Liebe Besucherinnen und Besucher,

seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

Wir danken Ihnen für Ihre rege Teilnahme auf www.direktzurkanzlerin.de.

Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor P. Konuk-Danisman am 19. Juli 2016
2696 Leser · 8 Kommentare

Die Kanzlerin direkt

Vielen dank

Sehr geehrte Frau Merkel ich als Gebürdige türkin mit deutscher Staatsbürgerschaft wollte mich bei ihnen bedanken für ihre Unterstützung für unser Land (Türkei) Letztendlich kennen wir alle die Wahrheit Politiker tragen viel Verantwortung für ihr Land wollen alle das beste jedoch verstehe och in deutschland die presse nicht wie sehr sie unseren (Türkei)Bundespräsidenten als diktator sehen ich bin kein Erdogan anhänger trotzdessen kann ich auch seine guten taten nicht übersehen (die entwicklung der Türkei sei es Krankenhäuser,Versicherungen,Schulen,Strassen etc. Ich möchte ab heute weder deutsches Fernsehen sehen deutsches radio hören noch deutsche Zeitung lesen. Ich bin für Demokratie. Auxh wenn ich die deutsche Saatsvürgerschaft habe tragrixh türkisches blut in meinem Körper .

Kommentare (8)Schließen

  1. Autor Christian Adrion
    am 19. Juli 2016
    1.

    Was unterscheidet türkisches Blut von deutschen, schwedischem oder ungarischen? Die Zeit von Blut und Ehre sollten auch für die Türken endgültig vorbei sein. Wenn nicht, dann hat die Türkei in einer multikulturellen EU nichts, aber auch gar nichts verloren.

  2. Autor Joachim König
    am 20. Juli 2016
    2.

    Ob Erdogan viel „Gutes“ getan hat, ist nicht wichtig. Dass er für die Türkei das Beste will, bezweifelt doch niemand. In Deutschland hatten wir einen Reichskanzler, der ebenfalls das Beste für unser Land wollte und dennoch darf man ihn einen Diktator nennen. Einige wenige unbelehrbare Menschen würdigen bis heute seine „Guten Taten“ und versuchen damit, seine schlechten Taten zu entschuldigen. Die Parallelen sind erschreckend. Hitler ging sehr viel subtiler vor, aber auch er hat die „wichtigen“ Beamten ausgetauscht, also speziell Lehrer, Polizei, Richter und Staatsanwälte, bis überall Menschen dort arbeiteten, die ihm nicht widersprachen und alles taten, was er verlangte. Wenn sie die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen haben, empfehle ich Ihnen, sich auch etwas mit der deutschen Geschichte zu beschäftigen, damit Sie auch die Vorbehalte gegen Erdogan der hier lebenden Menschen verstehen. Wie Erdogan hatte auch Hitler etwa die Hälfte des Volkes auf seiner Seite. Der Rest des Volkes wurde überwacht, kontrolliert und unterdrückt. Nicht alle Türken denken wie Sie. Darf man diese Menschen nun unterdrücken und einsperren?

  3. Autor Werner Buhne
    am 20. Juli 2016
    3.

    Zu Kommentar 2
    Was Sie da schreiben, Herr König, ist - mit Verlaub - historisch völliger Quatsch - aber auch völliger!! Hitler hatte (nach allgemeiner wissenschaftlicher Auffassung) wohl 90 Prozent der Bevölkerung hinter sich. (Richtiger Widerstand waren - vor dem Krieg - eigentlich nur eingefleischte Kommunisten/Stalinanhänger und christliche Fundamentalisten.) Und ausgewechselt wurde grundsätzlich niemand!! -- von den Juden selbstverständlich einmal abgesehen (aber bei nur 5 Promille der Gesamtbevölkerung). Die (Inlands-)Gestapo war zahlenmäßig äußerst gering (vielleicht sogar weniger als entsprechende Kraefte bei uns heute?) - wirkte hauptsächlich nur in den Köpfen.

    Erdogan lässt sich besser mit Stalin vergleichen. Aber auch Stalin hat sein Land weit nach vorne gebracht. Erdogan ist m.E. nur Nutznießer bestimmter globaler Entwicklungen. Seine eigentliche 'Leistung' besteht in der völligen Verdummung der Hälfte seines Volkes. Wie man sieht. Und das sogar trotz europäischen Einflusses.

  4. Autor Joachim König
    am 21. Juli 2016
    4.

    Zu Kommentar 3
    Ach Herr Buhne, mit Ihrer offensichtlich geringen Kenntnis der geschichtlichen Tatsachen, möchte ich Ihnen gerne behilflich sein. In meinem Kommentar geht es um die Entwicklung Erdogans im Vergleich zu Hitlers Entwicklung. Das Stadium, in dem Erdogan sich jetzt befindet, ist vergleichbar mit der Zeit nach der letzten freien Wahl in Deutschland vom 5. März 1933 und der Verkündigung des sog. Ermächtigungsgesetztes vom 24. März1933. Bei dieser Wahl erreichte die NSDAP knapp 44 % der Stimmen und konnte das Ermächtigungsgesetz, zu dem eine Zweidrittelmehrheit erforderlich war, nicht mit den eigenen Stimmen durchsetzen. Ihre Angabe von 90 % ist durch nichts untermauert. Freie Wahlen, die eine solche Herleitung ermöglicht hätte, gab es erst nach dem Krieg und ohne einen Kandidaten Hitler wieder. Dass die Unterstützung Hitlers nach dem erfolgreichen Blitzkrieg gegen Polen und den anschließenden überwältigenden militärischen Erfolg gegen Frankreich deutlich zunahm, bestreite ich nicht. Soweit ist Erdogan aber noch nicht !

