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Abstimmungszeit beendet
Autor Romy Darby am 11. Januar 2015
4107 Leser · 4 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Sozial ungerechtes wahnsinniges Deutschland

Wieso reden Sie von einem sozial gerechten Deutschland mit gleichen Bildungschancen für alle?

Wie kann es seien
…..dass ich trotz zwei (!) Jobs (Niedriglohn, Gleitzone, 400-800 Euro netto) als Studentin mich freiwillig privat krankenversichern muss für 160euro im Monat?
…...das Geringverdiener Kontoführungsgebühren zahlen müssen und Reiche nicht?
…...das ich als geringverdienender Student tatsächlich keinerlei Ansprüche auf soziale Hilfen, Sozialpass oder Bafoeg habe?

Wieso
…....bin ich gezwungen bei Freunden und Eltern um Almosen zu betteln?
…....muss ich als Geringverdiener GEZ bezahlen?
…....muss ich als Geringverdiener und Student in ständiger finanzieller Not und Unsicherheit leben?

Frau Merkel, es gibt Menschen in Deutschland die hart dafür kämpfen weiter zu kommen und keinerlei Unterstützung mehr vom Staat erhalten und mit geringfügiger Niedriglohnbeschäftigung abgespeist werden, ohne Krankenversicherung und Sozialversicherung. An diesen Menschen sparen sich die Unternehmen gesund und machen Profite ohne Ende. Das ganze System ist asozial, menschenverachtend und profitgierig.
Nur wir haben keine Wahl, den auch wir müssen einen Dach über dem Kopf haben und was zu essen. Wir haben Eigeninitiative und bilden uns weiter Frau Merkel. Wir kämpfen sehr hart. Das was uns kaputt macht ist das System und seine kapitalistische Maschinerie. Seien Sie doch ehrlich zu dem Volk. Eine Vollbeschäftigung kann es nicht geben, ist unrealistisch und der Ausbau des Niedriglohnsektors schreitet voran. Sind wir nicht auch nur Menschen und keine Maschinen? Alles dem globalen Wirtschaftskrieg wegen? Alles für den Profit? Auf Kosten der Menschen?

Es ist Zeit umzudenken. Gegen die Gier. Gegen den Wahnsinn.

Kommentare (4)Schließen

  1. Autor Christina Hengge
    am 01. Februar 2015
    1.

    Guten Tag,
    ich habe bisher weder für noch gegen eine Beantwortung Ihres Beitrags gestimmt, da einige Informationen fehlen.
    Was mich interessieren würde:
    1. Es gibt Konten, die für Studenten kostenlos sind. Warum wechseln Sie daher die Bank nicht?
    2. Ist eine Mitversicherung bei den Eltern nicht möglich? Soweit ich weiß, ist man als Student bei den Eltern mit familienversichert. Falls Sie über 25Jahre sind - so gilt die Familienversicherung zwar nicht, aber haben Sie bereits einen Vergleich bei diversen Krankenversicherungen gemacht? (TK z.B. ca 70€/Monat) Hier fehlt dem Leser nähere Informationen, wie es zu dem Betrag von 160€ kommt.
    3. GEZ: Dies war mir gar nicht bewußt, dass Bafög Empfänger von GEZ befreit sind - nicht Bafög Empfänger jedoch zahlen müssen. Das finde ich ebenfalls nicht in Ordnung.
    4.Anspruch auf finanzielle Unterstützung haben leider nur diejenigen, deren Eltern Geringverdiener sind. Bei Eltern die besser Verdiener sind geht man davon aus, dass sie ihr Kind noch finanziell unterstützen können. Leider entspricht das oftmals nicht der Realität. Erhalten Ihre Eltern noch Kindergeld? Dieses könnten Sie sich zusätzlich auszahlen lassen.

    Alles Gute für Sie.

  2. Autor Romy Darby
    am 02. Februar 2015
    2.

    s. hierzu "Wenn Sie bisher gesetzlich versichert waren...
    wird mit dem Ende des Semesters, in dem Sie 30 Jahre alt werden, die studentische Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse automatisch beendet und Sie werden ab dem nächsten Semester als freiwillig versicherte(r) Student(in) eingestuft.
    Nur wenn ein Wehr- oder Zivildienst, die Geburt eines Kindes, längere Erkrankungen oder gewisse andere Gründe eine Öffne LexikoneintragVerlängerung der studentischen Krankenversicherung rechtfertigen, kann diese eventuell noch zeitlich ausgedehnt werden.
    Gibt es keine Gründe, die für eine Verlängerung sprechen, tritt ab dem folgenden Semester die sog. freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung ein und die Beiträge steigen um mehr als das doppelte.
    Je nachdem, bei welcher Krankenkasse Sie versichert sind, steigen die Beiträge ab dem nächsten Semester dann auf ca. 144 bis 152 € an. Ausnahme: Wenn Sie sich im Examenssemester befinden, bieten Ihnen die gesetzlichen Krankenkassen immerhin für ein halbes Jahr einen verminderten Übergangsbeitrag an von monatlich zwischen 92,41 und 95,45 €. Danach aber müssten Sie in jedem Fall den höheren Beitrag bezahlen."
    http://www.studenten-private-krankenversicherung.de/pages...

