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Ihr Moderationsteam

Abstimmungszeit beendet
Autor Kurt Max Kotzur am 12. Januar 2016
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Gesundheit

Wann schaffen Sie endlich die kassenärztlichen Abrechnungsstellen ab?

In den 60er, 70er und 80er Jahren haben die Ärzte und die kassenärztlichen Abrechnungsstellen die Kassen gemeinschaftlich lustig geplündert. Mit betroffen und begünstigt waren die Apotheken.

Bis heute haben die Patienten keinerlei Ahnung, was ihr Arzt für Leistungen bei ihnen abrechnet. Dazu kommen unzählige „Angebote“ zur kostenpflichtigen Untersuchung, welche teilweise vollkommen unnütz sind. Die Gier der Ärzte kennt nach wie vor keine Grenzen.

Dies ist deshalb der Fall, weil zwischen dem Kostenverursacher Patient und der Kasse zwei von einander unabhängige Institutionen Rechnungen stellen, prüfen und weiterleiten.
Unterstützt wird das ganze Betrugssystem durch den Deckmantel des Datenschutzes.

Dieser Datenschutz ist nur gegenüber dem Patienten wirklich wasserdicht. Alle anderen tauschen fleißig ihre Daten aus.

Das Resultat für Patienten und im Klinikalltag ist trotz unzähliger Reformen haarsträubend. Die Situation in den Kliniken gleicht einem desorganisierten Horrorszenarium.

Eine Bekannte aus Augsburg, welche im dortigen Klinikum arbeitet kommentiert den aktuellen Wallraffbericht "Team Wallraff": ‚Das skrupellose Geschäft mit den Kranken’
folgendermaßen: Das ist der Klinikalltag. Es ist ein Wunder, dass nicht mehr sterben!

Soll das die Arbeit eines Gesundheitsministeriums sein?

Ich denke, es ist an der Zeit, die Struktur der kassenärztlichen Vereinigung aufzulösen. In meinen Augen ist das organisierte Kriminalität. Warum stellen die Ärzte nicht Rechnung an die Patienten, welche diese zum Ausgleich an ihre Krankenkasse weiterleiten? Zur Not kann man auch daran denken, dass der Arzt parallel, - aber auf eigene Kosten - über eine Abrechnungsstelle an die Kasse Rechnung stellt. Alle anderen Unternehmen treiben ihre Kosten auch selbst bei.

Guten Tag, Frau Bundeskanzlerin