Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor Dieter Rauch am 16. September 2009
29226 Leser · 0 Kommentare

Kultur, Gesellschaft und Medien

Synthese aus Konkurrenz- & Konkordanz-Demokratie u.a.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,

in den 60 Jahren seit Bestehen unseres politischen Systems gab es im Umfeld grundlegende Veränderungen. Damit steigt auch der Bedarf an Anpassungen im System selbst. Politik_21 stellt grundlegende zur Diskussion. Und meine Fragen an Sie sind :

. Was ist Ihre Meinung dazu ?

. Und wo wäre die Diskussion am besten aufgehoben ?

Nachfolgend eine verdichtete Verdichtung ( -: siehe verfügbarer Platz ). Mehr dazu dann unter www.LifeOptimizer.net >> Politik ( auch zum Download ).

Mit besten Grüßen - Dieter Rauch.

Zuammenfassung :

Aus den Veränderungen im Umfeld der Politik ( wie z.B. Globalisierung, europäische Integration, digitale Vernetzung, Nachhaltigkeits-Komplex u.a. ) entstanden zusätzlich zwei Art Synergien, die Anpassungen im Bereich der Legislative & Executive erforderlich machen.

. Einerseits kann die grundlegende Richtungsfrage als geklärt betrachtet werden (1). Allerdings kollidiert die wichtigste Konsequenz daraus - die Notwendigkeit 'mittiger/weisser' Regierungs-Koalitionen - mit den aktuellen Optionen und Oppositions-Prinzip (2).

. Andererseits hängt 'zunehmend alles mit allem zusammen'. Dadurch wachsen Komplexität & Dynamik exponentiell. Und damit die Notwendigkeit Ingenieur-mäßiger Vorgehensweisen, optimaler Ausschöpfung der neuen Kollaborations- und Kommunikations-Möglichkeiten, die dazu passende Personalpolitik u.a. - auch im 'parla'mentarischen Bereich, stärker als bisher erkennbar.

Politik_21 stellt hierzu folgende Anpassungen zur Diskussion :

. Für die geklärte Richtungsfrage ff : alle Parteien, die schon bereit dafür sind, integrieren ihre Gemeinsamkeiten in ein neues Gesamtkonzept, verlagern das Management der Unterschiede auf die konkrete Lösungs-Ebene ( siehe Political Engineering ) und bauen darauf eine neue Große Koalition auf.

. Für das Management der Unterschiede im engeren, von Komplexität, Dynamik & Co im weiteren Sinn : die sukzessive Optimierung des Political Engineerings und Virtualisierung der Organisation.

. Und, ganz allgemein : die Dynamisierung der Parteien-Landschaft und Anpassung des Wahl-Komplexes.

Gleichbedeutend mit der Synthese aus Konkordanz- und Konkurrenz- bzw. Konsens- und Mehrheits-Demokratie : Siehe einerseits das gemeinsame Gesamtkonzept, die große Koalition, das Bekenntnis zum bestmöglichen Miteinander, die optimale Einbeziehung betroffener Interessen in die Lösungs- & Entscheidungs-Prozesse; andererseits die Mehrheits-orientierten Regierungsbildungen, Lösungs- & Entscheidungsprozesse auf allen Ebenen ( siehe Political Engineering u.a. ). In Richtung Idealform von Demokratie / Politik.

(1) Die grundlegende Richtungsfrage kann als geklärt betrachtet werden :

Dass es irgendwie in Richtung Mitte gehen würde, zeichnet sich seit längerem ab. Und wie diese(r 'Trend zur' ) Mitte konkret zu verstehen ist wird aus Sicht der wohl grundlegendsten Entwicklung deutlich :

. Bekanntlich hängt - durch Globalisierung, Europäische Integration, digitale Vernetzung, Nachhaltigkeits-Thematik u.a. - zunehmend 'alles mit allem zusammen' ...

. wachsen also die Wechselwirkungen = können einzelne Faktoren zunehmend das ( große ) Ganze beeinflussen und umgekehrt ...

. muss also die Politik alle grundlegenden Faktoren, Interessen der Gesellschaft gleichermaßen* im Auge behalten, vertreten, fördern, moderieren.

Was nur von einer mittigen Position aus möglich ist - sprich : mit Regierungs-Koalitionen, die zu allen grundlegenden Faktoren, Interessen der Gesellschaft insgesamt eine gleich gute Beziehung & Kompetenz haben. ( Arbeitstitel auch, je nach Zusammenhang : weisse / komplette / ausgewogene / ganzheitliche ... ).

* Wohl mal die einen oder anderen Faktoren stärker gewichtend, ABER : je nach Situation bzw. Notwendigkeit - und nicht Legislatur-Periode !

(2) Das aktuelle Oppositions-Prinzip passt nicht mehr :

Neben Problemen für die Ausgewogenheit der Regierungskoalitionen, Effektivität & Wirtschaftlichkeit stellt sich vor allem die Frage nach dem künftigen Sinn :

Nach Klärung der Richtungsfrage gibt es nur noch gute und nicht so gute :-) Ideen, Konzepte, Politik(er). Wobei die guten dringend in der Gestaltung gebraucht werden ( siehe Komplexität, Dynamik, Umfang der Aufgaben ). Und die nicht so guten auch in der Opposition nicht helfen können.