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Abstimmungszeit beendet
Autor Werner Schwebbach am 23. Februar 2017
2500 Leser · 4 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Türkischer Wahlkampf in Deutschland

Auf welcher Grundlage basieren die Wahlkampfauftritte des tückischen Staatspräsidenten oder wie jüngst, des tückischen Ministerpräsidenten ? Ist es in Deutschland so "üblich", also "guter Brauch", dass Despoten in unserem Land öffentlich für eine Verfassungsreform werben dürfen, die u.a. die Wiedereinführung der Todesstrafe zum Ziel hat ? Abgesehen von dem ungeheuren personellen und finanziellen Aufwand, den die ohnehin hoffnungslos überlasteten Polizeibeamten und wir Steuerzahler zu tragen haben, halte ich es vielmehr für angebracht, die tückischen "Diplomaten" zur Persona non grata zu erklären und mit einem Einreiseverbot zu belegen !

Kommentare (4)Schließen

  1. Autor Wolf Hohwald
    am 25. Februar 2017
    1.

    Mehr als 150 Bundestagsabgeordnete haben die türkische Regierung aufgerufen, sich für eine schnelle Freilassung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel einzusetzen. Was höre ich in dieser Sache von den türkischen Abgeordneten?

    Warum gehen die Türken, die hier in Deutschland leben, nicht auf die Straße und demonstrieren für die Freilassung? Nein, in Oberhausen war türkische Festtagsstimmung. Über Zehntausende Türken feierten die AKP und Binali Yildirim. Sein Motto: Wer sein Land liebt, sagt ja zum Präsidialsystem.

    Wer Deutschland liebt, sagt ja zu Merkel. Da bin ich aber auf den 24, September 2017 gespannt!

  2. Autor Felizitas Stückemann
    am 10. März 2017
    2.

    Zu 1.: Stimme voll zu. Und noch etwas : "Wer sein Land liebt,..
    ...sollte in "seinem" Land leben und sterben. In Deutschland
    steht man zur deutschen Politik. Das sollte jeder wissen, der
    hier lebt. Der Unsinn des doppelten Passes, von den Grünen
    mit Rot/Grün eingeführt, hat uns diese Suppe eingebrockt.
    Grün kann man nicht mehr wählen. Auch deswegen nicht,
    weil diese Partei nicht nach Afghanistan abschieben will und
    ausserdem die Maghreb-Staaten nicht als sichere Länder
    anerkennen will. Auf dass wir noch mehr Zuwanderer von
    dort bekommen. Als ob wir nicht schon genug Probleme mit
    dem nichtintegrierten Teil der Türken hätten....

  3. Autor Martin G. Schultz
    am 15. März 2017
    3.

    Die nach Deutschland, Holland und andere EU-Staaten entsandten türkischen Abgeordneten werden auf ihrem Referendum-Feldzug immer von einem Fahnenmeer begrüsst. Die von Erdogan in seinen Bann gezogenen Türken "zeigen demonstrativ Flagge", so wird z.B. der Boden des Grundgesetzes kurzerhand symbolisch zum exterritorialen Gebiet. Die Symbolkraft der türkischen Nationalflagge, die von seinen Trägern geküsst, geherzt und eifrig geschwenkt wird, versetzt die Menge in eine Verzückung, um nicht zu sagen Trance. Diese von einer Nationalflagge ausgehende Faszination ist uns (spätestens seit 1945) fremd, hier allerdings heiligt der Zweck wohl die Mittel. Dieses von Erdogans Regisseuren inszenierte Theater erinnert an Zeiten, wo Eroberer ihre "claims" abgesteckt haben. Was haben wir dem in der "Neuzeit" entgegen zu setzen? Im WESER KURIER, Bremen, 13. März 2017, Seite 1, schreibt ein Journalist unter dem Titel "Eskalation der Unvernunft" u.a. zum Schluss: "Lasst Erdogan doch einfach kommen. Und zehntausend bestellten Jublern hunderttausend Demonstranten entgegenstellen, die gemeinsam mit der drangsalierten Opposition in der Türkei "HAYIR" (NEIN) sagen. Das wäre ein starkes Signal." Ich halte dies allerdings für einen Wunschtraum! Ausserdem dürfte dieses Aufeinandertreffen von Befürwortern und Gegnern des Referendums von keiner Polizeibehörde genehmigt werden. Unter diesen Vorzeichen sage ich auch HAYIR zu türkischen Wahlkämpfen in türkischen Konsulaten und der türkischen Botschaft auf deutschem Boden.

  4. Autor Erhard Jakob
    am 16. März 2017
    4.

    MdB Dr. Gregor Gysi (LINKE): *Was nicht verboten ist, ist erlaubt.*
    So gesehen muss unsere Demokratie mit der verfassungsmäßig
    garantierten Meinungs- und Pressefreiheit es aushalten,
    dass Ausländer bei uns Wahlkampf machen.

    Richtig ist, dass die Gegner von Erdogan und Co. ihre Meinung
    nicht mit >wehenden Fahnen< zum Ausdruck bringen. Dafür
    muss es aber auch Gründe geben. Genauso, gibt es
    Gründe, wenn zur *Pegida-Demonstration*
    20 Tausend Leute kommen und zu der
    Gegendemonstration nicht
    mal 2 Hundert.

    Dies mit der Dummheit und Faulheit des
    >gemeinen Volkes< abzutun, trifft
    ganz sicher am Ziel vorbei.

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