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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Günter Klug am 21. Juni 2008
11431 Leser · 0 Kommentare

Soziales

Soziales Jahr

Sehr geehrte Frau Kanzlerin,

in den Medieen wird das soziale Jahr für 15 bis 26 jährige gefordert!
Warum nur für diesen Zeitraum, warum diesen Zeitraum nicht von 15 bis zum 67 Jahr ausweiten und den Generationenvertrag hier besiegeln, indem Junge von Alten und umgekehrt, lernen können?
Wichtige gesellschaftliche wie wirtschaftliche Erkenntnisse gehen doch verloren, wenn Alte in Rente gehen.
Nutzen wir dieses Wissen zur Gestaltung der Zukunft für alle.

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 16. September 2008
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Klug,

vielen Dank für Ihr Schreiben, das wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Sie haben völlig Recht, dass die Erfahrungen und Kenntnisse der älteren Menschen für unsere Gesellschaft unverzichtbar sind. Ihr Wissen müssen wir in Zukunft zum Nutzen für alle noch stärker einsetzen. Die Bundesregierung hat deshalb in den vergangenen Jahren zahlreiche Initiativen und Projekte gestartet.

Viele dieser Aktivitäten sind in der Initiative "Erfahrung ist Zukunft" gebündelt. Sie will die Herausforderungen des demografischen Wandels bewusst machen und für ein neues Bild des Alters und des Alterns werben. Die Initiative will die Perspektiven einer älter werdenden Gesellschaft auf den Handlungsfeldern Beschäftigung, Existenzgründungen, lebenslanges Lernen, gesundheitliche Prävention und beim freiwilligen Engagement aufzeigen. Und dann gemeinsam die notwendigen Veränderungen voranbringen.

Ein wichtiges Projekt sind die neuen „generationenübergreifenden Freiwilligendienste“. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat dieses Modellprogramm für die Jahre 2005 bis 2008 aufgelegt. Es wird für alle Altersgruppen angeboten. Damit sollen neue Formen des freiwilligen und bürgerschaftlichen Engagements neben dem klassischen Vereins- und Verbandsleben erschlossen werden. Bei diesen neuen Formen der Freiwilligendienste werden insbesondere die Lebenserfahrung und die besonderen Potenziale der älteren Generation genutzt. Angesprochen sind vor allem ältere Arbeitnehmer, Hausfrauen und Rentnerinnen und Rentner, die den Wunsch haben, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Bürgerschaftliches Engagement ist aber auch von Berufstätigen und jungen Menschen gefragt und unverzichtbar. Durch ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr erwerben Jugendliche und junge Erwachsene wichtige soziale und personale Kompetenzen, die als Schlüsselqualifikationen am Arbeitsmarkt sehr gefragt sind. So kann man Erfahrungen sammeln und sich gleichzeitig für andere Menschen engagieren. Dadurch verbessern sie auch die Ausbildungs- und Berufschancen.

Auf der Internetseite http://www.erfahrung-ist-zukunft.de/Webs/EiZ/DE/Homepage/... gibt es weitere interessante Informationen zu dem Thema.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Presse- und Informationsamt der Bundesregierung