Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor C. Zimmer am 25. April 2016
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Außenpolitik

TTIP

Die Kanzlerin direkt
TTIP

Liebe Frau Merkel,

Sie bemühen sich so sehr, die Ursachen der Flüchtlingskrise in den Ländern selbst zu beseitigen. Ist Ihnen bewusst, dass durch das geplante TTIP Abkommen wieder Ungerechtigkeiten in der Welt entstehen, die zu neuen Flüchtlingsströmen führen können ?

Wir sind mit der Globalisierung an eine Grenze gestoßen. Sie hat nicht zu einer gerechten Arbeitsteilung in der Welt geführt, sondern zu einer Ausbeutung der Schwachen durch die Starken. Die Rechte dieser Starken würden durch TTIP weiter gestärkt mit unabsehbaren Folgen. Kleinere Wirtschaftsbetriebe in der EU könnten die neuen Standards nicht umsetzen aus Kostengründen, für die weltweite Landwirtschaft, die schon jetzt unter der Vormachtstellung von Firmen wie Monsanto leidet, wäre es eine Katastrophe. Wir leben in einer globalisierten Welt und alle Entscheidungen, die in den reichen Nationen gefällt werden, haben immer Konsequenzen weltweit und so würde es auch hier sein. Die Ausbeutung der armen und ungebildeten Bevölkerungsgruppen würde neue Ausmaße annehmen und die Vielfalt, die die Welt so lebenswert macht, immer weiter eingeschränkt. Die Zivilgesellschaft und die NROs und die Kirchen, die sich schon jetzt überall um Schadensbegrenzung bemühen, könnten das nicht auffangen.

Ich grüsse Sie sehr herzlich, Ihre Christina Zimmer