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Abstimmungszeit beendet
Autor Alexander Langer am 23. August 2017
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Wirtschaft

Verlust des BIPs der IT Branche ins Ausland

Sehr geehrte Bundeskanrzlerin,
ich schreibe Ihnen aus dem Anlass, dass sie nun die Computerspiel- und IT Branche stärker in den Fokus rücken.

Meine Problematik bezieht sich auf die B2C (Business to customer) Geschäftswelt des IT. B2C funktioniert in der Regel darüber, dass es Plattformen und Stores gibt, über die Programme und Software verkauft und vertrieben werden.

In der Regel funktionieren fast alle Plattformen und Stores über ausländische (meist USamerikanische) Unternehmen, die enorme Summen fordern. D.h., wenn ich über den Appstore von Apple etwas verkaufe, erhält Apple automatisch 30% des Umsatzes. Bei Google Store (Smartphone Apps), Microsoft Windows Store (Desktop PC Software), Steam (Computerspiele und Anwendungssoftware) und alle großen Plattformen beziehen 20-40%.

D.h. die USA bezieht weltweit im Schnitt 30% des BIPs von den meisten IT-Bereichen weltweit (auch von Deutschland).
Ich selbst bin App-Entwickler und muss mich selbst mit dieser Problematik herumschlagen, dass ich als deutscher Entwickler zu 30% meiner Arbeitszeit für die USA arbeite. Mir gefällt das nicht. Aber die Bedingungen sind zur Zeit nun einmal so, weil es einfach keine Möglichkeiten gibt, deutsche Apps/Spiele/Software unabhängig von ausländischen Plattformen zu vertreiben.

Da Sie mit großem Ehrgeiz die Industrie 4.0 (Digitalisierung der Industrie) vorantreiben - liegt es ebenfalls im Fokus, dass wir die Digitalisierung auch für den IT Bereich in dem Maß entwickeln, dass wir unabhängig vom Ausland funktionieren können und somit nicht mehr 1/3 unseres Umsatzes aus dem IT-Bereich ans Ausland übergeben?

Vielen Dank für Ihre Zeit und hochachtungsvoll
Alexander Langer