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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Heike Krüger am 04. September 2017
4395 Leser · 5 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Schutz der Innenraumluft

Sehr geehrte Frau Kanzlerin Merkel,

durch den Diesel-Skandal ist der Schutz der Luft in den Städten sehr in den Vordergrund gerückt. Saubere Luft hört aber nicht an der Haustür auf. Das Bundesumweltministerium ist zuständig für die Innenraumluft. Hier gibt es keine Grenzwerte, kein Schutz der Menschen. 4.000 zum Teil schwer erkrankte Bürger haben sich inzwischen bei der Stiftung nano-Control gemeldet, reagieren sensibel auf Emissionen aus Laserdruckern. Die Bundesregierung sagt seit 2014, dass Feinstaub auch aus Laserdruckern gefährliche Erkrankungen, wie Thrombosen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und auch Krebs auslösen kann. Unterstützen Sie uns bitte, um das Umweltministerium zur Wahrnehmung weltweiter Studien, z.B. Harvard-University zu bewegen. Dringender Handlungsbedarf und weitere Studien sind dort das Ergebnis der Zusammenfassung von 50 Studien. Nichthandeln bedeutet: es erkranken täglich weitere Menschen. Zuletzt wurden sogar Schulkinder gemeldet. Sensibilisierte Menschen leiden und haben keine Handhabe sich gegen die Ursache ihrer Erkrankungen zu wehren.

Mit freundlichen Grüßen

Heike Krüger

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 18. September 2017
Angela Merkel

Sehr geehrte Frau Krüger,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Ihr Anliegen ist nachvollziehbar, weil sich die Menschen in Mitteleuropa heute durchschnittlich 90 Prozent der Zeit in Innenräumen aufhalten. Sie sind dort vielen Substanzen ausgesetzt – nicht alle sind gesundheitlich unbedenklich.

Die Bundesregierung ist sich dessen bewusst und hat gehandelt. So wurde der Ausschuss für Innenraumrichtwerte (AIR) eingerichtet, der bundeseinheitliche, gesundheitsbezogene Richtwerte für Schadstoffe in der Innenraumluft festlegt. In dieser Arbeitsgruppe arbeiten Expertinnen und Experten des Bundes und der Länder zusammen. Die Geschäftsstelle führt das Umweltbundesamt (UBA).

Auf der Grundlage toxikologischer Untersuchungen hat der AIR für eine Reihe von gesundheitsschädlichen Substanzen Innenraumrichtwerte abgeleitet. Als Richtwert I (RW I) gilt dabei die Raumluftkonzentration einer Substanz, bei deren Erreichen oder Unterschreiten selbst nach lebenslanger Belastung keine gesundheitlichen Wirkungen zu erwarten sind (Vorsorgewert). Der RW II bezeichnet den Wert, bei dessen Überschreiten sofortiges Handeln zur Minimierung der Raumluftbelastungen erforderlich ist (Eingreifwert).

Anhand dieser Richtwerte lässt sich im Einzelfall abschätzen, ob bestimmte Schadstoffkonzentrationen gesundheitlich bedenkliche Werte erreichen und Maßnahmen nötig sind. Das UBA hat auf seiner Internetseite eine Liste aller Innenraumrichtwerte eingestellt und bietet dazu auch Informationsveranstaltungen an.

Weitere Hinweise finden Sie hier:

Informationen des Ausschusses für Innenraumrichtwerte
http://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/kommissio...

Schwerpunkte 2017: Jahrespublikation des Umweltbundesamtes
http://www.umweltbundesamt.de/publikationen/schwerpunkte-...

Fachgespräch „Gesundheitliche Bewertung der Innenraumluftqualität“ am 15. September 2017
http://www.umweltbundesamt.de/service/termine/fachgesprae...

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (5)Schließen

  1. Autor Dietmar Noe
    am 04. September 2017
    1.

    Die Nutzung von Toner in Laserdruckern und Kopierern schädigt nachhaltig die Raum-Atemluft von Millionen Nutzern und ist verantwortlich für Atemwegs- und Lungenerkrankungen - das belegen die Erfahrungsberichte tausender Geschädigter. Es ist höchste Zeit dass diese höchst gesundheitsschädliche Technik aus dem Verkehr gezogen wird. Toner ist karzinogen und mutagen. Das belegen internationale Studien. Frau Merkel, verwenden Sie sich dafür, dass Toner die gleiche Ächtung erfährt wie seinerzeit Asbest. Es ist höchste Zeit!

