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Abstimmungszeit beendet
Autor Bea Schmidt am 15. Juni 2010
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Innenpolitik

Verfallende Infrastruktur in Deutschland

Sehr geehrte Frau Merkel,

mein Kind besucht eine ältere Grundschule. Das Gebäude ist dringend sanierungsbedürftig, Waschbecken und Armaturen sind noch aus DDR-Zeiten und natürlich aufgrund häufiger Nutzung überstrapaziert. Die Überlaufe sind von Schwarzschimmel befallen und kaum noch zu reinigen, die Waschräume riechen feucht und moderig.

Die Straße um die Schule herum hat tiefe Schlaglöcher und versinkt bei Regen im Schlamm. Fragt man nach, so sind keine Gelder vorhanden, um die alten Gebäude instand zu setzen.

Wie man der Presse entnehmen kann, geht es tatsächlich mit der Infrastruktur in Deutschland bergab - öffentliche Gebäude verfallen, es wird in Kommunen nichts mehr oder kaum noch investiert, weil die Gelder fehlen. Steuergelder, die man tatsächlich lieber ins Finanzwesen investiert - oder in Auslandshilfen wie Griechenland - und dann heißt es tatsächlich: "WIR müssen sparen, WIR haben über unsere Verhältnisse gelebt" (...)

Meine Frage lautet: Wieso werden deutsche Steuergelder, die dem Bürger abgezogen oder als Mehrwertsteuer abverlangt werden, nicht mehr ausreichend in das eigene Land investiert? Ich meine, dafür bezahlen wir doch in erster Linie Steuern - die ja nun einmal und richtigerweise auch sein MÜSSEN! Wir bezahlen dafür, damit der "Laden hier läuft" und in Schwung bleibt. Wo bleiben denn die "Rettungspakete" für die Kommunen? In Deutschland haben wir eine Schulpflicht, ergo und logisch betrachtet hat dieser Staat seinen pflicht- und damit schutzbefohlenen Kindern gegenüber imho auch eine Fürsorgepflicht - und hat somit intakte und saubere Gebäude anzubieten, sowie sichere Straßen und Sicherheit in öffentlichen Bereichen. Stattdessen gehen schwindelnd hohe Milliardenbeträge in die EU, in die Rettung von Banken und Griechenland - ins eigenen Land, welches doch erst einmal Vorrang haben sollte, wird scheinbar immer weniger investiert. Wieso ist das so? Bitte erklären Sie mir das...

Beste Grüße und vielen Dank,

Bea Schmidt