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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Anja Bumb am 22. Januar 2018
3682 Leser · 10 Kommentare

Innenpolitik

Verbrechen

Sehr geehrte Frau Merkel! Ich schreibe Ihnen heute als betroffene Mutter. Mein 16-jähriger Sohn ist heute nachmittag in Frankfurt mit einem Baseballschläger am Kopf vorsätzlich geschlagen worden. Er hat eine Platzwunde und wurde am Kopf genäht. Er lebt noch, dafür bin ich dankbar. Täter ist einein 20-Jähriger Türke, der polizeibekannt ist.

Die Polizeit ist abgeklärt. Sagt mir, es ist schrecklich und sie würden gerne mehr unternehmen, aber sie können nicht. Unterbesetzt. Chancenlos.

Wie glauben Sie, können Sie so einen Staat erhalten, an den Bürger glauben? Ich bin bislang immer ein Verfechter gewesen der Demokratie und der Politik und sogar von Ihnen, obwohl ich Ihre Partei noch nie gewählt habe. Hier meine Bitte an Sie: Tun Sie etwas! Die Justiz muss geändert werden. Wenn so etwas passieren kann ohne Sanktionen ist unsere Gesellschaft chancenlos.

Mit freundlchen Grüßen
Anja Bumb

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 02. März 2018
Angela Merkel

Sehr geehrte Frau Bumb,

vielen Dank für Ihre Frage, die wir im Auftrag der Bundeskanzlerin beantworten.

Zunächst wünschen wir Ihrem Sohn auf diesem Wege gute Besserung. Wir wissen, wer Opfer einer Gewalttat wird, erfährt häufig nicht nur körperliches, sondern auch seelisches Leid. Auch für Angehörige ist dies eine belastende und schmerzhafte Situation. Das Bundesjustizministerium hat ein Merkblatt erstellt, das Hinweise für Betroffene enthält, wo sie Hilfe finden können.
http://www.bmjv.de/SharedDocs/Publikationen/DE/Opfermerkb...

Straftaten müssen bei den Polizeidienststellen angezeigt werden, damit sie verfolgt und Täter ihrer gerechten Strafe zugeführt werden können. Die Bundesregierung nimmt aber keinen Einfluss auf die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden. Daher können wir uns von dieser Seite aus nicht weiter zu Ihrem Fall äußern.

Insgesamt prüft die Bundesregierung selbstverständlich, welche Schritte notwendig sind, um den Rechtsstaat leistungsfähig zu erhalten und die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger weiter zu verbessern. So sind konkret für die Sicherheitsbehörden des Bundes wie Bundespolizei und Bundeskriminalamt bis 2020 mehr als 4.000 zusätzliche Stellen und mehr als 800 Millionen Euro Personal- und Sachmittel vorgesehen.

Grundsätzlich gilt allerdings in Deutschland: Polizei ist Ländersache und die Länder tragen die Hauptlast, so auch bei Personal und Ausstattung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (10)Schließen

  1. Autor Sascha Hanson
    am 22. Januar 2018
    1.

    Sehr geehrte Frau Bumb,

    was hat denn die Polizei veranlasst mit dem Baseballschläger-Schläger?
    Und was würde denn die Polizei gerne mehr unternehmen?

    Und wieso mussten sie jetzt ausdrücklich darauf hinweisen das es ein Türke war - ist es in so einem Fall nicht egal welche Herkunft er hat?

    Gute Besserung Ihren Sohn und hoffentlich hat er keine bleibenden Schäden

  2. Autor Christian Adrion
    am 23. Januar 2018
    2.

    Für ein Deutschland in dem wir gut und gerne leben!
    Ich gebe Ihnen einen wohlgemeinten Tipp Frau Bump, nehmen sie diese Kanzlerin nie beim Wort. Das Gegenteil ist meistens der Realität sehr nahe.

  3. Autor Klaus Fink
    Kommentar zu Kommentar 1 am 23. Januar 2018
    3.

    Frau Bumb, auch von meiner Seite aus eine gute Besserung und baldige Genesung für Ihren Sohn.

    Herr Hanson, Frau Bumb hat aus meiner Sicht keine Hetze gegen Ausländer betrieben wenn sie in diesem Zusammenhang die Ethnie des Täters benennt.

    Wenn die Polizei machtlos wirkt und ist, dann stimmt in diesem Staate irgendwas nicht mehr. Dann verliert der Staat zunehmend sein Gewaltmonopol und viele Bürger helfen sich dann eben selbst.
    Die markante Selbstbewaffnungswelle mit u.a. Pfeffersprays und Schreckschusspistolen zeigen diese Entwicklung bereits überdeutlich auf.

    Aus vermeintlichen "Political-Correctness-Gründen" darf man doch nicht die Augen vor negativen Entwicklungen verschließen, die offenkundig sind und weitgehend den Elternhäusern und Integrationsdefiziten des Staates geschuldet sind.

    Stark zugenommene Gewalt an Schulen, die mittlerweile auch Lehrer als Opfer umfassen, ist eine nicht zu leugnende Realität an deutschen Schulen.

