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Abstimmungszeit beendet
Autor T. Kerwitz am 01. März 2015
4343 Leser · 7 Kommentare

Außenpolitik

Russlandpolitik

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin. Mit großer Sorge sehe ich die Entwicklung in den Verbindungen zu Russland. Ich kann die Sanktionen nur ablehnen, denn sie richten sich konsequent gegen die russische Bevölkerung. In meinen Kontakten sehe ich, dass sie dadurch von hohen Preisen, wachsender Arbeitslosigkeit und Mangel betroffen sind. Und ich sehe auch, dass sie dadurch nicht kritischer ggü. Putins Politik auftritt, sonder breitflächig DEN WESTEN als schuldig sieht. Das kann nicht gut und richtig sein. Als "Westbürger" fühle ich mich dabei auch zu unrecht schuldig. Abgesehen davon schaden die Sanktionen auch der inländischen Wirtschaft.
Ich selbst spreche mich gegen die Sanktionen und für mehr Zusammenarbeit mit Russland aus.

Kommentare (7)Schließen

  1. Autor Wolfgang Mücke
    am 11. März 2015
    1.

    Dass die russische Bevölkerung den Westen als den Schuldigen ansieht, kommt durch die Propaganda. Leute, die in Russland etwas anders veröffentlichen, müssen damit rechnen, umgebracht zu werden.
    Ich hätte noch schnellere und härtere Sanktionen bevorzugt:
    ALLE Konten von Russen im Westen werden eingefroren.
    Reisen in den Westen gibt es nur noch für offizielle Diplomatenbesuche und nur für diesen Zeitraum.
    Andere Visa gibt es nicht mehr.
    Keine Urlaube mehr für Oligarchen in Kitzbühel, St. Moritz, Monaco, St. Tropez oder Miami.
    Kein Shopping in London, Paris, Mailand oder New York.
    Die Touristen- und Einkaufsorte hätten gelitten, aber die Oligarchen wären Putin aufs Haupt gestiegen. Wahrscheinlich wäre die Krise schon vorbei.

  2. Autor Thomas Kerwitz Kerwitz
    am 11. März 2015
    2.

    Ach und die machen das genau so und dann wird die Sache besser?
    Man sollte eher mit einander reden als über einander. Vor allem sollte man deutlich mehr Kraft darin investieren, die Situation zu stabilisieren und sich nicht auf Geheiß der USA zum Handlanger machen lassen.

  3. Autor Andrea Dimitrov
    am 18. März 2015
    3.

    Die Hetzpropaganda hierzulande ist noch viel übler als die russische, weil sogar unterstellt wird, dass Russland Moldawien und das Baltikum einnehmen will, was überhaupt nicht im Interesse Putins ist! Warum lassen sich die Deutschen bloß so furchtbar manipulieren, dabei pfeifen doch schon die Spatzen es von den Dächern: "Lügenpresse, Lügenpresse!" Aber genau so spielte es sich vor dem ersten und zweiten Weltkrieg ab. Selbst B. Brecht betrieb Kriegspropaganda, was er später jedoch zugab.
    Und Fakt ist: wir führen einen Informationskrieg gegen Russland, den wir damit begannen, dass wir Russland zu Unrecht der Völkerrechtswidrigkeit bzgl. der Krim beschuldigten. Der Anschluss der Autonomen Republik Krim verstößt lediglich gegen die ukrainische Verfassung, der sich die Krim 1994 mit dem Budapester Memorandum unterwerfen musste.
    Des Weiteren führen wir wegen der Sanktionen mit Russland einen Wirtschaftskrieg. Und mittlerweile stehen Nato-Truppen im Baltikum, obwohl noch unter Kohl ausgehandelt wurde, in den Grenzzonen zu Russland nicht zu intervenieren! Das alles dient und diente der Vorbereitung eines Angriffskrieges, der gegen unser Grundgesetz nach Artikel 26 verstößt. Die derzeitige deutsche Außenpolitik bedarf der Anklage!

  4. Autor Chris Stamitz
    am 18. März 2015
    4.

    Ein Bruch von Regeln darf nicht ohne Sanktionen bleiben.

  5. Autor Sylvia Hemstedt
    am 18. März 2015
    5.

    Frau Dimitrov,

    Angriffskrieg... ich fass es nicht. Das riecht nach russischer Propaganda. Es gibt hier nur 2 Möglichkeiten. Entweder Sie arbeiten für die russische Regierung oder Sie informieren sich ausschließlich über russische Medien... das kommt aufs Gleiche hinaus. In einem So komplexen Konflikt gibt es niemanden der sich ausschließlich richtig oder falsch verhält. Sicher ist es negativ das die Nato aufrüstet... das ist problematisch und ich bin dagegen... aber hier zu behaupten dass das als einseitige Aggression gegenüber Russland zu bewerten ist... das ist schon eins starkes Stück. Das glaubt doch nicht mal Putin!

  6. Autor Thomas Kerwitz Kerwitz
    am 18. März 2015
    6.

    Wie sehr diese Inormationspolitik funktioniert, sieht man am Abstimmungsergebnis dieses Beitrags.

  7. Autor Thomas Kerwitz Kerwitz
    am 18. März 2015
    7.

    Ich bin auf die Sanktionen für den Bruch der Zusage des Verzichts auf Osterweiterung der Nato gespannt.

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