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Abstimmungszeit beendet
Autor Dennis Bock am 15. Oktober 2014
3996 Leser · 3 Kommentare

Außenpolitik

Syrien falsch angegangen

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

wie wir wissen kämpfen in Syrien zur Zeit, mehr oder weniger, drei Fraktionen um die Vorherrschaft. Assaad, die Bevölkerung/Opposition und Terrorgruppen (ich bin so frei und Schär grad mal alle Terrorgruppen über einen Kamm). ALS es zu diesem Ausbruch kam, wurde mehr oder minder wieder die Bevölkerung im Kampf um die Staatsgewalt untersützt, sowie wie in den Ländern zuvor wo der Arabische Frühling eintraf/übergriff. Dies endtete beziehungsweise hält immer noch in blutigen kämpfen an, wir sind immer bereit eine Revolution von unten zu unterstützen obwohl wir wissen, dass der Kampf dann unausweichlich ist. Jetzt frage ich Sie ob das nich ein Fehler war, die Bevölkerung zu unterstüzen statt Assaad, nicht militärisch sondern in politischer Reformation. Freiheit definiert sich nicht nur durch freies, allgemeines und geheimes Wahlrecht in einer Demokratie. Minderheiten in einer Gesellschaft sind nachwievor von den Interessen der Mehrheit bedroht sofern sie ihnen Schaden. Freiheit definiert sich dadurch, dass Mitmenschen Leben können ohne durch andere Menschen bedroht zu werden grob gesagt. Die Lösung könnte dann eben keine erzwungende Demokratie bedeuten, sondern viel mehr den langsamen Aufbau eines Rechtsstaates und den Kampf gegen Kooruption mithilfe von Assaad. Eine sich entwickelnde Demokratie braucht viel Zeit, durch blutige Bürgerkrieger noch mehr. Mit Assaad's Militär hätten wir einen starken Partner an der vordersten Front gegen die IS.Das Militär wird aber zurzeit im Land eingesetzt. Sollten wir nochmal Kontakt aufsuchen? Immerhin war er bereit seine Biowaffen/Chemiewaffen zu vernichten und forderete mehr Liberalität von arabischen Machthhabern.

Mit freundlichen Grüßen,
Dennis Bock

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  1. Autor H. Förnzler
    am 20. Oktober 2014
    1.

    Die IS -
    ich frage mich, aus welchen Kräften heraus so plötzlich die IS so machtvoll Einzug hält im Nahen Osten - vor 1/2 Jahr gab es keine Berichte über den "Islamischen Staat".
    *
    Könnte es sein, dass die von der anglo-amerikanischen Achse gedungenen Söldnerheere, die bisher ganz andre Namen trugen (Al Quaida, Freie Syrische Armee, bis hin zu: Maidan) nun einen neuen Namen bekommen haben?
    *
    Wozu einen neuen Namen?
    *
    Sieht man möglicherweise aus geostrategischen Gründen (ÖLFELDER; PETRODOLLAR) die Notwendigkeit, der Öffentlichkeit mal wieder einen neuen verabscheuungswürdigen Gegner zu präsentieren?
    *
    In Wikipedia, Mainstream-Propagandaorgan so gut wie GEZ-Zwangspropagandasender ZDF, stehen die Nachrichten festgeschrieben, dass man in US-Kreisen ab Mitte 2013 die Trommel für die bedrohliche Auferstehung der IS-Gefahr am Horizont rührte - kann in Wikipedia jeder nachlesen!
    Seit Ende des 1. Quartals 2014 werden wir zugeknallt von Welt, Bild, ZEIT, FAZ: IS-Bösewichte, brutale Hinrichtungen, Machtergreifung usw.
    [ die eigentlichen Bösewichte sind ja eigentlich durchaus auch diese >>Medien<<]
    *
    Liest man hingegen die alten Bücher über die US-Irak-Kriege, bspw. Zumach: Irak - der gewollte Krieg, so wird schnell deutlich, dass die Obama-Hintermänner eine neue unverbrauchte Bühne aufgebaut haben.
    *
    Das Ziel heißt, einem US-Planspiel aus 1996 folgend: die einzigen im Nahen Osten verbleibenden sogenannten Demokratien heißen Israel und Türkei.
    Auf die im Nahen Osten befindlichen Rohstoffe legt sich nach der Zerbombung der alten Kulturen und dort seßhaften Bevölkerungen die kalte knöcherne Hand seelenloser Besatzer.
    *
    Es ist schon a.o. schäbig, dass Merkel / Leyen dieses dreckige Spiel mitspielen.
    *
    Und es wäre durchaus aus schäbig zu nennen, würden wir Deutsche den Polit-Darstellern nach ihren erdrückend vielfältigen Verfehlungen noch irgendetwas glauben.

  2. Autor Erhard Jakob
    am 29. Oktober 2014
    2.

    Wir haben nicht das Recht, sich in einem Bürger-Krieg
    auf eine Seite zu stellen und die Menschen auf
    der anderen Seite totzuschießen.
    .
    Wir haben das Recht und die Pflicht, sich dafür
    einzusetzen, dass dieses *Totschießen*
    aufhört - aber nicht mit Waffen-
    gewalt.
    .
    Gewalt erzeugt nur
    Gegengewalt!

  3. Autor Erhard Jakob
    am 29. Oktober 2014
    3.

    Wir hätten aus dem Bürger-Krieg in Serbien
    und Afghanistan lernen müssen.
    .
    Wir haben uns dort in den *Bürger-Krieg*
    hinein ziehen lassen und die Menschen
    auf der anderen Seite totgeschossen.
    .
    Das Resultat wird sein, dass die Angehörigen
    der Erschossenen nach Deutschland kommen
    und hier Anschläge und Attentate
    verüben werden.
    .
    Gemäß der Devise:
    *Gewalt erzeugt immer
    Gegengewalt.*

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