    Dass sehr oft Schüler mit Migrationshintergrund hierbei eine maßgebliche Rolle spielen, ist bekannt und darüber muss gesprochen werden (dürfen).

    Für Sie - wahrscheinlich als Aha-Effekt - nachfolgender Link, der die bestehenden Probleme exemplarisch aufzeigt:

    http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/gewalt-durch...

  4. Autor Roland Meder
    am 23. Januar 2018
    4.

    Wie krank muss man sein um für diesen Beitrag eine Minus-Stimme zu vergeben. Die Minus-Stimme befürwortet also diese Prügelattacke, diese unmenschliche Tat müsste eigentlich von der Staatsanwaltschaft als Mordversuch gewertet werden.

  5. Autor Sascha Hanson
    am 23. Januar 2018
    5.

    Hallo Herr Fink,
    von Hetze habe ich gar nicht gesprochen, wenn der Täter ein Türke war - wenn Frau Bumbe es auch zu 100 % weiss, dann ist das ja eine Tatsache. Wenn er polizeibekannt ist und wahrscheinlich einen deutschen Pass besitzt dann ist das wohl ein Deutscher oder ein Deutscher mit türkischer Herkunft. Unter Türke verstehe ich einen Menschen der in der Türkei beheimatet ist und einen türkischen Pass hat

    Derselben Meinung bin ich auch Herr Fink das über alles geredet werden kann und sollte. Respektvoll. Auch wenn es nicht immer leicht ist. .
    Ein Mensch der mit einen Schläger jemanden auf dem Kopf verletzt sollte auf jeden Fall bestraft werden. Früher waren es Lehrer die Gewalt den Schülern brachten indem sie geschlagen haben.... diese erzieherische Massnahmen sind gottseidank nicht mehr üblich. Umgekehrt ist es auch nicht zu dulden.
    Egal von welchem Schüler.

    Herr Meder - da gebe ich Ihnen auch Recht - nur kennen wir die Begebenheiten gar nicht... ich darf mir da kein Urteil erlauben wenn ich die Hintergründe gar nicht kenne.

    Aber ich wünsche mir auch weniger Gewalt in Deutschland. Egal ob körperliche oder psychische!

    Gewalt und Hass macht die Seele krank!

  6. Autor Klaus Fink
    am 24. Januar 2018
    6.

    Nebenbei: der fünfzehnjährige brutale Mitschülermörder war als äußerst gewalttätig Polizei bekannt. Er hatte einen deutschen und kasachischen Pass.
    Ein Einzelfall - so brutal er auch ist - erlaubt keinesfalls Pauschalverurteilungen.

    Was mir aber stark aufstößt ist, dass in fast ausschließlich allen Medienmitteilungen (besonders mal wieder in den Öffentlich Rechtlichen) dieser Umstand nicht erwähnt wird.
    Zum Opfer wurde festgestellt ein "deutscher Schüler", warum lässt man dies beim Täter weg. Auch wieder System dahinter ? Wenn es ein deutscher Täter ohne Migrationshintergrund gewesen wäre, wäre ich ganz sicher, dass man es erwähnt hätte.
    Ein weiterer Dominostein, der die Feststellung Fake-News rechtfertigt.
    Von der vorschnellen Relativierung des - Stopp: ich lasse besser subjektive Wertungen weg - "Kriminologen" Pfeiffer mal ganz abgesehen.
    Traurig ist, dass man von den Etablierten viel zu wenig Empathie für die Hinterbliebenen dieser grausamen Tat erkennen kann.

  7. Autor Felizitas Stückemann
    am 24. Januar 2018
    7.

    Zu 1.: In einer Schule in Lünen hat gestern ein 15.jähriger
    Schüler einen 14-jährigen Mitschüler mit einem Messer
    umgebracht. Es war wieder einmal einer, der, wie im Bericht
    steht, nein, kein Türke, sondern einer aus Kasastan. Warum,
    frage ich mich, haben die fremden Völker keine Fäuste zum
    Prügeln, warum benötigen sie immer Messer, Baseball-
    schläger u.v.mehr ?? Deshalb ist es wichtig, immer wieder
    auf die Herkunft hinzuweisen, um zu zeigen, was da abgeht !

  8. Autor Katharina Dr.med.Reitmaier
    am 25. Januar 2018
    8.

    Die Änderung der Justitz finde ich keine giute Idee und auch gegen
    demokratische Werte,Fr Bumb.

  9. Autor Christian Adrion
    am 25. Januar 2018
    9.

    Wer diesen Beitrag mit Minus abstimmt, sollte mal ganz ernsthaft hinterfragen, was er eigentlich für ein Deutschland haben will. Oder will er gar kein Deutschland mehr, sondern ein Terrorregime.

    Frau Bumb, ich wünsche Ihrem Sohn gute Besserung und das er daraus gelernt hat, wem er in diesem Land noch unbefangen begegnen darf und wem nicht. So traurig ist leider die Lage der Nation. Ich hoffe er zieht daraus die richtigen politischen Schlüsse für sein Leben.

  10. Autor R. Gläßer
    am 15. Februar 2018
    10.

    Herr Hanson, ich empfehle einen Abendspaziergang in Duisburg-Marxloh.

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