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Abstimmungszeit beendet
Autor Jerko Usmiani am 07. Mai 2012
6436 Leser · 2 Kommentare

Außenpolitik

Slovenien erschwert den Zugang zu Kroatien

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

warum erlaubt es die EU, dass Slovenien dem künftigen Mitglied Kroatien (1.7.2013) schon seit geraumer Zeit durch den Nichtausbau der slovenischen Autobahn den Zugang erschwert ?

Dies trotz horrender Fördergelder der EU und einer mit 15 EUR/Woche geradezu unverschämt hohen Autobahnmaut (welche EU-seitig ja schon kritisiert wurde).

Wie kann es sein, dass Kroatien aus eigenen Mitteln eine vorbildliche Verkehrsinfrastruktur für die Touristen bis kurz vor Dubrovnik geschaffen hat (und auch bis dorthin geschaffen hätte, wenn Bosnien mitspielen würde), die Slovenen aber schon seit Jahren nicht einmal die geringsten Anstrengungen unternehmen, die geradezu lächerlichen 44 km von Postojna nach Rupa (Rijeka) oder auch die knapp 30 km zwischen Macelj und Ptuj auszubauen ?

Was tut die Bundesregierung dafür, dass dieses europa- und nachbarschaftsfeindliche Verhalten der Slovenen unterbunden wird ? Es käme nicht zuletzt den vielen deutschen und österreichischen Touristen zugute, wenn Slovenien seinen europäischen Infrastrukturverpflichtungen endlich nachkäme, anstatt den mittelalterlichen Raubrittern gleich Wegezoll für praktisch nichts zu erheben.

Vielen Dank und viele Grüße

Jerko Usmiani

Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Thomas Schüller
    am 23. Mai 2012
    1.

    Icg finde jedes Land kann selber entscheiden, ob es eine umweltzerstörende Autobahn braucht oder nicht. Es gibr keinen Rechtsanspruch auf eine ungezügelte automobile Mobilität.

    ich widerspreche Ihnen Herr Usmiani, wenn Sie in einer Autobahn eine "vorbildliche Verkehrsinfrastruktur für die Touristen" erkennen wollen. Doie Schönheir von Ländern entdecken wollen, aber durch den eigenen Gebrauch des Autos zu der Belastung /Zerstörung dieser Schönheit bei zu tragen finde ich umpassend.

    Sinnvoller wären Investitionen in die Bahn und weitere umweltfreundliche Verkehrsmittel, Sevice wie Leihwagen(in Form von Elektroautos für mehr kützere Strecken), guten ÖPNV, Radweg-Systeme.

    Viele Grüße, Thomas Schüller

  2. Autor Jerko Usmiani
    am 24. Mai 2012
    2.

    Werter Herr Schüller,

    Slovenien besitzt bereits haufenweise "klimaschädliche" Autobahnen. Und zwar genau da, wo Slovenien sie für den eigenen Verkehr benötigt. Lediglich in Richtung Kroatien sind diese nicht ausgebaut.

    Das führt vor allem in den Sommermonaten (wg. des Tourismus) dazu, dass man auf den genannten Routen praktisch im Stop & Go Verkehr fährt und dadurch die angrenzende Bevölkerung massiv mit Schadstoffen belastet wird. Teils können die Anwohner dort aufgrund der mangels Autobahn massierten Verkehrsdichte praktisch nicht einmal mehr die eigene Ortsstraße gefahrenfrei queren.

    Ich weiß nun nicht, was Ihrer Ansicht nach ökologisch vernünftiger ist:
    40 km auf uralten Landstrassen im Stop & Go (2-3 Stunden bei laufenden Motoren) oder eine schnelle Autobahnverbindung mit der man ca. 20 Minuten für die gleiche Strecke benötigt.

    Ich persönlich würde darauf tippen, dass die freie Durchfahrt erheblich weniger Schadstoffbelastung für die Umwelt nach sich zieht.

    Die von Ihnen genannten Alternativen sind die üblichen Weltverbesserungsvorschläge, die wir nicht einmal in der BRD bisher umzusetzen in der Lage waren. Also gehe ich darauf nicht weiter ein.

    Ein wenig mehr Recherche vor dem Posten wäre m.E. wünschenswert.

    In dem Sinne und viele Grüße

    Jerko Usmiani

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