Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Dietrich Leutelt am 27. März 2013
5167 Leser · 1 Kommentar

Die Kanzlerin direkt

Schlechte Außenwirkung

Wie die Reaktionen in Griechenland, Zypern, Italien etc. zeigen, kommen Ihre Bemühungen um die Schuldenbekämpfung innerhalb der EU bei der jeweiligen Bevölkerung nicht oder nicht richtig "rüber". Sie selbst, Herr Schäuble und andere Vertreter Deutschlands werden als kalte Technokraten und "Vollstrecker" wahrgenommen.
Ich bezweifele, dass Ihre (Medien-) Berater für eine richtige Außenwirkung arbeiten.
Was tun Sie, um von Ihren Medienberatern ein positives Bild Ihrer Hilfspolitik zu verlangen?
Wenn Deutschland der größte Geldgeber ist, muss es sich innerhalb und außerhalb der EU auch als solcher präsentieren, seine Hilfsbreitschaft darstellen können. Verlangen Sie von den Medien eine positive Darstellung unserer Hilfe!

Mit freundlichen Grüßen

Dietrich Leutelt

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 29. April 2013
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Leutelt,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

In Deutschland garantiert das Grundgesetz die Pressefreiheit in Artikel 5: Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film sind gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Ähnlich verhält es sich mit der Pressefreiheit in Griechenland, Zypern und Italien. Eine Mediendemokratie lebt auch von kritischen Stimmungen und negativen Berichten. Dies hat Bundesfinanzminister Schäuble kürzlich in einem Interview bestätigt: http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Interview/2013/0...

Die Bundesregierung informiert die Bürgerinnen und Bürger sowohl direkt als auch über die Medien über ihre poltischen Ziele und aktuellen Vorhaben. Direkte Informationen über die Regierungspolitik finden Sie im Internet: www.bundesregierung.de und www.bundeskanzlerin.de. Auch die Bundesministerien haben eigene Webseiten zu ihren Themenbereichen.

Die wichtigsten Informationsübermittler zwischen Regierung und Öffentlichkeit sind die Medien. Die Bundesregierung informiert die in- und ausländischen Vertreter von Nachrichtenagenturen, Zeitungen, Fernsehen und Hörfunk umfassend und aktuell. So steht der Regierungssprecher dreimal pro Woche - gemeinsam mit den Sprecherinnen und Sprechern der Bundesministerien - den Journalisten in der Bundespressekonferenz Rede und Antwort. Was die Medien aus diesen Informationen machen, entscheiden sie selbst.

Für die Bundesregierung ist das Thema Euro-Schuldenkrise ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Weitere Informationen dazu: http://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Home/home.html

http://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Themen/Europ...

http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Themen/Euro/_n...

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Erhard Jakob
    am 21. April 2013
    1.

    Hallo Dietrich,

    wir leben in einer Demokratie, zumindest wird uns dies so suggeriert.
    In einer Demokratie gilt die Presse- und Meinungsfreiheit.

    Da hat die Bundeskanzlerin (Erste Gewalt) von den
    Medien ("Vierte* Gewalt) gar nichts zu verlangen.

    Die Politiker können nur versuchen, ihre (gute) Politik so zu erklären,
    dass auch die Medienvertreter sie als gut nachvollziehen können.

    Zur *Aussenwirkung* gehört vor
    allem Offenheit und Ehrlichkeit.

    Seit mehr als 20 Jahren ist Deutschland beschuldigt,
    die ganz Welt mit gefälschten Gerichtsprotokollen
    getäuscht zu haben.

    Die Nicht-Aufklärung dieser sehr schwerwiegenden
    Anschuldigung trägt natürlich nicht grad zur
    positiven Aussenwirkung bei.

    Mit freundlichen Grüßen

    Erhard Jakob

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