  5. Autor Erhard Jakob
    am 21. Juli 2016
    5.

    Nun, viele *Großen Leute* haben mal klein angefangen.
    Wir sollten genau hinschauen, dass "Erdogan" nicht
    zu einem *Großen Diktator* aufsteigt. Wenn sich
    das anbahnt, dann sollten die Menschen der
    ganzen Welt Zeichen setzen.

  6. Autor Felizitas Stückemann
    am 21. Juli 2016
    6.

    Wer einen deutschen Pass besitzt, gilt offilziell als
    Deutsche/r, und hat deutsche Interessen des westlichen
    demokratischen Abendlandes zu vertreten. Dazu gehört
    auch die Pressefreiheit, die manchmal verletzt, wenn
    sie die Finger auf die Wunde legt. Demoktratie hat
    das auszuhalten !
    Wer zwei Pässe besitzt, was suspekt ist, weil er/sie
    die Wahl hat, mal hier, mal da, wie wenn man auf
    zwei Hochzeiten tanzt. Da muss man sich entscheiden,
    wo man hingehört, und nicht hier die Vorteile haben
    und dort die Meinungen vertreten. Das wäre nicht
    ehrlich, weil Ausnutzung.

  7. Autor Werner Buhne
    Kommentar zu Kommentar 2 am 25. Juli 2016
    7.

    Ich möchte meine obige Feststellung: "... Hitler ... . ... ausgewechselt wurde prinzipiell niemand!!". etwas korrigieren, bzw. präzisieren.

    Selbstverständlich gab es schon erhebliche "Auswechselungen". Die sind jedoch bei jedwedem politischen Richtungswechsel aufzufinden - auch bei uns heute. Die Frage ist dabei aber, inwiefern diese nur dem reinen (!) Machterhalt(!) dienen sollen - wie jetzt in der Türkei -, oder ob sie vielmehr zur Durchsetzung einer ganz anderen Politik einfach erforderlich wurden. (Beziehungsweise freiwillige Rücktritte.) Der inhaltliche Richtungswechsel durch die Nazis war ja extrem, und darüber hinaus war er auch noch 'totalitär', d.h. die neue Politik sollte sich dann auf schlichtweg alle Bereiche des menschlichen Lebens auswirken. - Daran gemessen, kann ich die 'kritische Masse' bei diesen Vorgängen schlichtweg nicht erkennen. (Eine Ausnahme, zumindest eine Grenzwertigkeit, sehe ich wohl bei der totalen Zerschlagung der Sozialdemokratie und der Gewerkschaften nach dem Ermächtigungsgesetz 1933.) -- Das Machtprinzip der Nazis bestand also nicht (!) in brutaler Ausschaltung und Unterdrückung aller Gegner, sondern einfach darin, dass man die breite(!) Mitte für sich gewann!!!

    Dass nach dem Wahlsieg Kommunisten und andere in KZs gesperrt wurden, hatte jeder Wähler ja bereits einkalkuliert - die rivalisierenden Extreme hatten sich lange Zeit blutigste Straßenschlachten geliefert - mit vielfachen Morden.

    Die beliebten Vergleiche zwischen Hitler und Erdogan sind in vielfacher Hinsicht einfach inadäquat - wenn man vom tatsächlichen historischen Fachwissen ausgeht.

  8. Autor Werner Buhne
    Kommentar zu Kommentar 4 am 25. Juli 2016
    8.

    Habe Ihre Erwiderung erst jetzt gesehen. -- Haben Sie überhaupt keine Ahnung davon, wie lächerlich Sie sich machen, Herr König, wenn Sie mir "offensichtlich geringe Kenntnis der geschichtlichen Tatsachen" vorwerfen!!??

    Nein, es bleibt (im Großen und Ganzen) beim historischen Quatsch. Sie haben - mit Verlaub - wohl nur sehr wenig Wissen in dieser vielschichtigen Materie, und wissenschaftliche (!) Kenntnisse offensichtlich überhaupt keine. --- Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mich auch seit mindestens über einem Jahrzehnt mit diesem Gebiet nicht mehr befasst habe. Und das letzte, was ich hier noch mitbekommen hatte, war ausgerechnet (!), dass die allgemeine Einschätzung von 90 Prozent angegriffen wurde. Das Ergebnis dieser neuen Ansätze ist mir auch nicht bekannt - aber so viel weniger als die alten 90 Prozent kann dabei eigentlich auch wiederum gar nicht herausgekommen sein. - Im Übrigen gab es diverse Volksabstimmungen.

    Ich habe aber nicht vor mit Laien hier über wissenschaftliche Spezialforschung zu 'diskutieren'. Ich wollte lediglich dem interessierten(!) Forums-Leser die Chance ermöglichen auch etwas über die eigentlichen wissenschaftlichem Erkenntnisse informiert sein zu können, nichts weiter - trotz "Bild" und Guido Knopp. (Am üblichen Internet-Gequatsche bin ich auch überhaupt nicht interessiert.)

  9. Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein.