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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Xeniya Ros am 23. Februar 2015
4454 Leser · 4 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Ukrainische situation

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

Ich bin 27 Jahre alt und komme aus der Ukraine, lebe seit 4 Jahren in Deutschland und studiere hier. Ich habe so viel über die Situation in meinem Heimatland gedacht und so viel geweint seit der Revolution auf Maidan, dass mir jetzt nur übrig ist Sie zu fragen. Ich habe Leute, Bekannte in der Ukraine die für unser Land kämpfen, gegen Leute (80%) die gar nicht zu Ukraine gehören, die gar nicht Donezk oder Luhansk als Russland sehen, die einfach unser Land zestoeren wollen und mehr als nur Krym brauchen, wenn das mit der Insel so leicht geklappt hat, warum nicht?
Ich wollte nur eine Frage stellen, was muss passieren damit EU sehen konnte dass Mr. Putin lügt, benutzt uns alle und wird so weiter machen bis die ganze Ukraine am Boden oder an Knien steht. Warum ist das so schwer die russische Grenze in der Ukraine zu sperren vielleicht mit EU/USA Soldaten, droht Mr Putin mit 3 Weltkrieg? Sind wir so hilflos..?
Tut mir leid, dass die Frage zu emotionel war, aber wenn es um unsere Männer geht, die gegen bezahlten Russen etc kämpfen müssen - dann frage ich mich ob die Welt blind ist und wir wieder einen Mann haben, der uns sagt "where we belong" seiner Meinung nach...
Bitte, er kann diese Region nehmen, wir wollen einfach unsere Väter und Männer nicht verlieren, wollen Frieden...Ukraine hatte genug Blut über die Jahren auf dem Land...

Vielen Dank!

Kind regards,
Xeniya Ros

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 12. März 2015
Angela Merkel

Sehr geehrte Frau Ros,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Mit dem Konflikt um die Ostukraine ist in der Tat die Frage von Krieg und Frieden auf den europäischen Kontinent zurückgekehrt. Die Bundesregierung nimmt nicht nur großen Anteil an dem Leid, das den Menschen in der Ukraine zugefügt wird. Wir unternehmen auch große Anstrengungen, um weiteres Leid verhindern zu helfen. Sicher haben Sie die Bemühungen verfolgt, die Bundeskanzlerin Merkel und Bundesaußenminister Steinmeier in den vergangenen Wochen unternommen haben, damit die Minsker Vereinbarungen mit Leben erfüllt werden und weiteres Blutvergießen verhindert wird.

Ein militärisches Einschreiten ist für Deutschland wie für die ganze westliche Staatengemeinschaft dabei keine Option. Das menschliche Leid in der Ukraine, das bereits heute viel zu groß ist, würde noch um ein Vielfaches steigen. Wir halten daher weiterhin an einer politischen Lösung fest, damit die Ukraine als ein Land aus der Krise hervorgeht, das nicht nur seine Grenzen selber kontrollieren, sondern auch selbst über seine Zukunft entscheiden kann.

Die Chancen dafür haben in den vergangenen Tagen zugenommen. Die Bundesregierung wird alles daran setzen, dass die Konflikte in der Ukraine nicht mit Gewalt, sondern im Wege des Dialogs und der Verhandlung gelöst werden.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (4)Schließen

  1. Autor CONSTANTINOS KYVENTIDIS
    am 25. Februar 2015
    1.

    Eine gute Loesung ist z.B folgende [ win-to-win]:

    1) Ehemalige Ukraine(3/3) =Novorossia(2/3) + Ukrania(1/3)
    Novorossia=Sued+Ost (Russische Sprache etc)
    Ukrania=NordWest (Ukrainische Sprache)

    2) Entweder Federation wie oben oder Trennung fuer immer
    [aber freunde in Wirtschaft als gute Nachbarn ]

    3)Ehemalige Ukraine muss nicht mitglied von NATO und EU
    usw werden [neutral bleiben=Bruecke zwischen EU und RU]

    4)Die fremden haben kein Platz an der Grenzen Russlands.
    Die fremden Bravados haben keine ..arbeit in Black See.

    Zitat [Prophetia] :HEUTE KRIEG = MORGEN TRENNUNG
    .

  2. Autor Erhard Jakob
    am 28. Februar 2015
    2.

    Deutschland sollte sich weder in Afghanistan, Serbien, der Ukraine
    oder anderswo mit Waffengewalt in einen Bürgerkrieg einmischen.
    .
    Wir sollten uns als Friedensstifter bzw. >Streitschlichter<
    zur Verfügung stellen. Mehr aber auch nicht!

  3. Autor Helmut Krüger
    am 02. März 2015
    3.

    Mit dem gleichen Engagement und - verzeihen Sie - mit der gleichen Einseitigkeit nur in umgekehrter Weise sind hier auf diesen Seiten andere und gegensätzliche Beiträge zu lesen. Selbstverständlich immer im Vollbesitz der Wahrheit und im Grunde der Rechthaberei.
    -

    Freuen tun wir uns nicht, wenn zwei sich streiten, dazu ist von diesem Land zu viel Unheil ausgegangen zu düsterster Zeit. In Überwindung dazu kann dieses Land, Deutschland, vielleicht vermitteln, wenn Heißspone sich gegeneinander verrennen.
    -

    Mehr sehe ich nicht. Weniger auch nicht.

  4. Autor Erhard Jakob
    am 03. März 2015
    4.

    Die USA brauchen die Ukraine bzw. die Krim
    um dort Atom-Bomben gegen Rußland
    stationieren zu können.
    .
    Dass die Russen darüber nicht grad amüsiert
    sind, kann sich jeder sicher gut vorstellen.

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