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Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor C. Hoefinger am 22. März 2013
5581 Leser · 2 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Unfallopfer

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

als Unfallopfer bin ich seit 2005 invalide, allerdings erst seit Juli 2009 EU-berentet (harte Zeiten mit großen finanziellen Nachteilen, da des öfteren die Behörden keine Zahlungen leisteten!). Ich hatte Sie, Frau Bundeskanzlerin, bereits angeschrieben (ca. 8 Wochen), aber leider immer noch keine Antwort erhalten. Die gegnerische Versicherung hat bis zum heutigen Tage die laut Urteil vom 14.12.2011 mir zugesprochenen Schäden nicht bezahlt. Ich lebe mit einer Vielzahl von schlimmen Erkrankungen immer noch im Auto! Wie weit ist es um Unfallopfer geschehen! Interressiert sich wirklich niemand. Warum lässt der Staat zu, das die Versicherungen sich am Leid von Opfern bereichern. Wieviel Blut klebt an diesen "feinen" Versicherungsgesellschaften? Warum habe ich alle existenzielle Rechte verloren? Ich möchte ein würdiges Leben und bin für diesen Staat nur noch Balast! Ich möchte ein normales Leben, wenn man dies mit einer (todbringenden) Erkrankung überhaupt noch haben kann!

Ich bitte um zeitnahe Antwort auch in Bezug auf mein an Sie vorangegangenes Schreiben mit diversen Anlagen der Gerichtsurteile.

Wann wird es zeitgemäße Gesetzesänderungen für (nicht wie derzeit "gegen") Unfallopfer geben, die unter anderem sicher stellen, dass die Versicherungen die Zahlungen für Wiederherstellung, Heilbehandlungen und entgangene Lebensqualität gewährleisten und wer überprüft diese Zahlungen?

Mit freundlichen Grüßen

Cornelia Hoefinger

Kommentare (2)Schließen

  1. Autor Cornelia Hoefinger
    am 23. März 2013
    1.

    An alle Leser
    mein Hund wurde bei einem Waldspaziergang überfahren und ich fast mit. Nur ein Sprung in den Wald rettete mein Leben. Seither bin ich als ehem. Halbmarathonläuferin gehbehindert und habe drei Operationen hinter mir. Meine derzeitige Situation ist ohne Eigenschuld entstanden (lt. Gerichtsurteil). Die liebenswerte Versicherung VHV hat leider bis zum heutigen Tage ausser 7.500.- € Schmerzensgeld nichts bezahlt. Diese Summe ist allerdings durch Kostfestsetzungsbeschlüsse 2.500.- € in Erstinstanz plus 2.700.- € in Zweitinstanz plus Kosten beider Anwälte im Sande verpufft, sodass ich auch damit Überschuldet bleibe. Und so sitze ich jetzt auf mindestens 52.000,- € Schulden. Selbst die Notoperation meines Hundes vom 13.4.2005 ist bis heute nicht bezahlt worden. Meine Existenz und Gehfähigkeit haben mit diesem Unfall am 13.4.2005 aufgehört. Viele Ärzte erkannten bis August letzten Jahres nicht dass eine Verkapselung beinahe meinen Knorpel im linken Untersprunggelenk zerstört hätten. Dieser Unfall war für mich der absolute Supergau. Aber das Allerschlimmste ist mir angetan worden, als die Behörden sich über mich hermachten. Wie die Axt im Walde. jetzt sitze ich völlig krank in meinem Auto, das meine Zukunft darstellt. Bin ohne Familie ........

  2. Autor Erhard Jakob
    am 21. April 2013
    2.

    Liebe Cornelia,

    das ist natürlich eine sehr schlimme Situation.

    Doch wir Leser können kaum dazu was sagen,
    weil wir die Darstellung der Gegenseite
    nicht kennen.

    Es gilt:
    *Eines Mannes Wort - ist keines Mannes Wort.
    Man muss immer beide Seiten hören.*

    Die Bundeskanzlerin wird Ihnen nur bedingt
    helfen können, weil sie sich auf die *Drei-
    Gewalten-Teilung" berufen wird und
    sich in die *Juristerei* nicht
    einmschen darf.

    Siehe: Meine Fage an: *MP von BB Hern Platzeck*,
    *den OB von München Herrn Ude*, den Bundes-
    tagspräsidenten von Deutschland Herrn
    Dr. Lammert usw. usf.)
    (
    Ich kann davon nicht nur ein Lied
    singen sondern sogar einen
    ganzen Liederabend
    gestalten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Erhard

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