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Abstimmungszeit beendet
Autor Werner Buhne am 02. März 2016
2812 Leser · 1 Kommentar

Kultur, Gesellschaft und Medien

Steuer-Raub versus Hoeness-Bagatelle.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
Banken rauben (!) das Geld der Steuerzahler durch 'Rückerstattungen' von Steuern, die niemals zuvor entrichtet wurden. Aber geradezu winzig ist die oeffentliche Entrüstung über solche (Milliarden-) Verbrechen, gemessen an dem Theater, welches stattfindet, sobald ein Prominenter dabei erwischt wird, dasser sich etwas weniger von seinem selbst erarbeitetem Geld vom Staate abknöpfen ließ, als die komplizierte Steuergesetz-Akrobatik festgelegt hatte.

Ohnezweifel: Steuern müssen restlos bezahlt werden, denn unsere Gemeinschaft braucht das Geld - für uns alle. Und deshalb ist es auch notwendig, dass der Staat hier konsequent handelt. Mich stört aber hierbei die moralische Entrüstung, die regelmäßig einsetzt undvon den Medien so hochgespielt wird, wenn jemand sich sein selbst erarbeitetes Geld malnicht abnehmen lassen wollte - und dass soetwas einfach gleichgesetzt wird mit kapitalen Verbrechen, bei denendie 'Leistung' von Finanzfachleuten nurdarin besteht, dass sie mit schmutzigen Tricks - und angeblich sogar legal - die Steuergelder, die andere (!) erarbeitet hatten, regelrecht rauben.

Ein Beispiel-Fall: Ein Mensch im Spekulationsrausch verdient Millionen, beachtet aber nichtdie Termine, an denen der Staat sagt: Los jetzt, her mit dem Geld! Dann machter die obligatorische Selbstanzeige und zahlt alles nach - eigentlich in bester Ordnung. Leider einkleiner Fehler unterlaufen - und ich glaube es war dieser: Es waren Freunde beteiligt. Die Anwälte aber machten Selbstanzeige nurfür ihn, weitere Selbstanzeigen nun unmöglich. Der faire Sportsmann abererklärt: Alles nur Eigengeschäft gewesen, Millionen nur geliehen (- Blödsinn! -) und vergessen anzugeben - geht deshalb selber ins Gefängnis (!).

Bejahen Sie die Wichtigkeit dieser Differenzierung? Können Siediese fördern?