Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor heidi franke am 27. Mai 2013
6852 Leser · 3 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Steuersünder

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin !
Eshat uns nicht interressiert, ob der BVB 09 oder der FC Bayern München das Champions-League-Finale gewinnt.Wir wollten einen schönen Fussballabend geniessen.Aber Ihr Handschlag für Uli Hoeness hat uns wütend zurück gelassen.Das ist also unsere zunehmende Wirklichkeit ? So einem Egoisten wird von unserer Bundeskanzlerin die Hand gereicht? Wir haben stets CDU gewählt! Das können Sie undIhre Partei nun vergessen! Wir schämen uns!!! für Sie und unsere Dummheit. Mit freundlichen Grüssen Familie franke

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 05. Juli 2013
Angela Merkel

Sehr geehrter Frau Franke,

vielen Dank für Ihre Mail, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Zu verschiedenen Aspekten der Diskussion um Herrn Hoeneß haben wir bereits Stellung genommen:

http://www.direktzu.de/kanzlerin/messages/steueraffaere-h...=only_answered&filter=982&order=date&sorting=desc

http://www.direktzu.de/kanzlerin/messages/aberkennung-bun...

http://www.direktzu.de/kanzlerin/messages/kann-sich-jeman...

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir uns zu Ihren persönlichen Konsequenzen und zu parteipolitischen Fragen nicht äußern können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (3)Schließen

  1. Autor Wolfgang Mücke
    am 03. Juni 2013
    1.

    Es ist ein Akt der Höflichkeit, die Hand zu geben. Jemanden in einer Reihe den Handschlag zu verweigern, zeugt von einer schlechten Kinderstube. Wenn die Kanzlerin ein Gefängnis besucht, wird sie auch einem mehrfachen Mörder oder Kinderschänder die Hand geben. Die Kritik an dem Handschlag ist Wahlkampfgetöse.

  2. Autor Horst Schadeck
    am 25. Juni 2013
    2.

    Lieber Herr Mücke,

    es geht nicht darum jemanden die Hand zu geben oder nicht!
    In der Öffenlichtkeit werden solche "Signale" sehrwohl negativ wahrgenommen! Solch ein Bild hat immer auch Symbolcharakter!!

    Was die Frage aufkommen lässt, ob es mittlerweile zum "guten Ton" ghört, es mit dem Steuergesetz nicht ganz so ernst zu nehmen!
    Beispiele hierfür gibts mehr als genug...
    Dieses "Wahlkampfgetöse" war dann wohl eher ein "Eigentor" für die Kanzlerin!
    Ausserdem gehts den Menschen im Land beileibe nicht um irgend einen werbewirksamen Auftritt! Wieder zur Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit zurückzufinden die Herr Hoeness ja selber so vorzüglich proklamiert hat - darum gehts!
    Wenn ich bei einem Ladendiebstahl erwischt werde, muss ich mich nicht wundern...
    die Konsequenzen sind jedem mündigen Bürger durchaus bewusst!
    Jeder hat eine zweite Chance verdient - aber die Folgen muss man auch tragen können!
    §1 BGB - ob Ladendiebstahl oder Steuerhinterziehung - jeder sollte vor dem Gesetz gleich sein...
    Er sollte seine Strafe als Mann annehmen und aufrichtig wie man ihn kennt abgelten! (p.s.: bin kein Fussballfan).

  3. Autor Erhard Jakob
    am 26. Juni 2013
    3.

    Hier geht es nicht um Fußball-Fans sondern um die Ehre und Würde von Menschen - im Allgemeinen.

    Auch Menschen, die eine Straftat begangen haben,
    haben eine Ehre und Würde.

    Diese nicht anzutasten bzw. zu achten und zu schützen, beinhaltet Artikel 1 des Grundgesetzes
    und jeder Verfassung.

    Frau Dr. Merkel hat sich in die inneren Angelegenheiten des Papstes eingemischt und in ihn scharf kritisiert. Trotzdem hat er sie zu einem Besuch eingeladen und ihr die Hand gegeben.

    Das gebietet auch der Anstand und der Respekt - vorm anderen.

    Es wäre mehr als respektlos und unanständig gewesen, wenn die Bundeskanzlerin allen Sportfunktionären die Hand gegeben hätte und den Hauptverantwortlichen der Erfolgsmannschaft - nicht.

    Dass Herr Hoeneß für seine Steuerhinterziehung
    eine angemessene Strafe erhalten muss, steht auf einem ganz anderen Blatt.

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