  2. Autor Dietmar Noe
    am 05. September 2017
    2.

    Die Harvard-Universität hatte bereits im Juni 2015 eine Studie zu Schadstoffbelastungen, Emissionen und schädigenden Wirkungen der emittierten Toner-Nanopartikel, wie sie von Laserdruckern und Kopierern in die Raumluft entlasen werden, vorgelegt und bestätigte die Erkenntnisse Freiburger Wissenschaftler und viele andere Studien aus der ganzen Welt. Demnach ist Toner karzinogen und mutagen. Von der Belastung der Toner, über die Emissionen, das Einatmen, das Eindringen in Zellen und die genauen schädigenden Effekte, von den Genen über die Botenstoffe und Zellen bis zu den körperlichen Symptomen - die gesundheitsschädigenden Zusammenhänge sind an sich aufgeklärt. Man konnte sogar Nanopartikel aus den Druckern im Gewebe von Menschen nachweisen und es sterben Menschen an den Folgen ihrer Erkrankung. Dennoch stellen heute Immer noch Tonerbasierte Laserdrucker und Kopierer eine vollkommen überflüssige Gefahr für Millionen Menschen in privaten Haushalten und Betrieben dar. Die oft schweren und lebensbedrohlichen Schädigungen sind ein schweres kriminelles Unrecht, denn die Hersteller wissen genau, dass Ihre Produkte giftige Substanzen in die Atemluft von Menschen blasen. Vor allem brauchen die Tonergeschädigten Menschen, die oft diskriminiert und abgeschoben werden, medizinische und soziale Hilfe. Es ist höchste Zeit, dass der Staat seiner grundgesetzlichen Verpflichtung zum Schutz der Bürger endlich nachkommt und diese gefährlichen Substanzen aus dem Verkehr zieht. Das Asbest-Problem, das seinerzeit eine ähnliche Dimension der Gesundheitsgefährdung verursacht hatte, darf sich nicht wiederholen. Frau Merkel - sorgen Sie dafür dass man in Deutschland vorausgeht und aus dieser gefährlichen Technologie aussteigt.

  3. Autor Michaela Gerber
    am 05. September 2017
    3.

    Es ist erschreckend, dass die vielen nachweislich!! - durch Studien namhafter Institutionen und Universitäten auf der ganzen Welt, auch hier in D! - nachgewiesenen enstehenden Gesundheitsschäden durch Laserdruckeremissionen weggelogen werden. Wie werden sich unsere Verantwortlichen herausreden, wenn endlich den Tatsachen in Auge gesehen werden muss. "Ach du je, dass wusste ich ja gar nicht" ist dann dreist negiert. Meine Gesundheit ist ruiniert durch Nanopartikel aus dem Laserdrucker. Ein Gutachter, riet mir in Rente zu gehen. Er kennt das Beschwerdebild, Rettung wäre nur ein Arbeitsplatzwechsel. Wer rettet uns vor solchen Gutachtern?
    Solange der Arbeitsschutz auf Empfehlungen beruht, werden wir Arbeitnehmern weiter geschädigt.

  4. Autor Rolf Merkel
    am 05. September 2017
    4.

    Ich heiße auch Merkel - bin aber nicht verwandt oder verschwägert mit Frau Merkel - und frage auch nach dem Umgang mit den gefährlichen Laserdruckern. Sorgen sie für gesunder Raumluft in Wohnungen, Büros, Kindergärten und Schulen. DRUCKEN SIE MIT TINTE!

  5. Autor Karin Hager
    am 07. September 2017
    5.

    Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
    seit über 25 Jahren weiß die Bundesregierung, dass Toner von Laserdruckern Schwermetalle, die krebserregend sind enthalten. Wie bei Asbest, wird das unter dem Deckel gehalten. Wider besseres Wissen erklärt, dass Toner nicht gesundheitsschädlich sind. Es werden Gutachten in Auftrag gegeben, die keineswegs neutral sind, es gibt Pseudoanlaufstellen, wie das BfR, das dementiert. Der blaue Engel , nickt Laborergebnisse der Hersteller ab oder gibt dem besten der schlechten die Note gut.Berufsgenossenschaften operieren mit Gutachtern, die sie bezahlen. Ein Unding.! Als in meiner Firma in der ich 14 Jahre ohne Probleme gearbeitet habe Laserdrucker angeschafft wurden, ging es mir von Tag zu Tag schlechter. 7 Jahre lang siechte ich nur noch so dahin, bis das Ganze dann in einem bösartigen Lungentumor endete. Ob wohl ich das überlebt habe, war mein Leben mit gerade mal 41 Jahren, war mein Leben zerstört. Täglich sind Millionen Menschen den Gefahren durch Laserdrucker ausgesetzt. Die, die als Opfer von Laserdrucker bekannt sind, sind nur die Spitze des Eisbergs, viele ahnen Menschen, woher ihre Probleme kommen. In Behörden werden Laserdrucker sogar abgeschafft. Andere wiegen sich durch das Leugnen der Bundesregierung in einer trügerischen Sicherheit. Diese Fragen wurden Ihnen vor Jahren bereits gestellt, geändert hat sich nichts. Da Sie ja Christin sind, was Sie stets betonen, wenn es darum geht nach christlichen Werten zu leben, frage ich mich, wie können Sie dieses Vorgehen mit Ihrem Gewissen vereinbaren? Wann unternehmen Sie etwas?

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