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Abstimmungszeit beendet
Autor Guido Dürholt am 04. April 2016
3359 Leser · 8 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Toleranz und Verstänis zwischen den Rligionen

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,
Meiner Ansicht nach beruhen viele Aversionen meist auf Unkenntnis, da der Großteil der Bevölkerung wohl kaum Gelegenheit hatte, sich mit anderen Religionen und Kulturen außerhalb des christlichen Abendlandes auseinander zu setzen.
Wäre es dann nicht an der Zeit, z.B. im Ethik-Unterricht an Schulen, sich auf (allgemein verständlicher Basis) wissenschaftlich mit den drei großen, monotheistischen, Religionen (Christentum, Judentum und Islam) zu beschäftigen und sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zu vermitteln ?
Ich bin überzeugt, daß das Toleranz und gemeinsames Leben erleichtern würde, ohne die für uns wichtige christliche Lehre zu vernachlässigen.
Ein möglicher Nebeneffekt könnte ja auch sein, daß die Eltern über ihre Kinder auch Informationen erhalten und damit eventuell Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
Guido Dürholt

Kommentare (8)Schließen

  1. Autor Volker Alsheimer
    am 04. April 2016
    1.

    Sehr geehrter Herr Dürholt, daß Unkenntnis zu Aversionen beitragen kann, mag durchaus sein. Ich denke aber, hier liegt das Problem etwas anders. Schon das Christentum meinte Andersgläubige als Heiden bezeichnen und damit abwerten zu können. Der Islam schlägt in dieselbe Kerbe. Beides ist absurd, führt aber natürlich zu Aversion, denn wer läßt sich schon gerne auf Basis fragwürdiger Erkenntnisse, die irgendwie angeblich vom Himmel (von welchem?) gefallen sind, bewerten. Vielfach höre ich von moslemischer Seite die Ansicht, erst käme die Religion, dann der Staat. Das ist hier nicht so, das mußten die Christen akzeptieren und von Moslems ist das gleiche zu verlangen. Wer glaubt, die Geringschätzung von Frauen billigen oder getrennten Sportunterricht für Mädchen (ich spreche aus eigener Erfahrung!) fordern zu dürfen, der hat eindeutig die Spielregeln unseres Landes nicht verstanden. Hier gilt Gleichberechtigung für alle ohne wenn und aber und ohne Rücksicht auf die Religionszugehörigkeit. Das ist keine Frage des Ethik-Unterrichts an Schulen, das verlange ich von allen Bürgern dieses Landes, egal wie alt sie sind, egal welche Hautfarbe sie besitzen oder woher auch immer sie kommen mögen. Mir sind eindeutig alle Menschen herzlich willkommen, ab er ich erwarte, daß man sich an unsere Gepflogenheiten hält. Wie groß der Anteil der Bevölkerung ist, der sich mit anderen Kulturen auseinandersetzt, kann ich gar nicht beurteilen, was ich aber beurteilen kann, ist, daß ein Abitur dafür nicht die Voraussetzung ist. Damit wird mir nicht ganz klar, wen Sie mit "Großteil" wirklich meinen.

    Grundsätzlich gebe ich Ihnen natürlich recht, in Ihrem Ansinnen, die drei großen Religionen in der Schule zu thematisieren, aber warum nur diese? Vielleicht kann man sich ja auch mal mit dem Buddhismus, dem Hinduismus etc. auseinandersetzen, immerhin sind auch das nicht gerade kleine Religionsgemeinschaften.

  2. Autor Guido Dürholt
    am 04. April 2016
    2.

    Sehr geehrter Herr Alsheimer,
    selbstverständlich gebeich Ihnen recht, dass in unserem Land das Grundgesetz und auch die Gleichberechtigung über der jeweiligen Religion steht und dass diese Spielregeln, wie Sie es nennen, eingehalten werden müssen.
    Leider scheint das nicht jeder so zu sehen, sonst gäbe es nicht die vielen Angriffe auf Asylheime und die negativ-Aufrufe mancher Parteien.
    Selbstverständliche wäre es wünschenswert, sich auch mit anderen großen Religionsgruppen wissenschaftlich auseinander zu setzen.
    Mit meinem Beitrag wollte ich eben auf die Notwendigkeit hinweisen, dass überhaupt dieses Thema mal betrachtet wird.
    Sowohl das Grundgesetz als auch Gleichberechtigung verbieten aber nicht, die Gemeinsamkeiten und UNTERSCHIEDE zu betrachten.

  3. Autor Bea Schmidt
    am 05. April 2016
    3.
  4. Autor Bea Schmidt
    am 10. April 2016
    4.

    Ich halte es so:

    Sei herzlich willkommen in der Bundesrepublik Deutschland. Wenn Du nach unseren Regeln und Gesetzen in Toleranz und Freiheit leben und ein Teil von Deutschland werden/sein möchtest, dann kannst Du gerne für immer hier bleiben und dazugehören. Wenn Du nicht nach unsern Regeln und Gesetzen leben möchtest, dann gehe bitte wieder. Wenn Du unsere Regeln und Gesetze missachtest und glaubst, unsere Form eines toleranten und freien Zusammenlebens ändern zu wollen/können, dann hau ab, und zwar sofort!!

  5. Autor Felizitas Stückemann
    am 10. April 2016
    5.

    Frage an den Autor: Haben Sie die Sendung mit Peter Voß
    in 3sat am Sonntag, 10.04.2016 um 13,30 Uhr gesehen ?
    Können Sie im Internet auf "Sendung verpasst" nachholen.

    Es gibt also Einiges, dass mit unserer Demokratie nicht
    konform ist. leider. Z. B. der Faschismus.

  6. Autor Erhard Jakob
    am 15. April 2016
    6.

    Wir leben angeblich in einer Demokratie, welche sich auf
    drei Gewalten stützt. Hinzu kommt die "vierte" Gewalt.
    .
    Wenn ein "Goliath" einer Gewalt eine Straftat begeht. Dann
    gibt es immer noch drei Gewalten, welche dafür Sorge
    tragen können, dass die Straftat aufgeklärt wird!
    .
    So ist es in einer funktionieren Demokratie.
    .
    Anders ist es, wenn alle >vier< Gewalten zusammen
    halten, damit ein als Hochverrat zuwertendes Ver-
    brechen unaufgeklärt bleibt und der Skandal
    nicht ans Licht der Öffentlichkeit
    kommen soll.
    .
    Dann leben wir in einer > nicht <
    funktionierenden Demokartie.

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