Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor Raphael Jung am 13. November 2009
27786 Leser · 0 Kommentare

Innenpolitik

Staatsfinanzen

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

ich falle mit der Tür ins Haus. Es ist mir unverständlich, wie Sie als intelligenter Mensch und nachweislich rational denkend sowie wissenschaftlich gebildete Führungsperson es fertig bringen, uns - ebenfalls nicht dummen - Bürgern dieses Programm für Ihre nächste Legislaturperiode vorzulegen. Um es deutlich zu machen: Ich habe Sie gewählt. Ich habe ebenfalls dafür gesorgt, dass Sie einen vermeintlich optimalen Koalitionspartner haben, obwohl es mich geschmerzt hat. Allerdings nicht für das was Sie uns jetzt verkünden. Ich habe Sie für eine Reduktion der Staatsquote gewählt, für Bürokratieabbau und Verschwendungsbekämpfung, für einen Haushalt der (Wirtschaft war angeblich immer die Stärke der Union) konsolidiert wird und nicht unseren Kindern und Kindeskindern die Lasten aufbürdet, für all die Dinge, die Sie angeblich mit der SPD nicht machen konnten. Ich bin Unternehmer. Würde ich handeln wie Sie es vorschlagen wäre ich lange weg vom Fenster. Das was Sie jetzt tun, ist schlimmer als es mit der SPD wahrscheinich geworden wäre. Sie haben - entgegen meiner Erwartungen, dass Sie es im Wahlkampf nur nicht verraten, was verständlich gewesen wäre - anscheinend wirklich kein Konzept, wie Sie dieses Land außer auf Pump wirklich nach vorne bringen. Das habe ich nicht erwartet. Ich fordere Sie auf: Erzählen Sie uns nicht den nachgewiesenermaßen nicht funktionierenden Unsinn von Keynes sondern bringen Sie den Mut auf, sich mit den protektionistischen Strukturen anzulegen und wirklich zu reformieren. Beweisen Sie Mut. Packen Sie tatsächlich an. Dafür werden Sie vielleicht nicht nochmal gewählt, ein Platz in den Geschichtsbüchern wäre Ihnen voll Lobes sicher.

Beste Grüße
Dr. Raphael Jung