  3. Autor Romy Darby
    am 02. Februar 2015
    3.

    Hallo,

    vielen Dank für ihre Rückfragen.

    zu 1. es ist richtig das bestimmte Konten kostenlos sind für Studenten. Jedoch ging es in meinem ersten Punkt um die Regel für Nicht-Studenten also normale Bürger. Da werden Kontoführungsgebühren vom Einkommen abhängig gemacht z.B. bei der Postbank oder Commerzbank. Wenn man dort unter 1500€ verdient zahlt man Gebühren und über 1500€ nicht. Das halte ich für Unsinn. Ich denke Kontoführungsgebühren sollten für Geringverdiener(unter 1500€) nicht erhoben werden. Ich denke dass das System den Geringverdienern und atypischen Beschäftigten einfach zuviel zumutet.

    2. Tatsächlich habe ich von Studenten gesprochen die über 25 oder sogar 30 Jahre sind. In der Realität ist es nähmlich so, dass viele Menschen über den zweiten Bildungsweg ihr Abitur nachholen, die Bildung komplett selber über Jobs finanzieren, Auslandssemester einlegen oder durch Mutterschaft erst spät mit ihrem Studium fertig werden. Diese Menschen werden vom System jedoch "bestraft". Anstatt anzuerkennen das man sich um Weiterbildung bemüht werden hohe Krankenkassenbeträge fällig.

    4. Es ist ein Unding das das System immer Elternabhängig denkt, den wie gesagt es gibt Studenten in der Realität die älter sind als 30 Jahre da sie ihr Studium komplett selber finanzieren über Jobs (oder andere zusätzliche Gründe) und daher langsamer voran kommen. Kindergeld geht nur bis 25 Jahre falls man keinen Job vorher schon angefangen hat. Ist man schon jung am Jobben wird das Kindergeld gestoppt.

    Hoffe das hat ihnen weitergeholfen.

    Bildungs- und Aufstiegschancen sollte sozial gerechter verteilt werden.

  4. Autor Romy Darby
    am 03. Februar 2015
    4.

    Ich bitte Sie auch zu Bedenken dass viele Studenten in atypischer geringbezahlter Beschätigung tätig sind. Dadurch bewegt sich das Einkommen real zwischen 450 und 750 Euro. Ich spreche hier aus Erfahrung auch mit anderen Studenten. Geht man davon aus das eine Studentenwohnung zwischen 300€ und 400€ warm kostet, dann können sie sich vorstellen von was man letztendlich lebt. Dann keinen Zugang zu Essensausgabestellen zu haben ist unmenschlich. Zweitens sind dann auch 70€ utopisch viel Geld, geschweige den vom maximal Satz 152€ für die Krankenkasse. Durch das Rumjobben bleibt wenig Zeit fürs Studium und somit verzögert sich das Studium von der Laufzeit. Dann steckt man im Teufelskreis schon drin. Lösungen bittet das System nur in einer weiteren Verschuldung ggf. durch Studienkredite. Außerdem berücksichtigt dieses System nicht unerwartete aussergewöhnliche Belastungen die eintreten könnten. Bildung sollte vom Staat gefördert werden. Wenn jemand nachweisen kann keine Unterstützung von den Eltern zu erhalten, dann sollte Bafög gewährt werden.
    61% der Studierenden im Erststudium jobben neben dem Studium; 38% sind laufend erwerbstätig.
    Das zeigt der ‚Bildungstrichter‘ der 20. Sozialerhebung (siehe folgende Grafik): Von 100 Akademiker-Kindern studieren 77; von 100 Kindern aus Familien ohne akademischen Hintergrund schaffen nur 23 den Sprung an eine Hochschule. Die soziale Selektivität beim Hochschulzugang in Deutschland ist erschreckend stabil, und dagegen hat die deutsche Bildungspolitik kein Konzept. Auch die neue Studienstruktur mit Bachelor/Master hat die sozialstrukturelle Bildungsbeteiligung nicht verändert.
    http://www.bafoeg-rechner.de/Hintergrund/art-1551-20.sozi...

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