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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Christian Adrion am 25. Oktober 2012
5961 Leser · 1 Kommentar

Die Kanzlerin direkt

Unterstützung von fragwürdigen "Rebellen"

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin
der Bischof Antoine Audo, SJ, der chaldäisch-katholische Oberhirte von Aleppo, Syrien, war vor wenigen Tagen bei einem Empfang im Parlament in London. Dort sagte er wörtlich: „In der Stadt Homs, die einmal die zweitgrößte kirchliche christliche Gemeinde beherbergt hat, waren fast alle Gläubigen gezwungen, die Stadt nach einer Welle der Verfolgung zu verlassen – alle Kirchen wurden geschändet.“
Sieht so der sogenannte "Arabiche Frühling" aus, den Sie zusammen mit der EU so bereitwillig unterstützen?
Wessen Interessen Vertreten Sie dabei? Können Sie uns
darüben genauer aufklären. Wieso sind sie als christliche Partei nicht fest and der Seite ihrer Glaubenmsbrüder?
Was soll ich da noch als Katholik von Ihrer Partei halten?
Ich befürchte hier werden Interessen unterstützt die im scharfen Widerspruch zu unserer noch freiheitlichen Ordnung stehen. Das ist sehr gefährlich für die Sichheit unseres Kontinents.
Wie sagte doch schon die Hamas? "Wenn wir mit Israel fertig sind, ist Europa an der Reihe".
Ihre Unterstützung ist für das friedliche Zusammenleben der Religionen in diesem Gebiet wenig hilfreich, wenn nicht sogar kontraproduktiv. Das zeigen uns auch Läder wie der Irak, Tunesien, Ägypten oder Lybien, die allesamt schon Ihre Hilfe erhalten haben, oder gar noch erhalten.
In allen Ländern ist das Leben der Christen ungleich schwerer, wenn nicht sogar unmöglich geworden.
Überdenken sie Ihre Nahost-Politik noch einmal. Es kann nicht sein, dass durch deutsche Hilfe Christen ins Unglück gestürtzt werden. Dies wäre für unser Land, nach unserer unrühmlichen Vergangenheit, ein weiterer zutiefst verachtenswürdiger, schändlicher Punkt.

Mit freundlichem Gruß
Christian Adrion

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 30. November 2012
Angela Merkel

Sehr geehrter Herr Adrion,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Die Bundesregierung setzt sich weltweit für das Recht auf Religions- und Glaubensfreiheit ein. Hierzu gehört gerade auch der Schutz von Christen vor Verfolgung. Sie greift diese Thematik nicht nur in ihren bilateralen politischen Gesprächen mit anderen Regierungen auf, sondern unterstützt ebenso kon- krete Projekte dazu. Darüber hinaus thematisiert auch die Europäische Union Glaubens- und Religionsfreiheit im Rahmen ihrer Menschenrechtsdialoge. Deutschland unterstützt auch die Resolutionen zur „Beseitigung aller Formen religiöser und glaubensbedingter Intoleranz und Diskriminierung“ der General- versammlung der Vereinten Nationen.

Bundeskanzlerin Merkel tritt engagiert dafür ein, dass alle Menschen ihre Religion frei leben können – in Deutschland und überall in aller Welt. Sie hat zum Thema „Glaube ist Menschenrecht“ in einem Podcast jüngst Stellung dazu genommen: http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Service/Mediat...

Im Menschenrechtsbericht der Bundesregierung gibt weitere Informationen zu den Positionen der Bundesregierung: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Menschenr...

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Malek Yahyaoui
    am 17. November 2012
    1.

    Frau Merkel möchte bestimmt nicht das Leben der Christen Verschläschtern. Sie trägt dazu bei das andere in Freiheit Leben können!!!Sie möchte dem töten ein Ende bereiten was richtig ist!

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