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Abstimmungszeit beendet
Autor H. Erdi am 07. März 2012
6927 Leser · 4 Kommentare

Bildung

Schulsystem

Das Schulsystem in Deutschland ist total veraltet und gehört weggeschmissen. Nach der 4 Klasse wird sortiert ob man ein Winner ist oder ein Loser. Wenn man als Loser abgestempelt wird hat man keine Chance wieder aufzusteigen.
Schauen SIE SICH MAL AN, IHR VATER HAT STUDIERT IHRE MUTTER AUCH und SIE AUCH IST DAS EIN ZUFALL???? IHR GEHOBENEN MENSCHEN HABT EUCH DAS SYSTEM EXTRA SO AUSGEDACHT!!!!! Traurig, sehr Traurig
das nur Menschen in Deutschland Studieren können die aus einer Familie kommen die gehoben sind.
Ich weiß das sie das nicht lesen weil sie keine Zeit für sowas unwichtiges haben und nur von ihren Mitarbeitern beantworten lassen.

Kommentare (4)Schließen

  1. Autor Philipp Lübeck
    am 14. März 2012
    1.

    Sehr geehrter Herr Erdi,

    ich stimme Ihnen zu, dass es an vielen Stellen im Schulsystem Verbesserungsbedarf gibt, aber Ihre Aussage, dass in Deutschland nur Menschen studieren können, die aus gehobenen Familien kommen, stimmt absolut nicht!

    Ich stamme selber aus sehr einfachen Verhältnissen und absolviere gerade ein Studium. So sehr meine Eltern mich auch gerne finanziell unterstützen würden, sie können es nicht. Aber das ist auch nicht notwendig. Wenn man aus finanziell nicht so gut ausgestatteten Familien kommt, kann man BAföG beantragen (übrigens auch schon in der Schulzeit). Zusätzlich gehe ich arbeiten, sodass mir für meinen Lebensunterhalt ausreichend Geld zur Verfügung steht. Ohne BAföG-Unterstützung hätte ich auf einen Studienkredit zurückgreifen können.

    Obwohl es vielen meiner Kommilitonen ähnlich geht, kann ich keinen Sozialneid feststellen. Ich kann wohlhabenden Eltern doch nicht vorwerfen, dass sie versuchen, ihren Kindern das Absolvieren des Studiums zu erleichtern...

    In meinem Auslandssemester habe ich viele Studierende aus anderen Ländern kennengelernt und festgestellt, dass studieren in kaum einer anderen Industrienation so günstig ist, wie in Deutschland. Wir müssen öfter mal über die Ländergrenzen hinausschauen, um uns zu verdeutlichen, wie gut es uns hier eigentlich geht.

    In Deutschland ist es jedem möglich einen akademischen Abschluss zu erreichen, der die entsprechenden Prüfungen meistert. Schenken tut einem keiner was, aber warum sollte das auch so sein?
    Auch wenn man nicht gleich die gymnasiale Schullaufbahn eingeschlagen hat, kann man z.B. an Volkshochschulen das Abitur nachholen.

    Es ist immer leicht auf „die da oben“ zu schimpfen, aber man darf auch nicht vergessen, dass es in den meisten Fällen auch einen Grund hat, dass die da oben hingekommen sind. Es steht jedem frei es denen gleichzutun.

    Ich hatte bisher immer das Gefühl, dass ich in Deutschland unabhängig von der Einkommenssituation meiner Eltern mein Leben selbstständig gestalten kann. Dafür bin ich unendlich dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen

  2. Autor Bea Schmidt
    am 15. März 2012
    2.

    Das sehe ich nicht so. Ich selber komme aus einem Handwerksberuf - meine Vorfahren waren Arbeiter und Tagelöhner. Meine Kinder haben Abitur gemacht, jedoch muß ich sagen, dass wir in einer Stadt wohnen, in welcher die Grundschule bis inkl. 6. Klasse geht und das "Aussortieren" später kommt. In anderen Bundesländern hätten meine Kinder wohl kaum die Chance gehabt, aufs Gymnasium zu kommen, da sie in den ersten 3 Klassen nicht zu den Besten gehörten, und erst ab der 5 Klasse fing der Arbeitseifer und die Lust am Lernen an. Ich denke, man kann als Eltern auch viel tun, kulturelles Interesse, viel mit den Kindern sprechen, Museen besuchen, naturwissenschaftliche Sendungen gemeinsam anschauen.
    Wer sich selbst noch für Dinge in der Welt interessiert und seinen Kindern viel vermitteln und sich um sie kümmern möchte, der wird seinen Kinder bestimmt ein Abitur und ein Studium ermöglichen (können). Manche Universitäten sind frei von Studiengebühren, da ich selbst nicht viel Geld habe, studieren meine Kinder an eben solch einer Uni. Wenn man nach dem Motto geht: "Meine Kinder sollen es mal besser haben als ich", dann wird man seinen Kindern viel Gutes tun können und sie ermutigen, mehr aus sich zu machen.

  3. Autor Norbert Stamm
    Kommentar zu Kommentar 2 am 25. März 2012
    3.

    Zugegeben, es gibt keine absolute und 100 %-ige Bildungsschranke, aber es ist für Kinder aus „bildungsfernen“ – sprich einkommensschwachen – Elternhäusern deutlich schwerer, Gymnasium und Studium zu absolvieren. Internationale Vergleiche stellen hier der Bundesrepublik Deutschland ein schlechtes Zeugnis aus. Es gibt da auch Unterschiede zwischen den Bundesländern; Bayern fällt (nach Jahrzehnten CSU-Herrschaft) besonders negativ auf.
    Außerdem können auch Akademiker arbeitslos sein. „Vitamin B“ – also persönliche Beziehungen - und Verbindungen spielen eine Rolle. Auch dabei zeigt sich, wie wichtig die soziale Klassenzugehörigkeit ist. Leider vergessen auch allzu viele Aufsteiger woher sie kommen und zeigen keinerlei Solidarität mit Benachteiligten.
    Eine spätere „Selektion der Begabten“ oder Gesamtschulen könnten vielleicht die Durchlässigkeit etwas verbessern, wie sich in anderen Ländern, besonders in Skandinavien, zeigt. Auch dass nun Ganztagsschulen auf den Vormarsch gebracht wurden, kann sich vielleicht positiv auswirken.

  4. Autor Martin Kröber
    am 03. April 2012
    4.

    Bayern hat die Bildungsmaßnahmen noch aus der Zeit Goethes,also nicht mehr zur Zeit passend.Außerdem möchte ich noch die Vorurteile gegen Hauptschüler generell ins Rampenlicht stellen,da diese viele Schüler Schlechter dar stehen lassen,als sie es verdient hätten.So gab es ein Hochbegabten,der in der Grundschule aus Langeweile nicht mitmachte und deshalb auf eine Förderschule gehen musste,weil die Lehrer ihn für Inkompetent hielten.

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