen einige superreich, andere dafür arm.Denn man bedarf bester Experten - falls man nicht selber besonderes Geschick plus Glück besitzt. Spitzenklasse-Beratung aber ist sehr teuer. Und daher kann sie nur finanziert werden, wenn es sich um sehr große Vermögensanlagebeträge handelt!! Für individuelle Riester-Mini-Anlagebetraege kann ich nur "Berater" bekommen, die in Wahrheit Verkäufer sind - also schlechte - und dazu noch ihr 'Honorar' vom Mini-Anlagebetrag letztlich noch abzwicken müssen.

Stimmen Sie zu, einige staatliche Groß-Anlageprogramme aufzulegen, um sie als bessere Alternative anzubieten? - Geht alles mit Minimalkosten. - Solide, ambitionsloser - ohne überteure 'Finanzprofies'.

Kommentare (5)Schließen

  1. Autor Werner Buhne
    am 27. April 2016
    1.

    Na gut, Herr Gruber -- dann "plapper" ich also "nach", was sozusagen sämtliche 'Spatzen von den Dächern pfeifen'. Mit großem Interesse lese ich deshalb den Beitrag eines Herrn Gruber, der es da wohl besser zu wissen scheint. - Doch leider: Hier wird überhaupt auch gar nichts belegt. Ich gewinne stattdessen den Eindruck, Sie werden da wohl zu denen gehören, die Sie selber als "fachkundigen Berater" bezeichnen, ich aber als "Verkäufer", welche ihr Honorar von den Anlagebetraegen " abzwacken müssen". Interessant da Ihr Hinweis, dass andere Privatversicherungsvertraege die selben hohen 'Kosten'-Belastungen zu tragen haben - einmal ja ganz abgesehen von den versteckten Ertragsveringerungen, z.B. durch die wirklich unverschämte Verwendung willkürlich überhöhter Sterbetafen. dann gilt für diese dann wohl das selbe, was ich ja dargestellt habe:

    Es ist einfach eine Frage realökonomischer Logik: Mini-Anlagebetraege können wegen der hohen festen 'Stück'-Kosten und dazu noch einer ungezügelten Gewinn-Gier der Privatanbieter - welcher 'der kleine Mann' auch nichts entgegenzusetzen vermag - nicht ertragreich angelegt werden. (Bleiben nur die staatlichen Zuschüsse.) Deshalb mein Vorschlag mit Staats kontrollierten Groß-Investitionsprojekten hier einzugreifen und diese auf einfache (nahezu kostenlose) Weise anzubieten, anstelle individueller Angebote mit komplizierten Instrumenten und Modalitäten durch die Privat-Geschäftemacher. Wie bereits gesagt: Das ist nur eine Frage wirtschaftlicher Logik --- vollkommen egal was da vor-"geplappert" wurde.

  2. Autor Werner Buhne
    am 03. Mai 2016
    2.

    Ich weiß nicht, ob mich das ehrt, dass Sie mir so viel Wissen unterstellen. In der Tat könnte ich aber wohl eher der einzige in diesem Forum sein, der sich in diesen 15 Jahren noch niemals (!) mit Riester beschäftigt hatte. Und meine gesamte "Recherche" erschöpft sich im Lesen des einschlägigen Wikipedia-Artikels - und dieses auch noch erst nach (!) dem Absenden des obigen 'Briefes'. Dennoch aber ist nichts, was ich da dargestellt habe auch nur im Geringsten falsch. Irgend wie verstehen Sie wohl meinen Text nicht so richtig, sonst hätten Sie mich auch wohl nicht als BwL-Studenten einzustufen versucht, sondern eher bei der VwL gesucht.

    Zu Ihren Nachfragen\Einwaenden:
    1. Den Kern Ihrer "Belege" bilden doch eher nur Behauptungen. Um "Belege" zu bewerten brauchte ich schon die Gesamtheit der Ein- und Auszahlungen und dazu die seriösen amtlichen Sterbewahrscheinlichkeiten, um relevante Beurteilungskriterien zu berechnen. Und 1200 Riester-Produkte (wenn ich das mal aus Radio oder TV "nachplappern" darf) durchmutiert über alle möglichen Altersstufen, Familiensituationen und Einkommensstufen dürften zehntausende von Einzelmöglichkeiten ergeben. Was können Sie mit zwei Einzelbeispielen da wohl belegen?!

    Und dann: Bei dem von Ihnen ins Spiel gebrachtem Beispiel mit 5€ Eigenbeitrag im Monat muss ja offensichtlich alles von den 'Kosten' weggefressen werden. Nur vom extrem hohen staatlichen Zuschuss bleibt noch einiges übrig; da die Anlage aber auch noch "sicher" sein soll, muss das Geld wohl in Bundesanleihen angelegt werden - was aber im Endeffekt nichts anderes bedeutet als: Der Staat leiht sich den Rest seiner eigenen Zuschüsse wieder zurück, und an diesem Geschäft verdienen die Versicherer wiederum zusätzlich. Die Konsequenz ist also: Würde der Staat das ganze Geld stattdessen einbehalten und dafür die am Ende auszuzahlenden Kleinrenten dann direkt damit bezuschussen, stände dafür schließlich sehr viel mehr Geld zur Verfügung.
    (Sicherheitsabschluss --- Fortsetzung)

  3. Autor Werner Buhne
    am 03. Mai 2016
    3.

    (Fortsetzung:) 2. Sie müssen da etwas schlecht im Bilde sein, wenn Sie glauben, ich müsste für die Behandlung von Sterbetafeln erst etwas recherchieren. Aber danke für den Hinweis, dass die 'Rückgabe'-Quote 90% beträgt. (wusste ich (natürlich) nicht - dachte, wäre mehr.) Aber betrachten wir dann einmal Fälle, bei denen die willkürliche Überhöhung 10 Jahre beträgt. (Soll es laut Experten geben - "plapper" ich einfach mal wieder nach.) Dann bedeutet dies, dass ein ganzes Jahr der Auszahlungen Ihres eigenen Geldes, das Ihnen zusteht, die Versicherung einstecken wird. - Wieso eigentlich??

    Und mit dem 'Rückgeben' das - das kann ja auch nicht so wirklich gut funktionieren. Denn Sterbewahrscheinlichkeiten kann man erst korrigieren, wenn schon eine ganze Menge Leute verstorben sind. Auch hier wieder zusätzliche Gewinne.Für den Staat hingegen wäre das überhaupt kein Problem: Er kann knapp kalkulieren, und sollten dann tatsächlich mal kleine Defizite entstehen - zu Gunsten (!) der aermsten Rentner ... .

    3. Das Problem der Risikoaversion ist ein schwieriges. Wieso immer noch Menschen glauben, es gäbe Risikofreiheit -- nach der Subprime-Finanzkrise!!?? "Risikolosigkeit" ist eine Illusion, b.z.w. eine Bankenlüge. Und: "Risikolosigkeit" suchen unserer Kapitalmarktexperten letztlich auch nur bei einem stabilen Staat (vergl. oben). Banken und Versicherungen werden dazu in letzter Konsequenz auch nur durch den Staat geschützt. ---- Im Übrigen führt Ihr Vergleich mit Aktien und Investmentfonds doch zu nichts. Davon rede ich ja überhaupt nicht.

    SCHLIESSLICH: Über Ihre Eintaxierung: "mit einem linken Einschlag" kann ich mich nur freuen, denn ich bemühe mich stets überparteiisch zu sein. Aber vielleicht meinten Sie auch nicht wirklich "links" sondern eher: sozial - das ist in jedem Fall positiv.

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