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seit 2006 beantwortete das Bundespresseamt Ihre Fragen auf dieser Plattform im Auftrag der deutschen Bundeskanzlerin. Im Zuge einer Neustrukturierung entwickelt das Bundespresseamt sein originäres Angebot weiter im Sinne eines Bürgerservices mit Dialogmöglichkeiten. Auf dieser Plattform wurden am Montag, den 30. April 2018, die letzten drei Fragen beantwortet. Neue Beiträge und Kommentare werden nicht mehr veröffentlicht.

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Ihr Moderationsteam

Beantwortet
Autor Winfried Hanisch am 13. Mai 2011
7961 Leser · 1 Kommentar

Umwelt und Tierschutz

Waldsterben durch Windräder

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

ist es auch in Ihrem Interesse, wenn ein Waldgebiet für Windenergie gerodet wird, in einem Ort der von Schönefeld überflogen wird und enorm CO² hinterlässt? Bäume vernichten CO², Windräder auch?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort
im Auftrag der Bundeskanzlerin am 14. Juni 2011
Angela Merkel

Sehr geehrte Herr Hanisch,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die wir im Auftrag von Bundeskanzlerin Angela Merkel beantworten.

Das Energiekonzept der Bundesregierung und der schnellere Atomausstieg, der jetzt beschlossen ist, sehen vor, den Ausbau der erneuerbaren Energien noch zügiger als bisher voranzutreiben.

Die Windenergie bietet kurz- und mittelfristig das wirtschaftlichste Ausbaupotential unter den erneuerbaren Energien. Der Ausbau muss jedoch im Einklag mit den naturschutzrechtlichen Regelungen erfolgen.

Die Zuständigkeit für Planung und Genehmigung von Windenergieanlagen an Land liegt bei den Ländern bzw. Kommunen. Das Bundesimmissionsschutzgesetz, das Gesetz zur Umweltverträglichkeitsprüfung und das Baugesetzbuch verpflichten die Behörden, die Belange des Umweltschutzes sowie der Landschaftsplanung ausgewogen zu berücksichtigen.

Wenn beispielweise neue Windkraftanlagen entstehen, verändert das meist auch Natur und Landschaft. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz enthält deshalb Regelungen, um negative Auswirkungen möglichst zu vermeiden bzw. zu minimieren und eine nachhaltige Ausgestaltung zu fördern.

Für den Ausbau der erneuerbaren Energien sprechen vor allem auch die positiven Klimawirkungen. Derzeit sind in Deutschland rund 21.000 Windenergieanlagen installiert. Sie haben den Kohlendioxidausstoß Deutschlands im Jahr 2010 um etwa 30 Mio. Tonnen gesenkt. Alle erneuerbaren Energien haben die Emissionen 2010 um rund 120 Mio. Tonnen verringert. Weniger Kohlendioxid und andere Luftschadstoffe verursachen außerdem geringere Folgekosten für unsere Volkswirtschaft. So ließen sich 2009 durch den Einsatz erneuerbarer Energien im Strom- und Wärmesektor Umweltschäden von rund 7,8 Mrd. Euro vermeiden.

Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/4591/ http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Energiekonzept...

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Kommentare (1)Schließen

  1. Autor Karl Eduard Schmidt
    am 22. Mai 2011
    1.

    Hier erkennt man das neue Diktat durch eine damals Basis orientierte Ökopartei. Ohne Umweltvernichtung gibt es kein Bioöl und Ökostrom. Danke für grünen Ideologie die für mehr Armut sorgt in der Welt, da können die Schauspieler noch lange schöne Bilder machen als Kämpfer gegen die selber verursachten Schäden von Deutschland bis Afrika durch die Kunden der Konsumgesellschaft.

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